05 Dezember 2009

Hexenküche

Von meinem Grossvater habe ich ein Gen geerbt, das mich alle möglichen Dinge behalten lässt, die man vielleicht irgendwann einmal noch brauchen könnte. Heute nun ist mir dies ganz gelegen gekommen. Seit Jahren sammle ich alle Kerzenresten mit der Absicht, vielleicht einmal eigene Kerzen zu giessen. Im Sommer ist mir aber eine viel bessere Idee gekommen.
Man kann hier nämlich Feuerstarter kaufen, die wirklich praktisch sind und einem das Feuermachen sehr erleichtern. Es sind grobe Sägespäne, wie sie beim Gebrauch mit der Motorsäge entstehen (davon haben wir wahrlich genug). Diese Sägespäne werden mit flüssigem Wachs vermischt und in kleine Papierbecher gefüllt. Auf einem kleinen Elektrokocher habe ich also in einer alten (aus der Schweiz mitgebrachten und bisher noch nie benutzten) Gusseisenpfanne meine Kerzenreste geschmolzen, dann die Sägespäne beigefügt und den ganzen Brei in die Papierbecher gefüllt. Je nach Wachsfarbe (und Geschmack) sind grünliche oder rötliche Anzünder entstanden, die nach Tannennadeln, Himbeeren, gebrannter Crème oder auch ganz neutral duften.


Natürlich musste ich dann einen Testlauf machen und die Flamme hat tatsächlich 20 Minuten gebrannt. Das ist lang genug, um ein gemütliches Campfeuer zu starten oder im Winter auch jeden Schwedenofen anzuheizen.

Inzwischen habe ich über 60 "Kerzenkuchen" hergestellt. Das muss erstmal reichen, denn nun will ich mich der Weihnachtspost widmen. Morgen ist schon der zweite Advent. Bei uns schneit es immer wieder, was bedeutet, dass die Snowmobiler nicht mehr weit sind. Wir werden das Restaurant also vielleicht doch noch vor Weihnachten wieder öffnen... We'll see...


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