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24 Mai 2016

Das Fest

Obwohl die Ueberraschungsparty eine Woche vorgezogen wurde, hatten wir genügend Zeit, um alles vorzubereiten. Zuerst machten wir am Freitag eine Fahrt ins 150 km entfernte Sudbury, wo man alle Zutaten in guter Qualität erhalten konnte. In unserer Stadt ist das etwas schwierig und so nutzen wir natürlich diese Ausrede, um wieder mal einen Ausflug zu machen. Wir verbanden diesen Tag mit einem Besuch in einem kleinen Restaurant, das Freunde von uns betreiben. Es sind Südamerikaner mit spanischen Wurzeln, die italienisch kochen. Eine gelungene Verbindung und die hausgemachte Lasagne dort "is to die for" (oder schlichtweg eine Wucht!).

Zurück daheim und nach stundenlangem Suchen in unseren Umzugskisten hatten wir alles Material beisammen und der Kochmarathon konnte beginnen. 
Zuerst kam der Geburtstagskuchen an die Reihe. Nicht unbedingt spanisch, dafür höchst erwünscht. Es ist ein Schokoladekuchen nach einem Rezept von meiner Cousine zweiten Grades. Man nehme:    (für meinen Kuchen nahm ich die dreifache Menge)

        100 g beste dunkle Schweizer Schokolade
        140 g geschälte, gemahlene Mandeln
        120 g Zucker
        100 g Butter
        3 Eier (geteilt)
        Paniermehl
        Puderzucker


Schoggi schmelzen und 


Butter, Zucker, Mandeln dazugeben. Abkühlen lassen und


anschliessend Eigelb unterrühren.


Eiweiss zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen.


Eine Springform leicht ausbuttern, mit Paniermehl bestreuen und den Teig einfüllen.


Bei 180 Grad 35 Minuten backen. Der Kuchen schmeckt zwei Tage später am Besten. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.


Geröstete Haselnüsse für die Haselnusscreme (Natillas de Avellana) - mehr Bilder gibt es nicht davon :-)


Die Vorbereitung der Vorspeise: 
Pflaumen im Baconmantel auf Gemüse


Die gebratenen Pflaumen werden anschliessend im Gemüse mitgegart und nehmen ein umwerfendes Aroma an.


Von der zweiten Vorspeise (Crostadas mit Ziegenkäse überbacken) gibt es leider keine Bilder. Dazu gab es Sangria, von der auch die Fotos fehlen. Süffig war sie jedenfalls.


Die Dekoration wird zum Transport vorbereitet. Dazu der Bunsenbrenner für die Crema Catalana.


Der gedeckte Tisch, in den spanischen Flaggenfarben.


Wie immer in dieser Runde wird bei jeder Gelegenheit (d.h. vor, während und nach dem Essen musiziert).


Die fertigen Pflaumen auf dem Gemüsebett.

Und hier kommt die Hauptspeise: Paella


Das Geburtstagskind beim Schöpfen...


Zum Abschluss: Crema Catalana, hier noch ohne Zuckerkruste


Der Geburtstagskuchen mit dem einen Kerzli, das sich einfach nicht ausblasen liess. Warum? Weil der eigentliche Geburtstag erst am Mittwoch danach ist...


Und dann wurde wieder bis weit in die Nacht musiziert.


Am Tag danach, Restenverwertung: Leckere Muschelsuppe mit dem Restgemüse der Pflaumenvorspeise. Mmmmmh!


Und heute? Da sind wir zum Bauern nur ein paar Kilometer von unserem neuen Zuhause und haben uns grüne Spargeln geholt, frisch vom Feld. 


Leider kennt man die weissen Spargeln hier in Nordontario praktisch nicht. Aber die Grünen sind auch supergut!


Nein, wir vermissen das Camp-Leben überhaupt nicht!


13 September 2015

Uffff....

Ich bin ziemlich geschafft. Aber gut geschafft... 

