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28 März 2020

Rückblick - Camp Spätwinter 2007

Am 28. März 2007 - also vor genau 13 Jahren - habe ich mit dem Bloggen begonnen. Damals noch bei "Blueblog" von Bluewin. Die gratis Bluewin-Blogs wurden 2009 eingestellt und ich habe, bevor alles gelöscht wurde, Sicherheitskopien gemacht. Da am Ende jenes Winters unerwartet eine unvermeidbare und unglaubliche Renovation des Log Cottages anstand, möchte ich dies hier nochmals veröffentlichen. Übrigens habe ich festgestellt, dass damals Ende März der meiste Schnee auf den Wiesen bereits geschmolzen war. Aus diesem Grund war das Restaurant schon längst geschlossen und wir konnten uns den grossen Renovationen zuwenden, die meistens nur in der Zwischensaison erledigt werden konnten.

Meine ersten Blogeinträge vom 28. März bis 1. April 2007:


2007-03-28


Alles neu macht der.... März

Von ar @ 15:55
Es ist soweit: Mein eigener Weblog ist eröffnet. Nun muss ich mich nur noch mit der Technik vertraut machen, meine Beiträge schreiben und Jedermann ist auf dem Laufenden. Sofern sie auf dem Laufenden sein wollen. Ist doch praktisch. Ich habe nämlich langsam die Uebersicht verloren, wem ich was schon berichtet habe. Nun schreib ich es einmal - et voilà!

Heute ist der 28. März 2007. Schon bald sieben Jahre leben wir abgelegen im Busch. Normalerweise beenden wir um diese Jahreszeit die Wintersaison. Aber dieses Jahr war alles anders. Nachdem wir sehr spät und für canadische Verhältnisse sehr wenig Schnee erhalten haben, hat sich der Winter nach ein paar Wochen schon wieder verabschiedet. Zwar fallen nachts die Temperaturen immer noch unter Null, aber tagsüber kann es schon mal 12 Grad warm werden. Das erste Gewitter hatten wir auch schon, mit Stromausfall - wie üblich. Zudem regnete es wie aus Kübeln und so hat sich der schmelzende Schnee und unser Sand in ein Schlammfeld verwandelt und ohne Gummistiefel ist man draussen verloren. Nach ein paar trüben Tagen mit Regen und Schnee scheint heute die Sonne und ich staune immer wieder, wie sich dadurch die Landschaft freundlich verwandelt. Der See ist immer noch mit einer dicken Eisschicht bedeckt, aber unser Fluss erkämpft sich mehr und mehr sein Territorium zurück. Der Wasserspiegel ist schon sehr hoch und wir werden dieses Jahr sicher wieder einen überschwemmten Strand haben und wenn sie den Damm am anderen Ende des Sees nicht rasch öffnen, könnte die Spielwiese auch wieder unter Wasser stehen. Wäre nicht das erste Mal, dass ich mit dem Boot auf der Wiese unterwegs wäre...

Marcel ist mit Rex (unserem Schäfer-Husky-Mischling) im Log Cottage. Nach einem Wasserleitungsbruch haben wir beschlossen, jetzt doch endlich die Küche zu erneuern und weil's grad im Gleichen geht, ersetzt er auch die Bodenbretter, den Teppich, die Stromleitungen, die Abwasserleitungen - und leider entdeckt er jeden Tag etwas Neues, das auch noch ersetzt werden muss. Na ja, ist doch keine Ueberraschung bei einem über 100 Jahre alten Blockhaus... So gesehen sind wir froh, dass die Wintersaison so früh zu Ende ging.

Ich beschäftige mich mit dem Bürokram, habe das Restaurant in ein Gewächshaus verwandelt und habe - man staune - das Kochen übernommen. Das ist ja bekanntlich sonst nicht meine Domäne, ich bin eigentlich für's Servieren zuständig. Aber das Restaurant ist bis am 18. Mai geschlossen - juhui.

