19 Januar 2010

Zu warm

Hallo! Kann uns mal jemand mehr Schnee und etwas kältere Luft schicken? So, wie das jetzt ist, kommt unsere Saison nie richtig in Schwung. Zwar haben wir Berge von Schnee vor der Lodge, aber nur, weil uns der ganze Schnee vor lauter Wärme wieder mal vom Dach gerutscht ist. Na ja, das haben wir eigentlich jedes Jahr um diese Zeit, aber nicht soooo lange. Meistens rutscht die Temperatur dann wieder in den Keller.

Am Freitag erwarten wir wieder Gäste für das Cedar Cottage und sollten schon bessere Snowmobile-Verhältnisse haben. Der Trail auf dem See ist momentan sehr matschig und es braucht viel Fahrkünste, um nicht von oben bis unten nass zu werden. Abgesehen davon, dass das Eis so nicht sicherer wird. Immerhin ist der See an der tiefsten Stelle 200 Feet (ca. 60 m) tief, und da will man ja nicht unbedingt reinfallen, oder? Sonst müsste man sich dann so ein Gefährt zulegen: http://www.snow-boat.com/.

Mit meinen Schneeschuhwanderungen muss ich jetzt auch warten, bis wieder eine weichere Schneeschicht vorhanden ist. Rex kann auf dem jetzigen Zeugs nämlich nicht richtig laufen. Aber es ist ja erst Mitte Januar, der Winter wird schon nochmals zuschlagen....

07 Januar 2010

Birdheaven





Die Vögel müssen sich dieses Jahr bei uns wie im Himmel fühlen, denn wir haben so viele Vogelhäuschen aufgestellt, wie noch nie vorher. Bisher hatten wir nur das alte Vogelhaus ganz rechts gehabt, in das wir Futter aus der Küche gelegt haben: Altes Brot, Fettresten und immer wieder auch Pommes Frittes, die die Kunden nicht aufgegessen haben. Das hat vor allem die Blue Jays (Blauhäher) angezogen. Ich würde sagen, wir hatten dadurch die fettesten Blue Jays in der Gegend. Die sind sehr gut organisiert. Man sieht sie eigentlich nicht, bis man Futter ins Häuschen legt. Sobald ein Vogel das entdeckt hat, macht er so ein lautes Geschrei, dass in kürzester Zeit all seine Verwandten und Bekannten vom gedeckten Tisch gehört haben und es von Blue Jays nur so wimmelt. Das war zwar lustig anzusehen, aber wir wollten auch andere Vögel beobachten können.

Bereits im Herbst haben wir zwei eichhörnchensichere Vogelfutterspender aufgestellt, um kleine Vögel anzuziehen. Das hat sehr gut geklappt, wie man hier sehen kann:



Das grüne Vogelhäuschen haben wir gekauft, weil es lustig aussieht und eichhörnchensicher sein soll. Sobald sich ein Eichhörnchen auf die Stange vor dem Häuschen setzt, verschliesst es durch sein Eigengewicht den Zugang zu den Kernen. Das Eichhörnchen war allerdings nicht blöd und hat schnell gemerkt, dass es sich einfach seitlich hinstellen muss, und schon kann es am Schlemmermahl teilnehmen. Deshalb mussten wir eine Blechplatte am Stab installieren, wodurch das Eichhörnchen gehindert wird, am Stab hochzuklettern.

Das ging alles gut, bis Herr und Frau Specht kamen und sich die besten Plätze bei den Sonnenblumenkernen sicherten. Also haben wir eine weitere Futterstelle besorgt. Ein Holzstück, das vier grosse Durchgänge hat. Die füllt man mit Fett und Kernen und schon hängt die Spechtfamilie dort. Die haben einen gesegneten Appetit und wir füllen dieses Ding jeden zweiten Tag auf.


Es macht uns grossen Spass, die Vögel beim Futtern zu beobachten. Natürlich haben wir unser Vogelbuch immer in der Nähe, um alle Neuankömmlinge bestimmen zu können. Wenn wir nach draussen gehen, fliegen einem die Meisen nur so um die Ohren. Unser "Wald" beim Eingang ist ideal für sie zum Ausruhen und sich verstecken. Aber natürlich schimpfen sie jedes Mal, wenn wir aus der Türe kommen und sie in ihrer Ruhe stören...

