Ungeduldig haben wir darauf gewartet. Und gestern riefen die Nachbarn beim Vorbeifahren: "Es ist offen, die Erdbeeren sind bereit!" Sehr gut. Ich war gerade im Garten am Wässern und Marcel hat unsere Maschinen anders geparkt, damit wir es einfacher haben mit Parkieren. Das musste man mir nicht zwei Mal sagen. Einen Anruf bei meiner Schwester und auch sie fand, es sei ein guter Moment dafür.
Wir fuhren also die ca. 15 km in unser kleines Dorf (wir gehören ja nicht zu dem Dorf, das auf unserer Postadresse steht, sondern zur Nachbargemeinde, die im Dorfzentrum ausser einem Postbüro (nein, eben nicht unseres), einem Museum und dem Friedhof sonst gar nichts hat), bogen dort in eine Naturstrasse, folgten dieser ein Stück und waren da:
beim Eingang zu den Erdbeerfeldern
mit diesem lustigen Gefährt, einem aufgeschnittenen und auf der Ladefläche mit Sitzbänken versehenen Schulbus
wurden wir raus auf die Felder gefahren. Jeder Pflückerin wurde eine Reihe zugewiesen. Beim Fähnli durfte man beginnen und wenn man fertig war, steckte man das Fähnli einfach ans Ende der abgeernteten Büsche. Dann war es bereit für den nächsten Kunden. Eine ganz clevere und einfache Sache.
Wunderschöne und leckere Erdbeeren. Die eine oder andere landete nicht im Korb, denn man durfte sie schon auf dem Feld probieren. Das fand ich richtig toll und probierte ausgiebig.
Nach etwa einer halben Stunde hatten wir beide je zwei Körbli gepflückt. Am Ende wurde gewogen, bezahlt und wir machten uns wieder auf den Heimweg.
Unseren Fingern sah man an, was wir gemacht haben...
Das Wetter war wirklich wieder toll und weil meine Schwester ihr Kajak dabei hatte, machten wir noch eine kleine Runde auf dem See, sie mit dem Kajak und ich mit unserem Kanu.
Natürlich war sie viel schneller und ich muss schon noch ein wenig üben alleine mit dem Kanu, aber es war sehr entspannend und ich entdeckte eine neue Bucht, die mir sehr gut gefällt.
Und hier sind wir schon wieder auf dem Rückweg. Zwischen diesem tollen Platz unserer über-über-übernächsten Nachbarn und dem Haus ganz am linken Bildrand liegt unser Haus, schön versteckt in den Bäumen...
Uebrigens muss ich am Montag wieder dringend auf die Erdbeerfelder, denn die gestrige Ernte ist bereits verschnabuliert, verbacken, verkocht...