Zwei intensive Wochen(enden) liegen hinter uns. Am Labour Day Weekend, dem letzten langen Wochenende des Sommers, war ein grosser Teil unserer Familie hier vereint. Drei Generationen plus Hund. Meine Schwester, beide Nichten und der Neffe mit Familien (samt 6 Wochen altem Grossneffen und seinem zwei Jahre älteren Bruder) verbrachten Zeit miteinander hier im Camp. Wenn man bedenkt, dass alle innerhalb Ontario aus drei verschiedenen Richtungen jeweils über 400 km angereist sind... sowas geht nur in Canada. 


Das ist Jax, ein wunderschöner, sehr aktiver 18 Monate alter Deutscher Schäferhund. Geboren wurde er in Nordafrika und lebt jetzt für eine Zeitlang in Ottawa. (Wir werden ihn am nächsten Wochenende "hundesitten", damit wir nicht aus der Uebung kommen...)


Am Samstagabend gab es ein libanesisches Dinner, ein völlig neues Esserlebnis für uns. Natürlich durfte auch ein Pizzaessen nicht fehlen, der Ofen hatte Hochbetrieb. Viel zu selten sind wir mit der Familie beisammen; dafür geniessen wir es umso mehr, wenn es klappt.

Dieses Wochenende nun hatten wir nochmals Hochbetrieb. Wir feierten mit einer Bluegrass-Band - zwei Tage lang. Das Wetter spielte zum Glück auch mit, obwohl es am Abend draussen ziemlich kühl wurde. Aber wozu hat man denn einen Pizzaofen? Die Gäste reisten mit Campern und Trailern an und das kleine Cottage sowie das Gästehaus waren auch besetzt. 


Marcel war in seinem Element und bekochte seine Gäste. Das ganze Restaurant haben wir umgeräumt, damit für Gäste, Band und Buffet der ideale Platz gefunden wurde. Nun haben wir ein paar kleine Nachwehen und tolle Erinnerungen...  

Gerade vorhin ist dieses Vehikel vorbeigefahren:


Es ist der ehemalige Anbau von einem unserer saisonalen Trailer. Mit dem Ende der Sommer(schul)ferien und dem nahen Beginn der Jagdsaison kommt auch der Moment, wo sich die saisonalen Camper entschliessen müssen, ob sie im nächsten Sommer weiterhin hier campen oder andere Pläne verfolgen möchten. Gesundheitliche Gründe, berufliche Gründe, familiäre Gründe oder die Verwirklichung von Reiseplänen - immer wieder verlassen uns am Ende der Saison einige Camper. Die Nachfolger stehen schon in den Startlöchern und schauen sich die frei werdenden Plätze an. Es läuft weiterhin rund bei uns...



11 Mai 2015

Die Glocke, die verbindet


Hinter der Glocke steckt eine schöne Geschichte. Den Anfang genommen hat sie 2010, als wir zum ersten Mal unsere Freunde in der zum Hotel umgebauten Mühle in Südontario besuchten. Häuser mit Geschichten haben uns schon immer fasziniert und interessiert. Wir sind offensichtlich nicht die Einzigen, die an alten Dingen Freude haben, denn im Eingangsbereich des Hotel und Restaurants hat Gord ein kleines Museum eingerichtet mit Antiquitäten und Kuriositäten, die er im Laufe seines Lebens gesammelt hat.

In diesem Bereich warten auch die Gäste auf einen freien Tisch im Restaurant. Speziell während der monatlich stattfindenden Fischwoche muss man locker mal eine Viertelstunde auf einen Tisch warten. 
Seit unserem ersten Besuch sind schon einige Gegenstände dazugekommen. Die Begeisterung für alte Dinge steckt an und schon oft hat ihm ein Stammgast die eine oder andere Rarität gebracht, damit sie hier gebührend bewundert und beschwatzt werden kann.

Leider - und das ist sehr traurig - verschwinden manchmal auch (vor allem wertvolle) kleine Gegenstände. Gord merkt es oft erst viel später, denn in der Menge der Dinge fällt das nicht immer sofort auf. Trotzdem hat er beschlossen, die Sachen weiterhin seinen Gästen zugänglich zu machen.
Bei jedem Besuch nun müssen wir nachschauen, was sich Neues in seinem Sammelsurium finden lässt.