Inzwischen steht Rex vor der Tür, kratzt mit der Pfote daran (er kann leider die Klingel nicht bedienen). Er kann sich sehr gut verständlich machen. Momentan will er, dass ich mit ihm spielen komme. Es ist so schön draussen, da will ich ihn nicht warten lassen....

2007-03-30


Die Tücken der Technik

Von ar @ 22:35
Nun habe ich doch einige Zeit gebraucht, um dieses Bild in einem vernünftigen Format hochzuladen. Es zeigt das Camp aus der Luft:

 Und weil's so gut geklappt hat, gleich noch ein Bild: 



Im Hintergrund die vielen Strassen ist der Campground. Im Vordergrund das grosse Dach ist die Lodge resp. das Restaurant (mit unserer Wohnung). Das kleinere Dach unten rechts ist Marcel's Workshop, das rote Ding dazwischen ist der Container, mit dem wir unsere Habseligkeiten gezügelt haben. Links unten sieht man das Dock für die Boote und auf der Wiese zwischen dem Dock und der Lodge sind die beiden Cottages, eines ganz nah am See mit privatem Strand. Der grosse Sandstrand befindet sich auf der Campgroundseite, ist auf dem Bild jedoch vom Flugzeug verdeckt.
Uebrigens, die Luftaufnahmen hat ein Gast von uns gemacht. Ich habe es immer noch nicht geschafft, das Camp aus der Luft zu sehen.

Wir haben heute wieder Einiges erreicht. Am Morgen war es bedeckt und schneite sogar ein wenig. Marcel hat am Log Cottage gearbeitet, wollte mit seinem Bagger einen Graben machen für die neue Abwasserleitung, aber der Boden ist immer noch zu stark gefroren. So hat er sich ins Innere verzogen und dort an den Stromleitungen weitergemacht.


Ich habe mich endlich der Buchhaltung gewidmet, mit dem Computer geht das ja einfach. Am Nachmittag ist die Sonne herausgekommen. Rex hat sich in den Sand gelegt...


...und ich habe meine beiden Blumenbeete vor der Lodge für den Frühling bereit gemacht. Die ersten Tulpen- und Osterglockenspitzen gucken schon heraus, wenn man ganz genau hinschaut... Der Frühling ist nicht mehr weit!

2007-04-01


Canada-Gänse

Von ar @ 17:13

Die ersten Canada-Gänse sind angekommen. Wir haben in den ersten Jahren den Fehler gemacht und sie bei der ersten Ankunft nicht gleich weggejagt. So haben sie ausgerechnet unseren Strand für ihr Sommerdomizil auserwählt und sich jedes Jahr fleissig vermehrt. Die Jungen kehren immer an den Platz zurück, an dem sie geboren sind.
Hier der Clan vom letzten Sommer:

Eigentlich eine schöne Sache, wenn sie nicht kiloweise kleine grüne Hinterlassenschaften abladen würden, die jedem Hund Ehre machen. Jeden Morgen müssen wir im Sommer darum den Strand und die Wiesen putzen. Wenn wir das nicht machen, laufen wir Gefahr, Colibakterien im Wasser zu haben, was ziemlich gefährlich werden kann, speziell für unsere Nachbarn, die ihr Trinkwasser aus dem See beziehen.
Rex können wir zur Gänsejagd nicht brauchen. Er findet es langweilig, vor allem, weil er sie nicht erwischt und sie sofort wieder zurückkommen, sobald er weg ist. So ignoriert er sie einfach und lebt sehr gut damit. Ihn stören die kleinen grünen Würstli auf der Wiese absolut nicht.
Nun ist es gar nicht so einfach, die Gänse zu vertreiben (oder gar zu erschiessen), denn sie sind geschützt. Wir brauchen eine spezielle Bewilligung und müssen erst mal beweisen, dass sie eine gesundheitliche Gefahr bedeuten. Letztes Jahr haben wir erst gegen Ende des Sommers die Bewilligung erhalten, die nun jedes Jahr erneuert werden muss. Vor ein paar Tagen habe ich deshalb das zuständige Amt angerufen und dieses Jahr können wir mit der Gänsevertreibung beginnen, bevor die Nester gebaut und die Eier gelegt sind.


