Posts mit dem Label Töff werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Töff werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

06 Juni 2016

Samstagsvergnügen

Unsere neue Wohnregion ist äusserst vielseitig. Da sind hübsche Dörfer, mehrere Seen, Flüsse - sogar ein bekannter grosser See, (der anderthalb Mal so gross ist wie der Bodensee) - und viel Wald und Feld. Da ist es nicht zu verwundern, dass es auch viele Farmen gibt. Wie ich schon berichtet habe, gibt es nur 10 km von uns eine Farm, die zur Zeit Spargeln vom Feld anbietet. Und nicht nur das, auch Gemüse, Kartoffeln, Maiskolben - vieles, was das Herz hüpfen lässt.

Im 15 km entfernten Dorf findet vom Victoria-Weekend im Mai bis zum Thanksgiving-Weekend im Oktober an jedem Samstag ein Farmers' Market statt. Und den haben wir am letzten Samstag besucht.

Zuerst wunderten wir uns über die vielen tollen Töffs, die mitten im Dorf in Reih und Glied zu bewundern waren. Den Anlass dafür haben wir (noch) nicht herausgefunden:


Auch dieser Spyder war dabei, der besonders bei den Babyboomern beliebt ist:


Die Abfahrt der Truppe haben wir allerdings verpasst, denn wir wollten weiter zum Wochenmarkt:

das Sommerprogramm


Klein, aber fein...


Auch Mennoniten bieten ihre Sachen an:

Seit ungefähr 15 Jahren siedeln immer mehr Mennoniten in der Gegend an (weil an ihren bisherigen Wohnorten kein Platz mehr für die vielen Familien übrig ist). Sie kaufen verlassene Farmen auf und beleben sie wieder. Inzwischen haben sie sich auch einen Namen gemacht für Dachdeckerarbeiten, handgefertigte Möbel und im Häuserbau. Nicht ganz billig, dafür solides Handwerk wird da geboten. Eine richtige Bereicherung für die Region. Und tatsächlich kann man auf dem Land schon mal auf eine schwarze Kutsche mit einem Pferd davor treffen.


Das Markt-Maskottchen, beliebt bei Jung und Alt:


Da es noch früh im Jahr ist, waren die Stände noch gut überschaubar. Zu unserem Erstaunen entdeckten wir, dass es auch Anbieter gab, die an der Strasse wohnen, auf der wir ins Dorf fahren. Diese Strasse ist ungefähr 20 km lang und da wohnen natürlich viele Leute. Nun ist es klar: Wir brauchen keinen eigenen Gemüsegarten, denn wir haben so viele Möglichkeiten an frisches Saisongemüse zu kommen, dass wir uns diese Arbeit sparen können. Zudem wäre es ein fortwährender Kampf mit Reh, Hase, Chipmunk und weiss-ich-nicht-was. Ich konzentriere mich lieber auf die Blumen im Garten, von denen ich schon wieder viele neue gefunden habe:




Ein alter Fliederstrauch, der einen Rückschnitt braucht, um kräftiger austreiben zu können:


Ein ganzes Meer von Maieriesli habe ich erst jetzt entdeckt:


Veieli, die gibt es wohl überall:


Die Pölsterlipflanzen, von denen ich alle Farben im Camp hatte. Hier versuchen allerdings ein paar junge Essigbäume, ihnen den Platz zu rauben. Das wird ihnen nicht gelingen!



Beim Rasenmähen "erroch" ich ein ganzes Feld von Pfefferminz, das freut mich sehr!


So nah am Wald darf der Farn nicht fehlen:


Es hat die letzten anderthalb Tage geregnet. Endlich, es wurde Zeit, denn bisher wurden wir damit nicht verwöhnt.