Wie verwundert waren wir also bei unserer ersten Entdeckungsreise, als wir gleich zwei solcher Glocken fanden:


Gord konnte meine Begeisterung gar nicht verstehen. "Woher hast du die?" und "Weisst du, wo Saignelégier liegt?" "Was steckt da wohl für eine Geschichte dahinter?" Fragen über Fragen. Ich stellte mir natürlich eine romantische Einwanderergeschichte von Jurassiern im vorletzten Jahrhundert vor. Schlussendlich waren die Antworten dann gar nicht so spektakulär. Gord hatte die Glocken von seinem Vater, der eine riesige Antiquitätensammlung besessen hatte. Sein spezieller Bezug zu den Glocken war eigentlich nur, dass die Jahrzahl darauf auch das Baujahr der Mühle ist:


Natürlich haben wir ihm von Saignelégier in der Schweiz erzählt und von unseren vielen Campingausflügen dahin in unserem "früheren" Leben. Er fand das sehr speziell und interessant. Und so überraschte er uns eines Tages damit, dass er uns die eine der beiden Glocken als Zeichen der Freundschaft überreichte. Das hat uns sehr gefreut! Seither steht die Glocke an einem speziellen Ort in unserem Restaurant, zusammen mit einer anderen, die wir aus der Schweiz mitbrachten.

Als i-Tüpfelchen gibt es noch eine kleine Fortsetzung der Geschichte: Bei unserem letzten Besuch in der Mühle begleiteten uns Pat und Barry, die seit Jahren unseren Campingplatz besuchen. Und als wir am Schluss unseres Ausfluges bei ihnen in der Küche sassen, verschwand Barry plötzlich im Keller und kam zurück... mit einer Glocke! Der genau gleichen Glocke, wie sie Gord und wir besassen. Auch Barry ist irgendwoher zu einer solchen Glocke gekommen. Es muss also tatsächlich Tausende davon in Nordamerika geben. Für uns jedoch hat sie eine ganz spezielle Bedeutung, die der Freundschaft.


07 Mai 2015

Die Nummer 6 zum Dritten

Im Campingplatz haben wir ungefähr 60 Plätze. Davon sind in den vergangenen Jahren zwischen 30 und 45 von saisonalen Campern besetzt gewesen. Mal waren es weniger und in den letzten Jahren eher mehr. Neun Plätze sind von langjährigen Mietern besetzt, die wir mit dem Campingplatz "übernommen" haben. Ein paar wenige sind schon über dreissig Jahre hier. Jede Saison gibt es natürlich ein paar Wechsel bei den Saisonalen. Das gehört zu einem Campingplatz dazu.

Auf Platz Nummer 6 ziehen dieses Jahr die dritten Mieter ein. Wir haben viele Erinnerungen an die Menschen auf diesem Platz.

Bei unserer Ankunft campierten dort zwei ältere Männer in einem uralten Trailer mit Vorbau. Sie waren verschwägert, denn sie haben hier in Canada Schwestern geheiratet. Beide stammten ursprünglich aus Holland und sind kurz nach dem zweiten Weltkrieg nach Canada gekommen. Beide hatten am gleichen Tag Geburtstag, waren altersmässig jedoch einige Jahre auseinander. Den ganzen Sommer über lebten sie hier im Trailer und fuhren während der fünfmonatigen Campingsaison vielleicht vier Mal die sechs Stunden nach Südontario, um ihre Familien (und Ehefrauen) für ein paar Tage zu besuchen. Der ältere der Beiden starb jedoch in unserem vierten Jahr im April an Krebs. Der jüngere hielt die Tradition hoch und kam dann alleine. Er war gut aufgehoben bei den anderen Campern im Park. Er besuchte uns jeden Tag im Restaurant in der Lodge, trank ein Bier und rauchte dabei wie ein Schlot. Dabei erzählte er viel aus seinem Leben, vom zweiten Weltkrieg, den er hautnah miterlebte. Später, als Canadier, ging er zur Armee und war in Berlin, als die Mauer gebaut wurde. Er sprach über seine Anfangszeiten hier in Canada, über seine Arbeit und über seine fünf Söhne, auf die er so stolz war. Er erzählte nicht nur aus seinem Leben, er berichtete uns auch immer brühwarm, was im Park so passierte. Er gab uns viele gute Ratschläge und brachte uns die canadische Mentalität näher.