Und hier noch etwas:


Was Canadier am 1. April so machen:

03 Juni 2015

Markttag

Heute mussten wir mit dem Truck in die Garage in die Stadt und hatten Glück, denn seit letztem Jahr findet auch am Mittwoch der Farmers Market statt. 


Bisher war der nur am Samstag und da können wir natürlich nie weg vom Camp. So schlenderten wir mit Max durch die Stände und wunderten uns, weshalb denn alle Parkplätze besetzt sind und vor allem, warum nur sind so viele Schulbusse überall aufgereiht?


Da schaltete es uns. Es ist "Armed Forces Day". North Bay ist nicht nur Universitätsstadt, sie ist auch Militärstadt. Jedes Jahr im Juni wird das mit einer Feier und einer Flugshow celebriert. Deshalb all die Schulklassen in der Stadt und all die Zuschauer, die an der Uferfront auf die Snowbirds warten:


Die Region zwischen der Haupteinkaufsstrasse und dem See war früher ein Güterbahnhof. Seitdem der stillgelegt worden ist, entwickelt sich langsam aber sicher eine schöne Uferlandschaft mit Parks, Gärten, einer Mini-Eisenbahn, zwei Karussells (wunderschöne Holzpferde, gestaltet von Künstlern aus der Region), einem Labyrinth, dem Ortsmuseum und Vielem mehr.

der See liegt hinter uns

Für den Bau dieser Anlagen ist die Stadt auf Spenden angewiesen und es wird noch eine Weile dauern, bis alle Pläne fertiggestellt sind. Aber Rom wurde ja auch nicht in einem Jahr erbaut.

Und plötzlich erinnern wir uns: Vor genau einem Jahr waren wir auch an diesem Mittwoch in der Stadt. Es war auch Flugshow und die erschreckte Rex auf dem Weg zum Tierarzt ganz gewaltig. Es waren seine letzten Stunden, denn genau vor einem Jahr mussten wir ihn gehen lassen.


24 November 2014

Marroni oder der Gourmet-Dog

Am Sonntag konnten wir endlich eine Portion Marroni im Pizzaofen rösten. Marroni gehören irgendwie in diese Jahreszeit und wir haben in den Läden schon seit ein paar Wochen nach der Spezialität Ausschau gehalten. Das ist hier in Nordontario gar nicht so einfach, denn Marroni kennen nicht alle Leute und sie sind auch vom Preis her eher ein Luxusprodukt. Trotzdem muss es mindestens einmal im Jahr sein. Und endlich fanden wir in einem grösseren Lebensmittelladen dicke und vor allem frische Marroni. (Natürlich lohnt es sich nicht, wegen 21 Marroni den Pizzaofen zwei Stunden einzuheizen und so haben wir gleich noch einen Rinderbraten darin geschmort):


Beim Essen haben wir festgestellt, dass Max-der-Spaniel Marroni auch ganz gut findet. Verwöhnt wie er ist, hat er seinen Teil davon abbekommen. Und das erinnerte uns an folgende Geschichte:

Vor sieben Jahren haben wir entdeckt, dass Rex ein richtiger Feinschmecker war. Er begleitete mich immer zu den Cottages, wenn ich sie zwischen zwei Gästegruppen reinigen musste. Dabei untersuchte er ganz genau die Umgebung, denn ab und zu schmeissen die Leute ihre überzähligen Lebensmittel einfach in die Natur. Meistens bleiben die Sachen nicht lange liegen, denn Fuchs und Co. kommen auf ihrer Futtersuche regelmässig vorbei. Nach einem solchen Ausflug bemerkten wir, dass Rex etwas in seiner Schnauze nach Hause trug und es auf keinen Fall hergeben wollte. Wenn er eine Trophäe ergatterte, war es sehr schwierig, sie ihm abzujagen. (Einmal hatte er einen Biberpelzhut gefunden und wir hatten die liebe Mühe, ihm den Hut wegzunehmen, bevor er ihn zerhudelte und zerfetzte. Immerhin stand Biber auf seiner Beuteliste und er fand es absolut nicht nötig, den Hut seinem Besitzer zurückzugeben.) Es war also von Vorteil, Rex's komisches Verhalten vorerst zu ignorieren. Wir mussten einfach aufpassen, dass er das "Ding" nicht fressen konnte, bevor wir sahen, was es war. Wie erstaunt waren wir dann, als er daheim schnurstracks auf seinen Platz lief und seine Beute sorgfältig hinlegte und gut bewachte:


Wir waren sehr gespannt, was nun kommen würde - und tatsächlich, er nahm sie vorsichtig in die Schnauze und biss leicht darauf:


Nach ein paar genüsslichen Minuten sah es so aus:


Wir waren baff. Rex wusste genau, was er da tat. Von da an lief er jeden Morgen zum Log Cottage, um sich eine oder zwei Marroni aus dem Schnee zu buddeln, sie heimzutragen und dort genüsslich zu verspeisen. Sie waren gekocht, das haben wir noch festgestellt. Vermutlich hatte eine Gästegruppe die Chestnuts gekauft, sie im Wasser gekocht und für nicht essbar befunden. Dann haben sie sie in den Schnee vor dem Cottage geschmissen und Rex mit seiner sensiblen Nase hat sie aufgespürt und sich Stück für Stück einverleibt, bis alle alle gefressen waren. Er war eben ein echter Gourmet!

15 Juni 2014

Alle Jahre wieder

Auch dieses Jahr konnte ich es nicht lassen und habe "Tannenschössling-Honig" produziert. Ich mag das Prozedere vom Sammeln der Schösslinge über das stundenlange Einkochen des Sirups, dem Abfüllen in Gläser und zum Schluss dem Aufkleben der Etiketten.




Obwohl der Winter sehr lang war und sich der Frühling erst spät bemerkbar machte, hat die Natur die Verspätung inzwischen aufgeholt. Jedenfalls blühen meine Blumen nicht später als sonst. Im letzten Herbst habe ich einige Sachen umgepflanzt und geschenkte Pflanzen gesetzt (ich finde Ableger aus fremden Gärten besonders spannend). Natürlich erinnere ich mich nicht mehr, was genau ich da gemacht habe. Umsomehr gefällt mir diese Blume, sie blüht nämlich zum ersten Mal in meinem Garten. Ich weiss nicht einmal mehr, woher sie kommt. An diesen "Wundertüten-Blumen" freue ich mich immer am meisten.




Und sonst?

Natürlich vermissen wir Rex enorm. Zum Glück hilft uns Mäxli (der Hund meiner Schwester) ein wenig über den Verlust hinweg. Er ist immer noch bei uns und bleibt es wohl auch. In der ersten Woche hat er immer wieder nach Rex gesucht und hatte auch ein paar kleine "Unfälle". Die ganze Sache hat ihn wohl auch etwas durcheinander gebracht. Wir müssen Max immer noch kennen lernen. Er ist als Spaniel so ganz anders als ein Husky-Schäfer-Mischling wie Rex.




Marcel arbeitet an einem neuen Projekt. Der 10jährige Holzunterstand muss neu gebaut werden, denn er war kurz vor dem Zusammenfallen. 


Dies ist natürlich ein altes Bild, im Schopf war kein Stück Holz mehr diesen Frühling...


Und wie bereits versprochen, gibt es noch ein Projekt. Die Maschine ist von den drei Gutachtern Marcel, Georg und Barry getestet und für gut befunden worden. Dazu fuhren sie 500 km Richtung Suedosten (ich nannte es "the boy's playday"). Kurzerhand wurde das Teil bestellt. Lieferung Ende August. Man darf gespannt sein!



