29 Mai 2016

Sagt' ich doch schon


Bei uns hat es gleich von Winter auf Sommer geschaltet... Für meinen Geschmack etwas zu warm. Das Gute daran ist jedoch, den Blackflies wird bei diesen Temperaturen schnell der Garaus gemacht!



27 Mai 2016

Spring has sprung

Ja. Es ist definitiv Frühling geworden, eigentlich schon fast Sommer. Die Natur explodiert förmlich. Unser Garten wuchert fröhlich vor sich hin, denn wir sind immer noch mit Auspacken und Einrichten beschäftigt. Hier ein paar Impressionen:

die einzigen zwei Tulpen im ganzen Garten


ein Pflänzlein behauptet sich vor der Eingangstüre


die Wildrosen brauchen dringend etwas Pflege


die im letzten Jahr noch umgepflanzte Goldmelisse (beebalm) entwickelt sich prächtig


bald gibt es Walderdbeerli (falls mir die Chipmunks nicht zuvorkommen)


diese Kugeln werden zu


diesen kleinen Schönheiten


die gibt es wohl überall auf der Welt


im Urzustand


Meine Schlüsselblüemli, die einzige Pflanze, die ich diesen Frühling noch im Camp ausgraben konnte. Sie wachsen momentan in einem Plastikeimer, bis ich den idealen Platz für sie gefunden habe.


dieses Dickicht werden wir wohl bald etwas lichten müssen, denn ich will doch, dass ich den See seh...


***

Am letzten Donnerstag haben wir dem Dump (unserer Abfallstelle) wieder einmal einen Besuch abgestattet. Auf dem Rückweg, ganz nah wo wir beim letzten mal den Bären gesehen haben, wollten wir diese Naturschönheit etwas genauer betrachten (den grauen Fleck in der Bildmitte, linkes Viertel):


da sind wir schon etwas näher dran


ein wunderschöner kleiner Wasserfall


verwunschen mitten im Wald


erinnert mich ein wenig an den Rheinfall en miniature


interessante Wurzellandschaften


Unterschlupf für viele Tiere


dieser Baumstamm liegt schon lange hier


keine Ahnung, weshalb die Wurzeln so freiliegen
sie sind wunderschön, wie poliert


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Inzwischen Zuhause:
die gefiederten Besucher haben unsere Bar gefunden

yellow-rumped warbler (Kron-Waldsänger)


evening grosbeak (Abendkernbeisser)


rose-breasted grosbeak (Rosenbrust-Kernknacker), der jedoch partout seinen roten Bauch nicht fotografiert haben wollte


pine grosbeak (Hakengimpel)


spruce grouse (Tannenhuhn)
Das ist uns in die Scheibe geflogen und hat es leider nicht überlebt. Wir haben es begraben (wohl wissend, dass andere Menschen diese Vögel jagen und essen).


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Und im Haus? Da sieht es immer noch ein wenig chaotisch aus. Die Bauernbetten warten auf die Montage.


die antiken Gläser werden endlich ausgepackt und abgewaschen


die von den Tanten geerbten Silberstücke müssen dringend poliert werden


ein guter Wein muss für diese Karaffe noch gefunden werden





24 Mai 2016

Das Fest

Obwohl die Ueberraschungsparty eine Woche vorgezogen wurde, hatten wir genügend Zeit, um alles vorzubereiten. Zuerst machten wir am Freitag eine Fahrt ins 150 km entfernte Sudbury, wo man alle Zutaten in guter Qualität erhalten konnte. In unserer Stadt ist das etwas schwierig und so nutzen wir natürlich diese Ausrede, um wieder mal einen Ausflug zu machen. Wir verbanden diesen Tag mit einem Besuch in einem kleinen Restaurant, das Freunde von uns betreiben. Es sind Südamerikaner mit spanischen Wurzeln, die italienisch kochen. Eine gelungene Verbindung und die hausgemachte Lasagne dort "is to die for" (oder schlichtweg eine Wucht!).

Zurück daheim und nach stundenlangem Suchen in unseren Umzugskisten hatten wir alles Material beisammen und der Kochmarathon konnte beginnen. 
Zuerst kam der Geburtstagskuchen an die Reihe. Nicht unbedingt spanisch, dafür höchst erwünscht. Es ist ein Schokoladekuchen nach einem Rezept von meiner Cousine zweiten Grades. Man nehme:    (für meinen Kuchen nahm ich die dreifache Menge)

        100 g beste dunkle Schweizer Schokolade
        140 g geschälte, gemahlene Mandeln
        120 g Zucker
        100 g Butter
        3 Eier (geteilt)
        Paniermehl
        Puderzucker


Schoggi schmelzen und 


Butter, Zucker, Mandeln dazugeben. Abkühlen lassen und


anschliessend Eigelb unterrühren.


Eiweiss zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen.


Eine Springform leicht ausbuttern, mit Paniermehl bestreuen und den Teig einfüllen.


Bei 180 Grad 35 Minuten backen. Der Kuchen schmeckt zwei Tage später am Besten. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.


Geröstete Haselnüsse für die Haselnusscreme (Natillas de Avellana) - mehr Bilder gibt es nicht davon :-)


Die Vorbereitung der Vorspeise: 
Pflaumen im Baconmantel auf Gemüse


Die gebratenen Pflaumen werden anschliessend im Gemüse mitgegart und nehmen ein umwerfendes Aroma an.


Von der zweiten Vorspeise (Crostadas mit Ziegenkäse überbacken) gibt es leider keine Bilder. Dazu gab es Sangria, von der auch die Fotos fehlen. Süffig war sie jedenfalls.


Die Dekoration wird zum Transport vorbereitet. Dazu der Bunsenbrenner für die Crema Catalana.


Der gedeckte Tisch, in den spanischen Flaggenfarben.


Wie immer in dieser Runde wird bei jeder Gelegenheit (d.h. vor, während und nach dem Essen musiziert).


Die fertigen Pflaumen auf dem Gemüsebett.

Und hier kommt die Hauptspeise: Paella


Das Geburtstagskind beim Schöpfen...


Zum Abschluss: Crema Catalana, hier noch ohne Zuckerkruste


Der Geburtstagskuchen mit dem einen Kerzli, das sich einfach nicht ausblasen liess. Warum? Weil der eigentliche Geburtstag erst am Mittwoch danach ist...


Und dann wurde wieder bis weit in die Nacht musiziert.


Am Tag danach, Restenverwertung: Leckere Muschelsuppe mit dem Restgemüse der Pflaumenvorspeise. Mmmmmh!


Und heute? Da sind wir zum Bauern nur ein paar Kilometer von unserem neuen Zuhause und haben uns grüne Spargeln geholt, frisch vom Feld. 


Leider kennt man die weissen Spargeln hier in Nordontario praktisch nicht. Aber die Grünen sind auch supergut!


Nein, wir vermissen das Camp-Leben überhaupt nicht!