In den letzten Tagen und Wochen werden wir rund ums Haus aufs Beste unterhalten. Da fliegt und piept es ununterbrochen. Bisher waren die Aktivitäten vor allem auf die Nester beschränkt, aber seit die Spechtfamilie ausgeflogen ist, werden vor unserem Esszimmerfenster die tollsten Unterhaltungen geboten:
der kleine Jüngling
Mama Specht klammert sich am Vogelfütterer fest und hämmert insbrünstig darauflos, um an die leckeren Kerne zu kommen. Klein-Specht inzwischen übt sich im Holzpfosten traktieren und am sich Festhalten.
Immer wieder hat Mama Specht Erbarmen und bringt dem Kleinen schnell einen Bissen zu fressen:
Der aber ist unschlüssig, wie er es anstellen soll, den Kern zu fressen und gleichzeitig am Pfosten hängen zu bleiben. So drollig, ihm zuzuschauen:
Inzwischen am anderen Ende des Hauses
Die Amselfamilie hat sich in den letzten drei Wochen auch recht gemacht. Frau Amsel musste erst mal ausgiebig auf dem Nest sitzen:
Dabei hat sie uns immer aufmerksam beobachtet:
Hier scheint sich endlich was zu tun:
Tatsächlich zeigen sich drei kleine Schnabelspitzli:
Mama Amsel beobachtet uns immer noch sehr genau, scheint jedoch etwas mehr Vertrauen zu haben:
Die Geduld hat sich gelohnt. Frau Amsel hat mich zwar gesehen und zögerte ganz kurz,
aber dann drehte sie sich kurzerhand um und fütterte ihre Jungmannschaft:
Ein paar Tage später sieht man die Kleinen nun schon über den Nestrand gucken:
Zwei Tage später sind sie schon wieder ein Stück gewachsen. Lange werden sie nicht mehr in diesen engen Verhältnissen bleiben wollen. Vorhin schaute ich nach und tatsächlich hüpfte einer der Jungvögel auf dem Nestrand herum.
Da bin ich aber gespannt, wie diese Familiengeschichte weitergeht...
Nachtrag:
Tatsächlich müssen sie heute Morgen ausgeflogen sein. Jedenfalls sitzen keine Vögeli mehr im Nest. Ich habe eigentlich erwartet, dass sie sich weiterhin in der Nähe aufhalten, aber bisher habe ich keine Feder von ihnen gesehen...