Und dann erkrankte auch er an Krebs. Er starb im April 2007, am genau gleichen Datum wie sein Schwager vier Jahre zuvor. In jenem Sommer blieb der Platz Nummer 6 verwaist.

Im Sommer darauf bezogen Brigitte und Georg den Platz Nummer 6. In diesem Blog habe ich schon viel von ihnen berichtet. Es war eine gute Zeit. Im letzten Sommer haben Brigitte und Georg den Park verlassen. Wir beschlossen, den Platz Nummer 6 erstmals nicht zu vermieten. Dort ist nämlich der beste Zugang zum Fluss und zum Flussdelta, falls wir da Arbeiten verrichten müssen. Auch wollten wir den Platz nicht einfach irgend jemandem geben, sondern auf die geeigneten Camper warten. 

Und viel schneller als erwartet haben wir den Platz Nummer 6 doch wieder vergeben. Freunde von uns (die fast einzigen "echten" Canadier in unserem Freundeskreis, leben sie doch seit Generationen hier in der Stadt und haben an jeder Ecke irgendwelche Verwandte) riefen uns an und fragten überraschenderweise nach einem Saisonplatz. Schon länger haben wir sie nicht mehr gesehen und nun erfahren, dass sie es etwas gemütlicher nehmen müssen wollen. Was lag da näher, als ihnen den Platz Nummer 6 anzubieten. Bald werden sie ihren Wohnwagen hierher bringen und bald werden wir abends wieder an einem Campfeuer am Fluss auf dem Platz Nummer 6 sitzen.



04 Mai 2015

Liebe Mary

Da liegst du nun in deinem Spitalbett und hast offensichtlich Schmerzen. Das Pflegepersonal kümmert sich sehr lieb um dich, aber niemand kann dir wirklich helfen. Du hast dich sehr über meinen Besuch gefreut, das habe ich gemerkt und ich habe deine Hände gehalten. Plaudern, wie wir das sonst tun, konnten wir heute nicht. Aber ich erzählte dir von den Loons, die vor ein paar Tagen angekommen sind, vom Reh, das vor meinem Fenster an der Zeder geknabbert hat, von den Gänsen, die schon wieder Mist machen und von den Hummingsbirds (Kolibri), die wohl in den nächsten Tagen eintreffen werden. Dein Gesicht hat gestrahlt und ich wusste, in Gedanken bist du gerade an deinem geliebten See...

Mary in ihrer Gartenkluft draussen bei ihren geliebten Blumen

Nie werde ich vergessen, als du ein paar Tage nach unserem Einzug vom Campingplatz herkommend der Lodge zustrebtest mit einer Schachtel in der Hand. Du überreichtest uns deinen Willkommensgruss - frisch gebackene Muffins - verpackt in einer Schachtel aus einem Dessous-Laden aus der Stadt und hast uns als neue Nachbarn willkommen geheissen. Irgendwie machte ich mir bis dahin noch gar keine Gedanken über die Nachbarn und wusste auch gar nicht, dass wir welche haben. Das hat sich aber schnell geändert. Du bist mir ein Anker in meinem Leben hier draussen geworden. Viele Abende, vor allem im Herbst und Frühling, bis tief in die Nacht habe ich bei dir in deinem selbstgebauten Cottage verbracht, um dann mitten in der Nacht durch den pitschdunklen und menschenleeren Campingplatz nach Hause zu radeln. Das Herz rutschte mir manchmal fast in die Hosen, wenn mir auf dem Weg ein Tier begegnet ist oder ich ein ungewohntes Geräusch gehört habe. Oft habe ich auch den Truck genommen, um zu dir zu kommen, obwohl der Weg etwa zehn Mal so weit war...

