25 Juni 2013

Tannenschösslig

Dieses Jahr habe ich wieder Tannenschössli-"Honig" gemacht. Wir haben so viele Tannen ums Haus, dass ich in kürzester Zeit die Schösslig gesammelt hatte. Das Kochen dauerte dann aber zwei Tage. Dafür stehen jetzt wieder ein paar Gläser in meinem Vorratsschrank und ein paar verkaufe ich auch. Ein Stammgast stürzte sich ganz erfreut darauf, um sich ein grosses Glas zu sichern. Seine Frau mache Fudge damit, eine Art Blechpraline, die dann in Stücke geschnitten wird. Ein tolles Mittel gegen Erkältung, finde ich. Muss vielleicht mal nach einem Muster fragen.




Vom fertigen Produkt habe ich kein Bild, sieht ja auch gar nicht speziell aus. Dafür ist es gesund und das erste Sommer-Erkältungsopfer hat sich bereits mit einem Glas eingedeckt.


Tankstellenabschrankung

Unsere Tankstelle hat uns in den letzten Monaten etwas Kummer bereitet. Schuld daran waren wieder mal die Behörden. Sie schickten einen eifrigen jungen Inspektor und der fand, wir müssten einige Dinge verbessern. Verschiedene Sicherheitsventile, ein höheres Abluftrohr und schlussendlich auch eine andere Abschrankung. Die drei Metallfässer, gefüllt mit Sand, waren nicht gut genug. Da wird genau vorgeschrieben, wie tief das Loch, wie dick die Rohre, wie weit sie aus dem Boden rausschauen müssen und wie lang der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten zu sein hat. Da spielt es keine Rolle, dass bei uns auf dem Grundstück eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h gilt und dass man schon ziemlich blöd fahren muss, um die Tankstelle zu gefährden. Nichts da, Vorschrift ist Vorschrift und da gibt es keine Ausnahmen (Behörden sind doch überall gleich).

So haben sich die Männer halt an die Arbeit gemacht. Endlich konnte der Lochbohrer, der schon seit zwei Jahren in der Garage steht, eingesetzt werden. Der Bagger wurde vom Traktor abgehängt und an seiner Stelle der Bohrer montiert. In unserem Sand war das Bohren natürlich ein Pappenstil.


Löcher gebohrt...


Pfosten installiert (mit tatkräftiger Hilfe von Rex)


Beton eingefüllt (sie haben sogar vorher noch jeweils ein dickes Eisenrohr reingepackt) ...


...und fertig ist die Abschrankung.

Hier ist sogar bereits das neue Dach installiert. Nun muss nur noch der Tank gereinigt und neu gestrichen werden und wir haben eine (fast) neue und jedenfalls absolut legale Tankstelle. Ist übrigens sehr praktisch, eine eigene Tankstelle vor der Haustür zu haben.


Turtle will Nachwuchs

Diesmal war es eine riesige "Snapping Turtle", die ihre Eier in der Wiese zwischen dem Log Cottage und dem See abgelegt hat.


Es war kein besonders schönes Tier, eher grimmig und sicher schon ziemlich alt, dem lädierten Panzer nach.


Leider wird diesmal nichts mit dem Nachwuchs.


Ein Nesträuber (vermutlich der Fuchs) hatte Lust auf frische Schildkröteneier. Erstaunt waren wir über die Grösse der Eier, ca. Golfballgrösse. Und heute habe ich erfahren, dass etwa 20 solcher Eier gelegt werden. Nun kann man sich mal vorstellen, wie gross die Schildkröte war. Sie hatte ca. 45 cm Durchmesser.


Bilder von unserem Grundstück

In den letzten Tagen hatte ich immer den Fotoapparat bei mir. Es gibt so viel zu sehen, die Natur ist immer für eine Ueberraschung bereit. Hier ein paar Impressionen:


Beim Morgenspaziergang habe ich diese Orchidee entdeckt. Sie heisst Moccasin Flower und kommt recht selten vor, da sie sich nur schwer vermehrt. Trotzdem gibt es in unserem Wald einige Exemplare.


Der Mohn ist eine erstaunliche Blume. Sie blueht nur ein paar Tage und wird dann meistens vom Winde verweht...


violette Tannenzäpfli, so richtig dekorativ


Ableger aus dem ehemaligen Garten meiner Schwester
(Zum Glück werden wenigstens diese Blumen nicht von den Chipmunks gefressen.)


Der Bach, der mitten durch unser Grundstück fliesst.


Einer der Hintereingänge. Wir müssen absperren, sonst fahren immer wieder Neugierige auf diesem Weg ins Camp. Es ist der Weg, der über den Bach direkt zum Workshop und den Garagen mit all unseren Gerätschaften führt. Leider gibt es auch mitten im Busch immer wieder Diebe, wie unsere Nachbarn bereits feststellen konnten. Wir haben früh alles abgesperrt und inzwischen gibt es nur noch wenige Grundstücke ohne Tore oder Abschrankungen. Wie man sieht, habe ich diesmal das Fahrrad genommen. Meistens gehe ich ja zu Fuss, denn auf der anderen Seite der Schranke liegt mein bevorzugter Spazierweg.


06 Juni 2013

Was ist das?



Mitten vor der Lodge auf dem Platz...



Es ist die Kinderstube einer Schildkröte



Und tschüss! Die Arbeit ist vollbracht.



Halt! Ich will mich noch verabschieden, von Angesicht zu Angesicht. Auf Wiedersehen, im nächsten Jahr.