06 Juni 2014

Loslassen

Wir wussten der Tag ist nicht mehr fern - trotzdem kam er überraschend. Am Mittwoch, 4. Juni, mussten wir Rex gehen lassen. Wir waren in der Stadt, haben zum ersten mal als Canadier gewählt, als er unerwartet Probleme bekam. Unsere spontane Reaktion: sofort zum Tierarzt. Zum Glück erreichten wir den Arzt gerade bevor er in seine Mittagspause gehen wollte. Seine Reaktion war toll. Er hat uns sofort geholfen und Rex untersucht. Nun wurde uns vieles klar. Es waren nicht nur seine Arthritis und sein hohes Alter von 14 Jahren und drei Monaten, es war auch ein Lebertumor, der ihm schon länger Beschwerden machte. 

Schweren Herzens machten wir die Entscheidung und liessen Rex gehen. Er war genau 13 Jahre bei uns, begleitete uns durch viele Höhen und Tiefen. Er war ein wunderbarer Hund und wir werden ihn nie vergessen. Danke, Rex.


27 April 2014

Frühling?... Yes!

Mit etwas Glück ist nun auch bei uns der Frühling eingekehrt. Es muss so sein, denn die ersten Krokusse gucken aus der Erde und in drei Wochen ist die Campingsaison bereits eröffnet! Zwar haben wir noch jede Nacht Unter-Null-Temperaturen, aber tagsüber wird es schnell warm - wenigstens, wenn die Sonne scheint. Auf kommende Woche sind jedoch sechs Tage Regen vorausgesagt, grrrr...

Der Schnee schmilzt nun auch unter den Bäumen und im Busch, das Eis auf dem See wird jeden Tag dünner. Heute hat sich endlich beim hinteren Fluss eine grosse Schneise im Eis aufgetan. Wir haben tatsächlich genug Winter gehabt und geniessen jeden warmen Sonnenstrahl (wie zum Beispiel heute Sonntag).



die Docks warten auf die Eisschmelze


Maple Sugar Festival in Powassan

Gestern besuchten wir das Maple Sugar Festival, das immer am letzten Samstag im April stattfindet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es war bedeckt, regnerisch und saukalt. Trotzdem haben sich viele Menschen eingefunden und Pancake Breakfast, Country Music, Lumberjack Wettbewerbe und die verschiedensten Verkaufsstände auf der Main Street genossen:




Es war unterhaltsam und eine schöne Abwechslung für uns. Bestimmt werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und hoffen auf wärmeres (sprich regen- und schneefreies) Wetter.




Marcel hat an einem Stand sogar ein neues Teil entdeckt, das er unbedingt unserem Wagenpark einverleiben will. Ich werde darüber berichten, wenn es soweit ist...

Ostern

Ist auch schon wieder eine Woche her, aber auch darüber gibt es etwas zu erzählen. Am Karfreitag durften wir wieder einmal Stallluft schnuppern. Seit beide "Schwesternfamilien" nicht mehr farmern, und zudem die einen auch gar nicht um die Ecke wohnen, besuchten wir ein Schweizerpaar, das etwa 80 km von uns auf einem wunderschönen Stück Land an einem Fluss eine Milchwirtschaft betreibt. Wir assen gemütlich zusammen Zmittag, machten anschliessend einen Spaziergang zum Fluss und sahen sogar einen Bären, der mitten im Fluss stand und vermutlich Fische fing. 


Der schwarze schräge Strich mitten im Wasser ist der Bär, ehrlich (und ich weiss jetzt auch genau, dass ich dringend eine bessere Camera mit einem guten Zoom brauche...).