Und sonst? Wir haben erfahren, dass unser Groomer ein unfreiwilliges Bad in einem Sumpf genommen hat und deshalb zur Reparatur in die Stadt musste. Der Fahrer hat wieder einmal nicht geglaubt, dass die Sümpfe nicht gefrieren, wenn 30 cm und mehr Schnee den Boden vom Frost isolieren. Er hatte Glück im Unglück und ist "nur" seitlich gekippt. Da er ja sowieso mit dem Job aufhören wollte, wird es ihm wohl Recht sein, wenn jemand anderes die Aufgabe übernimmt. Am Freitag oder Samstag sollte der Groomer wieder hier sein und für gute Trails sorgen.

Auch heute Morgen habe ich mit Rex eine Schneeschuhwanderung durch unseren Wald gemacht. Dieses Mal ging es schon viel besser und Rex der schlaue Kerl hat auch verstanden, dass er mit etwas Abstand hinter mir gehen soll. Allerdings findet er immer noch, wir sollten mehr den Tierspuren und nicht dem Weg folgen. Aber alles in allem ist das eine ganz tolle Angelegenheit, dieses Schneeschuhlaufen.





05 Januar 2010

Neuste Errungenschaft

Hallo! Willkommen im neuen Jahr. Auch wir haben es geschafft und sind ziemlich gemächlich im 2010 angekommen. Heute wurde der Snowmobile Trail über den See markiert und wir sind somit von allen Seiten her wieder erreichbar. Viele Leute sind nicht unterwegs, denn die meisten wissen noch nicht, dass die Trails offiziell geöffnet sind. Einige Snowmobiler müssen sicher auch arbeiten und wir werden sie wohl erst am Wochenende sehen. Gestern Montag haben wir entsprechend eingekauft. Auf dem Heimweg ist uns auf dem Highway ein Lastwagen begegnet, der einen Groomer geladen hatte. Ob unser Groomer schon defekt ist? Tatsächlich, als wir heimkamen, war nur der "Dragon" da. So heisst der Anhänger vom Groomer, der die schönen flachen Pisten walzt. Was mit unserem Groomer passiert ist, haben wir noch nicht erfahren. Irgendetwas muss kaputt sein, wir werden es bestimmt bald wissen.

Da wir uns vorgenommen haben, etwas mehr Zeit für uns zu nehmen, wird das Restaurant diese Saison am Montag und am Dienstag geschlossen bleiben, Wirtesonntag eben. So haben wir einen Tag für die Einkäufe in der Stadt und am zweiten können alle anderen Arbeiten wie Cottage putzen, Schnee räumen etc. erledigt werden. Oder, was ich heute ausprobiert habe, einem neuen Hobby nachgehen. Ganz spontan habe ich mir gestern Schneeschuhe gekauft, mit dem schönen Namen Appalache. Und heute habe ich sie ausprobiert. Genug tiefen Schnee haben wir in unserem Wald. Das hat Spass gemacht, aber ich bin natürlich schön müde davon. Da muss ich noch an meiner Kondition arbeiten. Na ja, mein Teleskopstock war auch keine echte Hilfe, den konnte ich nicht richtig fixieren und er wurde immer kürzer. Und Rex? Den nahm ich mit, an der Leine. Das ging gut, bis er merkte, dass hinter mir gehen für ihn viel einfacher ist. Leider hat er nicht den nötigen Abstand eingehalten und ist immer wieder auf meine Schneeschuhe getreten. Er konnte gar nicht verstehen, warum ich ihm plötzlich sagte, er soll weggehen. Wo er doch sonst immer bei mir bleiben soll..... Aber ihm hat es sehr gut gefallen und er musste ausgiebig allen Spuren nachriechen, wie hier:

Nun muss ich also die Langlaufstöcke suchen, die wir aus der Schweiz mitgebracht haben. Die sollten im Container oder im Workshop sein. Irgendwo haben wir sie vor fast zehn Jahren ja mal versorgt. Dieses Problem werden wir nächste Woche lösen müssen, denn erst mal ist nun fünf Tage Restaurant angesagt. Unsere Gäste im Cottage sind gestern auch wieder heimgefahren und werden im Februar wieder kommen. So hat sich dieses Jahr also ganz gemütlich angelassen. Mal sehen, was es so bringt...