07 Januar 2010

Birdheaven





Die Vögel müssen sich dieses Jahr bei uns wie im Himmel fühlen, denn wir haben so viele Vogelhäuschen aufgestellt, wie noch nie vorher. Bisher hatten wir nur das alte Vogelhaus ganz rechts gehabt, in das wir Futter aus der Küche gelegt haben: Altes Brot, Fettresten und immer wieder auch Pommes Frittes, die die Kunden nicht aufgegessen haben. Das hat vor allem die Blue Jays (Blauhäher) angezogen. Ich würde sagen, wir hatten dadurch die fettesten Blue Jays in der Gegend. Die sind sehr gut organisiert. Man sieht sie eigentlich nicht, bis man Futter ins Häuschen legt. Sobald ein Vogel das entdeckt hat, macht er so ein lautes Geschrei, dass in kürzester Zeit all seine Verwandten und Bekannten vom gedeckten Tisch gehört haben und es von Blue Jays nur so wimmelt. Das war zwar lustig anzusehen, aber wir wollten auch andere Vögel beobachten können.

Bereits im Herbst haben wir zwei eichhörnchensichere Vogelfutterspender aufgestellt, um kleine Vögel anzuziehen. Das hat sehr gut geklappt, wie man hier sehen kann:



Das grüne Vogelhäuschen haben wir gekauft, weil es lustig aussieht und eichhörnchensicher sein soll. Sobald sich ein Eichhörnchen auf die Stange vor dem Häuschen setzt, verschliesst es durch sein Eigengewicht den Zugang zu den Kernen. Das Eichhörnchen war allerdings nicht blöd und hat schnell gemerkt, dass es sich einfach seitlich hinstellen muss, und schon kann es am Schlemmermahl teilnehmen. Deshalb mussten wir eine Blechplatte am Stab installieren, wodurch das Eichhörnchen gehindert wird, am Stab hochzuklettern.

Das ging alles gut, bis Herr und Frau Specht kamen und sich die besten Plätze bei den Sonnenblumenkernen sicherten. Also haben wir eine weitere Futterstelle besorgt. Ein Holzstück, das vier grosse Durchgänge hat. Die füllt man mit Fett und Kernen und schon hängt die Spechtfamilie dort. Die haben einen gesegneten Appetit und wir füllen dieses Ding jeden zweiten Tag auf.


Es macht uns grossen Spass, die Vögel beim Futtern zu beobachten. Natürlich haben wir unser Vogelbuch immer in der Nähe, um alle Neuankömmlinge bestimmen zu können. Wenn wir nach draussen gehen, fliegen einem die Meisen nur so um die Ohren. Unser "Wald" beim Eingang ist ideal für sie zum Ausruhen und sich verstecken. Aber natürlich schimpfen sie jedes Mal, wenn wir aus der Türe kommen und sie in ihrer Ruhe stören...

Und sonst? Wir haben erfahren, dass unser Groomer ein unfreiwilliges Bad in einem Sumpf genommen hat und deshalb zur Reparatur in die Stadt musste. Der Fahrer hat wieder einmal nicht geglaubt, dass die Sümpfe nicht gefrieren, wenn 30 cm und mehr Schnee den Boden vom Frost isolieren. Er hatte Glück im Unglück und ist "nur" seitlich gekippt. Da er ja sowieso mit dem Job aufhören wollte, wird es ihm wohl Recht sein, wenn jemand anderes die Aufgabe übernimmt. Am Freitag oder Samstag sollte der Groomer wieder hier sein und für gute Trails sorgen.

Auch heute Morgen habe ich mit Rex eine Schneeschuhwanderung durch unseren Wald gemacht. Dieses Mal ging es schon viel besser und Rex der schlaue Kerl hat auch verstanden, dass er mit etwas Abstand hinter mir gehen soll. Allerdings findet er immer noch, wir sollten mehr den Tierspuren und nicht dem Weg folgen. Aber alles in allem ist das eine ganz tolle Angelegenheit, dieses Schneeschuhlaufen.





1 Kommentare:

  1. Hallo, wir sind wahrscheinlich gegen Ende Juli in eurer Gegend! :-) Haben die Route noch nicht geplant, aber ein Zwischenstopp bei euch möchte ich schon machen!
    Liebe Grüsse und ich lasse von mir hören!

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