Wir sind hoch über dem Fluss spaziert und haben einen wunderschönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank besucht:




Das Farmhaus steht erhöht in der Nähe des Flusses, so richtig idyllisch:



Und nun noch einen Blick in den Stall:



Am Ostersamstag eröffneten wir mit Ursula (Schwester) und Nathalie (Nichte) die Pizzahaus-Saison:


Der Ostertisch:


Der Innenausbau vom Pizzahaus ist bald fertig. Dann braucht nur noch der Ofen ein richtiges Kleid, sprich mehr Isolation und irgend-einen Ueberzug. Erstaunlich ist, dass am Ostersonntag - nach 18 Stunden - der Ofen immer noch 200 Grad heiss war. Marcel und ich starteten gleich nochmals eine Runde Pizza.

Max - oder "Maxwell der Spaniel"

Seit ein paar Wochen ist Mäxli immer wieder bei uns in den Ferien. Er ist ein lustiger, sehr aktiver und immer hungriger 13jähriger Spaniel - der Hund meiner Schwester. Er hat schon an vielen Orten gewohnt in seinem Leben. Zuerst viele Jahre in Chisholm, dann in Ottawa, Sault Saint Marie, Thunder Bay und jetzt in Powassan, immer bei jemandem aus der Familie. Da er nicht besonders gut auf Rufe hört, ist es schwierig, ihn (in einem Dorf) einfach laufen zu lassen. Bei seiner Energie braucht er jedoch genügend Freilauf. So bietet sich das noch geschlossene Camp richtig an. Und hier darf er jetzt (innerhalb der Campgrenzen) rennen und schwimmen, soviel und soweit er will.
Als Jagdhund hilft er uns momentan, die Gänse aus dem Camp zu vertreiben und auch die Eich- und Streifenhörnli ums Haus hat er gut in Kontrolle.
Wir werden sehen, wie das in drei Wochen geht, wenn bei uns wieder Leinenzwang im Campingplatz gilt. Ob er merkt, dass er dann nicht mehr einfach überall hinrennen kann? Wir lassen uns überraschen.


Rex und Max sind beste Kumpels, beide halt schon älter und deshalb abgeklärt. Sie teilen den Wasser-, aber nicht den Futternapf (sonst würde Rex verhungern, weil er nie schnell genug ist). Am Morgen begutachten sie jeweils zusammen die Umgebung. Ob vielleicht doch noch ein interessantes Tier daher kommt? 



Zum Schluss


Ein Bild vom Log Cottage, vor einer Woche:



11 April 2014

Die ersten Gänse sind da

Das bedeutet auch für uns, dass der Frühling vor der Tür steht. Und tatsächlich haben wir tagsüber seit einigen Tagen Temperaturen über Null Grad und der Schnee schmilzt nur so vor sich hin. Zwar ist das Eis auf dem See immer noch sehr dick - heute haben wir sogar noch ATVs darauf gesehen - und es wird bestimmt Mai werden, bis alles geschmolzen ist. 

Heute morgen habe ich versucht die Gänse zu fotografieren. Sie sind extrem scheu und nur auf der Durchreise weiter nach Norden. (Unsere Plaggeister vom See kommen erst später.)

Mit dem Zoom konnte ich ein paar einfangen:



Es war früh am Morgen und das offene Wasser war über Nacht wieder gefroren bis auf die Stellen, wo die Gänse rumschwammen. Später am Tag konnten wir uns über unglaubliche 10 Grad PLUS erfreuen und beschlossen sofort, unser zweites Picknick in diesem Jahr zu veranstalten:



Marcel arbeitet zur Zeit am Innenausbau vom Pizzahaus und ich habe Föhrennadeln zusammengerecht. Ich war ziemlich schnell fertig, denn es ist erst ein kleiner Teil unseres Gartens schneefrei. Dafür sah es nachher so aus (ich wusste gar nicht, dass man sich über ein Stück braunen Rasen so freuen kann, aber wir haben nun wirklich genug Schnee gesehen...):




Die Strasse vom Camp zum Highway ist momentan schwierig zu befahren. Eis, Fahrrinnen, Schlaglöcher, Schoggipudding - auch Schlamm genannt - wechseln sich ab und wir können höchstens 30 km/h fahren. So verlängert sich eine Fahrt in die Stadt dementsprechend. Auch sind wir nie sicher, ob wir nicht in einem dieser Schlaglöcher stecken bleiben oder irgend etwas am Auto kaputt geht, z.B. ein Achsbruch oder so? Würde mich gar nicht wundern, so wie das schüttelt und rattert... Wir wollen jetzt mal optimistisch bleiben und hoffen, dass sich die lausigen Strassenverhältnisse bald bessern.