Vieles aus deinem Leben hast du mir erzählt: Geboren 1919 in Alberta als älteste Tochter einer ukrainischen Farmers-Familie, wie du mit 15 Jahren geheiratet hast (oder wohl eher verheiratet wurdest) und mit 25 bereits Witwe warst. Deine drei Kinder wurden zu deinem Lebensinhalt. Als deine zahlreichen Verwandten in Alberta dir viel zu viele Ratschläge gaben, bist du kurzerhand mit den drei Kindern nach Ontario umgezogen. Deine Cousine, die dich hier eigentlich erwarten sollte, war jedoch schon nicht mehr da, denn ihr Mann, ein Berufssoldat, wurde unerwartet versetzt. Allein mit drei Kindern und ohne Beruf hast du dein Leben in die Hand genommen, eine Ausbildung zur Dentalhygienikerin gemacht (und geholfen, diesen Beruf in Ontario aufzubauen). Du hast bewiesen, dass du dein Leben sehr gut alleine meistern kannst. 1962 hast du zusammen mit deinem Sohn ein Stück Land westlich des Camps gekauft. Ihr habt das Land vom Busch befreit und ein kleines Cottage darauf gebaut, um die Wochenende darin zu verbringen. Immer wieder hast du einen Raum angebaut, ein Schlafzimmerchen, ein Badezimmer, ein Nähzimmer (etwa so gross wie ein Schrank), den Talonroom (eine Art Wintergarten). Du hast mit eigener Hand ein Cheminée eingebaut, mit Steinen aus der Umgebung. 1984, nach deiner Pensionierung, bist du ganz hier raus gezogen. Du hast den See so geliebt, liebst ihn immer noch. Später haben deine Tochter und deine beiden Söhne Cottages hier gebaut. Du warst glücklich am See, inmitten deiner Blumen und Tiere. Du hattest immer den schönsten Garten mit den meisten Blumen und Vögel ohne Ende (denn du hast sie immer gefüttert). Einmal im Jahr im September hattet ihr ein Familientreffen hier am See und oft kamen sogar die Verwandten aus Alberta angereist.

Vor drei Jahren jedoch musstest du dein so heiss geliebtes Cottage verlassen. Deine Gesundheit machte einfach nicht mehr mit. Du warst 92 1/2, als du ins Pflegeheim in die Stadt umgezogen bist. Deine Kinder bestanden darauf. Ich war erschrocken, als ich dich zum ersten Mal dort besuchte. Das lieblos eingerichtete Zimmer, nüchtern und kalt. Aber das blieb nicht lange so. Nach und nach fanden sich Gegenstände und Fotos aus deinem Zuhause bei dir ein und bald sah es gemütlich aus und ein wenig wie am See. Als im August 2013 dein Sohn A. tödlich verunglückte (er starb am gleichen Wochende wie mein Vater) brach es dir beinahe das Herz. Ich besuchte dich so oft wie möglich und wir machten sogar ein paar kleine Ausflüge zusammen. Die Nachmittage bei dir endeten oft in Geschichten-von-früher-erzählen, genau so, wie wir es immer in deinem Cottage gemacht haben. 

Und nun bist du im Pflegeheim gefallen und hast dir die Hüfte gebrochen. Du hast die Operation unerwartet gut überstanden. Aber nun lässt die Kraft nach. Es wird wohl nicht mehr lange dauern und du bist mit deinem geliebten Sohn A. wieder vereint. Als ich dich heute verlassen habe, hast du mich mit den Worten verabschiedet, die du mir immer sagtest: "Love you, come when you can!" Ich werde wieder kommen und dich hoffentlich antreffen. Und sonst, lass es dir gut gehen, liebe Mary, und danke für alles...