22 Dezember 2009

Winterspaziergang

Bitterkalt ist es zur Zeit am Morgen, heute war es -25 Grad Celsius. Da muss man sich für den Morgenspaziergang gut einpacken.



Rex, als halber Husky, ist jetzt natürlich in seinem Element. Heute habe ich in einer Dokumentation gelernt, dass Huskies einen so ausgeprägten Geruchssinn haben, dass sie sogar in einem Schneesturm, wenn alle Spuren zugeschneit sind, den Weg nach Hause zurückfinden. Das ist erstaunlich.

Nun verstehe ich, weshalb Rex immer sehr gründlich allen Spuren nachriechen muss. Da müssen sich ihm viele Geschichten offenbaren. Und vermutlich müssen wir uns keine Sorgen machen, dass er je den Weg aus dem Busch nicht mehr zurückfindet. Jede Tierspur will er verfolgen und es ist nur seine lange Leine, die ihn daran hindert, jeweils im Wald zu verschwinden.

Heute haben wir auf der zugeschneiten Sandstrasse an der Nordgrenze unseres Grundstücks sehr viele Tierspuren gesehen. Mit Hilfe meines Buches versuchte ich sie zu identifizieren. Rehe, Hirsche, Eichhörnchen und Fuchs kenne ich gut, aber bei einer anderen Spur konnte ich mich nicht richtig entscheiden. Entweder waren es die Abdrücke von einem Luchs oder dann von einem Koyoten. Auch Wolfsspuren haben wir wieder gesehen. Vielleicht finde ich einmal jemanden, der mir erklären kann, woran man genau die verschiedenen Spuren erkennt.

Unser Bach ist inzwischen unter einer dicken Eisdecke verschwunden und man hört das sonst immer präsente Rauschen des Wassers nur noch ganz gedämpft. Ueberhaupt hat heute der Schnee wieder einmal alle Geräusche verschluckt und es war total still. Sogar Rex stand einfach da und genoss den Augenblick.



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