Es ist sehr schön, wieder draussen herumgehen zu können, ohne gleich halb zu erfrieren und wir geniessen es ausgiebig. Heute morgen habe ich dabei unser fotogenes Alt-Cottage wieder mal abgelichtet:


Und Rex? Nimmt es sehr, sehr gemütlich und schläft meistens. Mit seinen 14 Jahren sind wir jeden Tag dankbar, wenn es ihm gut geht und er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, dem Schneeschlecken:


Wir haben diesen Sonnentag heute wirklich genossen, denn auf's Wochenende sind... 30 cm Schnee angesagt...yack



05 Januar 2014

Rex und seine Schuhe


ohne Worte...


24 November 2013

Mach mal Pause

Eigentlich wollte ich vor meinen Ferien in der alten Heimat noch einen weiteren Herbst-Eintrag machen, aber die Zeit hat nicht mehr dazu gereicht. Das werde ich nach der Rueckkehr nachholen. Dafuer habe ich mit den Vorbereitungen fuer den Winter noch begonnen: Hier entsteht der Windschutz beim Eingang:


Dann kam ein Sturm (mit 30stuendigem Stromausfall) und hat meine Baumwand ueber den Haufen geworfen. Inzwischen ist alles wieder aufgestellt und wartet auf genug Schnee, der die Toepfe fest auf dem Boden festfriert.


Das Wetter macht Kapriolen, es schneit, schmilzt, stuermt, friert, schneit wieder - Novemberwetter halt... Uebrigens habe ich inzwischen festgestellt: In der Schweiz ist es nicht besser!


21 September 2013

Sommer-Rückblick

Wie so oft im Sommer hatte ich einfach nicht genug Zeit für meinen Blog. Am Sonntag ist Herbstbeginn, also der richtige Moment für einen Sommer-Rückblick:

Ende Juli ist überraschend ein Riesenwohnmobil aufgetaucht und mit ihm kam Peter, der jodelnde Berliner. Er war mit seinem Wohnmobil ganz allein unterwegs und wollte es bis Ende August an die Ostküste schaffen. Es hat ihm in unserer Gegend so gut gefallen, dass er zwei Wochen geblieben ist. Bereits am ersten Tag ist er mit einem T-Shirt voller Pfifferlinge von einem Spaziergang zurückgekommen. Der See und die Flusslandschaft scheinen es ihm besonders angetan zu haben, denn er ist stundenlang mit dem Kanu draussen gewesen, hat die Gegend erkundet und den einen oder anderen Fisch gefangen. Wir haben ein paar vergnügte Stunden zusammen verbracht. Wer weiss, vielleicht sieht man sich ja mal in Europa...


Im August haben die Männer ein neues Projekt in Angriff genommen. Neben dem Pizzahaus entstand ein toller Unterstand für unsere Schweizer Gartenmöbel. Endlich konnten wir die Sachen aus der Versenkung holen und wieder in Gebrauch nehmen. Der Platz unter der grossen Pine ist sehr schön geworden und wir haben ihn natürlich entsprechend eingeweiht:



Rex ist natürlich auch immer mit von der Partie. Er hat diesen Sommer ein neues Hobby angefangen. Wo es ihm gefällt, gräbt er sich eine kühle Grube und ruht sich anschliessend darin aus:



Am 10. August hatten wir eine Hochzeit im Camp. Die Zeremonie fand beim Cedar Cottage am See statt und Marcel kochte für die (kleine) Hochzeitsgesellschaft. Das Restaurant war für die Gruppe ideal. Hier sind wir am Vorbereiten der Tische.
Es war eine interessante Erfahrung für uns und dass uns am Morgen die Wasserpumpe im Stich liess, hat glaub ich niemand bemerkt. Zu unserem grossen Glück ging der Besitzer von Kelly's Pump am Samstagmorgen ins Büro und hat unsere Message auf dem Telefonbeantworter gehört. Er ist sofort zu uns rausgefahren und hat mit Marcel zusammen das Problem innerhalb von zwei Stunden beheben können. Wir sind schon etwas unter Druck geraten, denn eine Hochzeitsgesellschaft im Haus und kein Wasser... das wäre gar nicht gegangen. Wir haben also wieder einmal Glück gehabt.


Mein Garten hat sich gut entwickelt und ich konnte viele Tomaten und Zucchetti ernten. Sogar ein Kürbis ist gewachsen, allerdings ist er ziemlich klein geraten. Unser Boden gibt halt nicht viel her, noch nicht, denn ich bin fleissig am Kompost machen. Ist ja gut, wenn man sich noch etwas steigern kann.


Am 31. August haben wir im Gedenken an einen unserer saisonalen Camper eine Linde gepflanzt und ein Fish-Fry mit Corn Roast veranstaltet. Georges ist im Juli gestorben, nur ein paar Wochen nach seiner Krebsdiagnose. Er war einer unserer begeisterten Fischer, der tagelang auf dem Boot verbrachte. Oft haben alle nach ihm Ausschau gehalten, wenn er beim Eindunkeln immer noch nicht zurück war.



Anfangs September machten Brigitte und ich eine Wanderung zum Magee Lake, ein wunderschöner See etwa ein-einhalb Stunden von hier. Wir waren vor allem auf der Suche nach essbaren Pilzen, haben jedoch gemerkt, dass das gar keine so einfache Sache ist, wenn man sich nicht auskennt. Pilze haben wir jedoch in vielen Farben und Formen gesehen, wie zum Beispiel diese hier:



Gleichzeitig haben wir die ersten Herbstboten entdeckt:


Am 11. September war wieder Geburtstagszeit und wir haben eine Dinnercruise mit der Chief Commanda auf dem Lake Nipissing gemacht. Wir wurden sogar mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt:

  

Gegen das Ende des Sommers, wenn es nicht mehr so heiss ist, buchen vermehrt Gäste die Cottages, um mit ihren ATVs (Quads) oder sonstigen "Spielzeugen" die 200 km markierten Trails auszuprobieren. Hier ein solches Monster:


Marcel nutzt jede freie Minute für die Wintervorbereitung, d.h. er macht Feuerholz. Dieses Holz hier ist jedoch für den Pizzaofen gedacht:


Auch mein Blumenboot hat sich dieses Jahr ganz gut gemacht, etwas wild zwar, dafür umso üppiger. Und die Zucchettipflanzen darin haben sich auch ganz gut bewährt:


Und zu guter Letzt noch dies: Letzte Woche habe ich Mary im Pflegeheim in der Stadt besucht. Mary ist unsere 94 Jahre alte Nachbarin, die seit dem April leider nicht mehr in ihrem Häuschen am See lebt, sondern eben in der Stadt. Wir sind zum Lunch gegangen und fuhren am Verkehrsbüro vorbei, wo auch ein kleines Museum und davor ein Totempfahl steht. Und da erzählt mir Mary, dass der Baum, woraus dieser Totempfahl gemacht ist, vom unserem Camp stamme. Sie sei dabei gewesen, als der Riesenbaum gefällt wurde. Leider sagt die Plakette nichts über die Herkunft des Holzes aus. Zum Glück hat mir Mary das erzählen können, so sehe ich die Statue nun mit ganz anderen Augen:




Nun verabschieden wir den Sommer 2013 und hoffen auf einen sonnigen und möglichst langen Herbst: