27 April 2014

Frühling?... Yes!

Mit etwas Glück ist nun auch bei uns der Frühling eingekehrt. Es muss so sein, denn die ersten Krokusse gucken aus der Erde und in drei Wochen ist die Campingsaison bereits eröffnet! Zwar haben wir noch jede Nacht Unter-Null-Temperaturen, aber tagsüber wird es schnell warm - wenigstens, wenn die Sonne scheint. Auf kommende Woche sind jedoch sechs Tage Regen vorausgesagt, grrrr...

Der Schnee schmilzt nun auch unter den Bäumen und im Busch, das Eis auf dem See wird jeden Tag dünner. Heute hat sich endlich beim hinteren Fluss eine grosse Schneise im Eis aufgetan. Wir haben tatsächlich genug Winter gehabt und geniessen jeden warmen Sonnenstrahl (wie zum Beispiel heute Sonntag).



die Docks warten auf die Eisschmelze


Maple Sugar Festival in Powassan

Gestern besuchten wir das Maple Sugar Festival, das immer am letzten Samstag im April stattfindet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es war bedeckt, regnerisch und saukalt. Trotzdem haben sich viele Menschen eingefunden und Pancake Breakfast, Country Music, Lumberjack Wettbewerbe und die verschiedensten Verkaufsstände auf der Main Street genossen:




Es war unterhaltsam und eine schöne Abwechslung für uns. Bestimmt werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und hoffen auf wärmeres (sprich regen- und schneefreies) Wetter.




Marcel hat an einem Stand sogar ein neues Teil entdeckt, das er unbedingt unserem Wagenpark einverleiben will. Ich werde darüber berichten, wenn es soweit ist...

Ostern

Ist auch schon wieder eine Woche her, aber auch darüber gibt es etwas zu erzählen. Am Karfreitag durften wir wieder einmal Stallluft schnuppern. Seit beide "Schwesternfamilien" nicht mehr farmern, und zudem die einen auch gar nicht um die Ecke wohnen, besuchten wir ein Schweizerpaar, das etwa 80 km von uns auf einem wunderschönen Stück Land an einem Fluss eine Milchwirtschaft betreibt. Wir assen gemütlich zusammen Zmittag, machten anschliessend einen Spaziergang zum Fluss und sahen sogar einen Bären, der mitten im Fluss stand und vermutlich Fische fing. 


Der schwarze schräge Strich mitten im Wasser ist der Bär, ehrlich (und ich weiss jetzt auch genau, dass ich dringend eine bessere Camera mit einem guten Zoom brauche...).

Wir sind hoch über dem Fluss spaziert und haben einen wunderschönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank besucht:




Das Farmhaus steht erhöht in der Nähe des Flusses, so richtig idyllisch:



Und nun noch einen Blick in den Stall:



Am Ostersamstag eröffneten wir mit Ursula (Schwester) und Nathalie (Nichte) die Pizzahaus-Saison:


Der Ostertisch:


Der Innenausbau vom Pizzahaus ist bald fertig. Dann braucht nur noch der Ofen ein richtiges Kleid, sprich mehr Isolation und irgend-einen Ueberzug. Erstaunlich ist, dass am Ostersonntag - nach 18 Stunden - der Ofen immer noch 200 Grad heiss war. Marcel und ich starteten gleich nochmals eine Runde Pizza.

Max - oder "Maxwell der Spaniel"

Seit ein paar Wochen ist Mäxli immer wieder bei uns in den Ferien. Er ist ein lustiger, sehr aktiver und immer hungriger 13jähriger Spaniel - der Hund meiner Schwester. Er hat schon an vielen Orten gewohnt in seinem Leben. Zuerst viele Jahre in Chisholm, dann in Ottawa, Sault Saint Marie, Thunder Bay und jetzt in Powassan, immer bei jemandem aus der Familie. Da er nicht besonders gut auf Rufe hört, ist es schwierig, ihn (in einem Dorf) einfach laufen zu lassen. Bei seiner Energie braucht er jedoch genügend Freilauf. So bietet sich das noch geschlossene Camp richtig an. Und hier darf er jetzt (innerhalb der Campgrenzen) rennen und schwimmen, soviel und soweit er will.
Als Jagdhund hilft er uns momentan, die Gänse aus dem Camp zu vertreiben und auch die Eich- und Streifenhörnli ums Haus hat er gut in Kontrolle.
Wir werden sehen, wie das in drei Wochen geht, wenn bei uns wieder Leinenzwang im Campingplatz gilt. Ob er merkt, dass er dann nicht mehr einfach überall hinrennen kann? Wir lassen uns überraschen.


Rex und Max sind beste Kumpels, beide halt schon älter und deshalb abgeklärt. Sie teilen den Wasser-, aber nicht den Futternapf (sonst würde Rex verhungern, weil er nie schnell genug ist). Am Morgen begutachten sie jeweils zusammen die Umgebung. Ob vielleicht doch noch ein interessantes Tier daher kommt? 



Zum Schluss


Ein Bild vom Log Cottage, vor einer Woche:



11 April 2014

Die ersten Gänse sind da

Das bedeutet auch für uns, dass der Frühling vor der Tür steht. Und tatsächlich haben wir tagsüber seit einigen Tagen Temperaturen über Null Grad und der Schnee schmilzt nur so vor sich hin. Zwar ist das Eis auf dem See immer noch sehr dick - heute haben wir sogar noch ATVs darauf gesehen - und es wird bestimmt Mai werden, bis alles geschmolzen ist. 

Heute morgen habe ich versucht die Gänse zu fotografieren. Sie sind extrem scheu und nur auf der Durchreise weiter nach Norden. (Unsere Plaggeister vom See kommen erst später.)

Mit dem Zoom konnte ich ein paar einfangen:



Es war früh am Morgen und das offene Wasser war über Nacht wieder gefroren bis auf die Stellen, wo die Gänse rumschwammen. Später am Tag konnten wir uns über unglaubliche 10 Grad PLUS erfreuen und beschlossen sofort, unser zweites Picknick in diesem Jahr zu veranstalten:



Marcel arbeitet zur Zeit am Innenausbau vom Pizzahaus und ich habe Föhrennadeln zusammengerecht. Ich war ziemlich schnell fertig, denn es ist erst ein kleiner Teil unseres Gartens schneefrei. Dafür sah es nachher so aus (ich wusste gar nicht, dass man sich über ein Stück braunen Rasen so freuen kann, aber wir haben nun wirklich genug Schnee gesehen...):




Die Strasse vom Camp zum Highway ist momentan schwierig zu befahren. Eis, Fahrrinnen, Schlaglöcher, Schoggipudding - auch Schlamm genannt - wechseln sich ab und wir können höchstens 30 km/h fahren. So verlängert sich eine Fahrt in die Stadt dementsprechend. Auch sind wir nie sicher, ob wir nicht in einem dieser Schlaglöcher stecken bleiben oder irgend etwas am Auto kaputt geht, z.B. ein Achsbruch oder so? Würde mich gar nicht wundern, so wie das schüttelt und rattert... Wir wollen jetzt mal optimistisch bleiben und hoffen, dass sich die lausigen Strassenverhältnisse bald bessern.

Es ist sehr schön, wieder draussen herumgehen zu können, ohne gleich halb zu erfrieren und wir geniessen es ausgiebig. Heute morgen habe ich dabei unser fotogenes Alt-Cottage wieder mal abgelichtet:


Und Rex? Nimmt es sehr, sehr gemütlich und schläft meistens. Mit seinen 14 Jahren sind wir jeden Tag dankbar, wenn es ihm gut geht und er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, dem Schneeschlecken:


Wir haben diesen Sonnentag heute wirklich genossen, denn auf's Wochenende sind... 30 cm Schnee angesagt...yack