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06 April 2020

Rückblick - hinter den Kulissen - Spätwinter 2007 (2)

Die Renovation des Log Cottages im 2007 startete gar nicht so schlecht. Aber je weiter die Arbeit voranschritt, umso mehr Probleme stellten sich uns. Das Log Cottage wurde buchstäblich auf Sand gebaut. Das ist zwar noch um Einiges besser als Lehmboden, aber Wasser und Feuchtigkeit haben dem Fundament in den vergangenen hundert Jahren zugesetzt. So kam es, wie es kommen musste: An der Nordseite waren die unteren Logs total verfault und mussten ersetzt werden. Wie so etwas gemacht wird? Wir hatten keine Ahnung. Aber wir haben irgendwann in den Monaten vorher einen alten Finnländer kennen gelernt, der etliche Loghäuser in der Region gebaut hatte. Ihn fragten wir um Rat. Leider konnte er uns nicht helfen kommen, er hatte gerade eine Hüftoperation hinter sich. Aber er versprach, uns einen jungen Canadier zu vermitteln, der ihm schon zur Hand gegangen sei und den er mit genauen Anweisungen ausrüsten wollte. Und so geschah es auch.

Nie im Leben hätten wir gedacht, dass man mit zwei Wagenhebern, ein paar Winden und alten Autofedern ein ganzes Haus angeben konnte. Aber es klappte. Es war eine Riesenarbeit und nicht ganz ungefährlich. Ich fürchtete vor allem um die neuen Fensterscheiben, die wir im Jahr zuvor eingesetzt hatten. Aber die Beiden haben es geschafft, ohne dass eine einzige Scheibe zu Bruch ging. Es war eine tolle Erfahrung, eine solche Renovation bewerkstelligen zu können.

Im Blog damals konnte ich natürlich nicht über alle Details berichten. Wir hätten dadurch vielleicht ein paar Gäste verschreckt. Die müssen schliesslich nicht immer genau wissen, wie es zwischen und unter den Wänden aussieht...

Hier also der Blogeintrag vom 6. April 2007:

2007-04-06

Wir haben es geahnt...

Von ar @ 02:46
Wie immer beim Bauen und Renovieren taucht Unerwartetes auf. Und so war es auch diesmal. Die verrotteten Bodenbretter sind noch nicht ersetzt, da stellt sich heraus, dass die unterste Logreihe total verfault ist. Der letzte Besitzer hat vor ein paar Jahren eine neue Wasserleitung eingezogen und nachher an der Nordseite des Gebäudes zu hoch mit Sand angefüllt. Dadurch waren die Logs immer feucht und faulten langsam vor sich hin.

Wieder mal hatten wir Glück und konnten kurzfristig einen jungen Mann aus Redbridge anheuern, der schon bei der Reparatur eines Blockhauses geholfen hat und zudem über die nötigen Werkzeuge verfügte. Das war eine Motorsäge und zwei Winden mit zwei Autofedern. Eine ziemlich raffinierte Art, um das ganze Gebäude soweit anzuheben, dass die untersten Logs frei lagen.

Er besorgte auch die nötigen Baumstämme und schälte sie von Hand in einer Nachtaktion. So brauchten er und Marcel nur zwei Tage, um die ganzen Logs auszuwechseln.

Natürlich machte der April seinem Namen alle Ehre. Gestern regnete es in Strömen und heute schneite es. Wenigstens blieb der Schnee nicht liegen, denn die angekündigten 7 cm wären doch etwas zuviel gewesen. Der Boden ist sowieso noch gefroren und Marcel konnte nur mit Mühe die oberste Schicht Erde und Sand abtragen.

Es ist wieder sehr kalt und die nächsten Tage dürfte das Aprilenwetter anhalten. Ziemlich frostig, um solche Reparaturen vorzunehmen, aber was sein muss, muss sein. Das Cottage ist am letzten Wochenende im April vermietet und muss bis dahin wieder bewohnbar sein.
Fortsetzung folgt...

Für diese mühseligen Arbeiten entschädigten jeweils solche Ansichten:



15 Juni 2016

Sehr beschäftigt

Wir haben's richtig streng. Gestern besuchten wir diese Veranstaltung und haben gelernt, wie man einen Pizzaofen  von Grund auf baut:


Natürlich fanden wir dies ziemlich lustig, denn wir wissen ja ziemlich viel über Pizzaofen und vor allem über das Kochen und Backen darin. Trotzdem wäre es noch eine andere Herausforderung, einen Pizzaofen ganz aus Lehm, Sand, Stroh, Weidenästen und mit selbst hergestellten Formen zu bauen.

Da ein Lehmofen schon sehr aufwändig ist und vor allem auch nicht so lange hält, gäbe es ja noch das Zwischending von einem aus Backsteinen gemauerten Ofen. Das wäre dann etwas schwieriger als die vorfabrizierten Elemente, die wir bisher benutzt haben. Die Frage ist nur: Wieviel Zeit wollen wir dazu investieren? Wir werden sehen.

Heute nun haben wir diese Veranstaltung unterstützt: 


Der Lion's Club veranstaltet jedes Jahr einen Fish Fry, leckeren Fisch mit gebackenen Kartoffeln, Bohnen, Salat und Fruit Pie zum Dessert. Die Halle war rappelvoll und wir wurden von einem Bekannten belehrt, wie genau alles vor sich geht: Ticket kaufen und in der Schlange anstehen. So arbeitet man sich langsam zum Buffettisch vor, wo man einen Teller fasst, der von den Lion's Club-Mitgliedern vollgeladen wird. Anschliessend sucht man sich einen leeren Platz an einem der riesigen langen Tische, holt sich vorher aber noch ein Getränk am anderen Ende der Halle. Sobald jemand mit dem Essen fertig ist und geht, wird das Geschirr sofort abgeräumt und der Platz neu eingedeckt und für den nächsten Gast bereit gemacht. 

Als wir 20 Minuten nach Beginn der Veranstaltung kamen, standen auf unseren Tickets bereits die Nummern 168 und 169 und nach uns kamen noch jede Menge Leute. Keine Ahnung, wieviel Fisch da verkauft wurde, jedenfalls eine Menge. Ron, unser Bekannter, erklärte uns, dass es diesen Fish Fry schon seit 35 Jahren gäbe und dass die Fische früher sogar von den Mitgliedern eigenhändig im Lake Nipissing gefangen wurden. Heute sind da nicht mehr so viele Fische zum Fangen erlaubt und der Fisch muss gekauft werden. Es handelt sich dabei um Zander, Pickerel oder auch Walleye genannt.


Am Samstag findet übrigens das "Pig N' Pie Fest" statt. Es soll etwas mit Essen (natürlich), Musik und Schweinerennen zu tun haben. Tönt lustig und wir werden bestimmt da sein.


24 August 2015

Aktive(r) Biber

Leider sehe ich ihn (oder sie) nie. Sie sind mehrheitlich nachtaktiv, wenigstens wenn sie Unsinn anstellen. Beim Boote schöpfen habe ich sie entdeckt, die herumschwimmenden Aeste der "Tag Alder", die vom Biber so gerne als Baumaterial und Futter verwendet werden:


Solange sie unsere Bäume in Ruhe lassen und nur diese Büsche abbeissen, geht es ja noch. 




Wenn sie aber wieder beginnen den Bach zu stauen und dann der ganze Campingplatz zu überschwemmen droht, hört der Spass auf. Das haben wir im Sommer und Herbst 2007 erlebt, wie ich (heute! vor 8 Jahren) in meinem damaligen Blog beschrieben habe:

Der Biber und ich
Wer gewinnt, ist noch ungewiss, Tatsache ist jedenfalls, dass der Biber zwei Nächte brauchte, um das wieder aufzubauen, was ich am Montagnachmittag niederriss. Bestimmt hat er dabei gedacht, dass ich ein lausiger Architekt sei. Er hat die von mir entfernten Aeste fein säuberlich wieder ineinander verschichtet, hat fleissig Lehm und Blätter angehäuft und seinen See so wieder ansteigen lassen. Mir ist überhaupt nicht klar, wie so ein kleines Tier bis zu vier Meter lange und 12 cm dicke Baumstämme transportieren kann. Sicher hat er sich jedoch hämisch gefreut, als ich erst mal einen Stiefel voll Wasser herausgezogen, dann das Gleichgewicht verloren habe und bis über meinen Allerwertesten hinaus nass wurde. Erst war's ja ziemlich kalt, aber dann hat sich das Wasser in meinen Stiefeln erwärmt, sodass es im Bach ganz gut auszuhalten war. Wir hatten vorher ein paar kühlere Tage und Badehosen wären wegen der Mücken unmöglich gewesen. In den Fischerstiefeln ist man nicht so beweglich und so haben sich Stiefel, Jeans und T-shirt als die beste Lösung erwiesen. Ich war höchst beeindruckt von diesem Damm. Er ist ein kleines Kunstwerk. Der Biber hat auch schon an der Verbreiterung und Erhöhung gearbeitet und so konnte ich an Land studieren, wie ein Damm entsteht. Leider (für ihn) habe ich dann aber eingegriffen und seine Ordnung gestört.

Beim Arbeiten im Wasser habe ich bemerkt, dass etwa 50 m weiter oben ein weiterer Damm ist, schön versteckt vom Gebüsch. Also war dies mein nächstes Projekt. Der Bach ist da nicht ganz so breit, dafür wachsen am einen Ufer Büsche, die sich über das Wasser neigen. Zudem ist das Ufer auch etwas unterspült. Dies hat der Biber genutzt, um in den Wurzeln dieser Büsche die Aeste vom zweiten Damm zu verkeilen. Es war gar nicht so einfach, dieses Bauwerk auseinander zu nehmen. Jedenfalls war dieser Damm am Mittwoch noch nicht repariert.

Heute war ich noch nicht am Bach, um zu sehen, wie es jetzt aussieht. Letzte Nacht hatten wir einen sehr heftigen Regen und ich war froh, dass ich den grösseren Damm am Mittwoch nochmals geöffnet habe. Da der Wasserstand vom See etwas angestiegen ist, fliesst der Bach auch nicht mehr so stark. Ich werde morgen dann sehen, ob ich wieder nass werden will. Wir erwarten Gäste für die Ferienhäuser und auch im Campground haben wir Reservationen. So bin ich gar nicht sicher, ob ich Zeit habe, um im Wasser zu spielen. Dann ist eine Woche später nochmals ein “long weekend„ und nachher beginnt für die Kinder der Schulalltag wieder.

Das verrückte Wetter, das in Mexiko und in der USA alles durcheinander bringt, scheint hier auch ein paar Auswirkungen zu haben. Nach den eher kühlen Tagen und diesem enormen Regen letzte Nacht war es heute bedeckt, dabei aber heiss und schwül. Es sieht irgendwie nach mehr Regen aus und die stickige warme Luft ist sehr unangenehm. Hoffentlich kühlt es bald ab und die Sonne gewinnt wieder die Oberhand. Die klaren Frühherbstmorgen sind das Schönste, was es hier gibt.
Engadinwetter nenn' ich es.

Schon am 19. August 2007 schrieb ich im Blog:

Seit zwei Tagen herbstet es richtig bei uns. Erst war es wochenlang heiss und kein Regen weit und breit. In der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch hat es endlich geregnet, dann war’s tagsüber wieder schön und in der darauffolgenden Nacht hat es wieder zünftig geregnet. Unsere Sandstrassen haben tiefe Regenfurchen gekriegt. Den Sand schwemmt es einfach in den Fluss und von dort in den See. Da kann man gar nicht viel machen. Gestern morgen waren angenehme Temperaturen und die Sonne schien. Kurz vor Mittag, bei uns hatte soeben eine Gruppe ATVler ihre Bikes aufgetankt, hat es wie aus Kübeln zu regnen begonnen. Sogar gehagelt hat es, glücklicherweise nur kurz. Meine Blumen haben es überlebt, sie wurden nur ein wenig zerzaust. Aber seither ist es kühl. Und weil es vorher so trocken war, fallen auch schon die ersten Blätter von den Bäumen. Hallo! Es ist doch erst Mitte August. Die Kinder haben noch zwei Wochen Schulferien, wir brauchen noch keinen Herbst. Obwohl das eigentlich die schönste Jahreszeit hier ist, aber es wäre schon noch ein wenig früh.
So habe ich halt heute den ganzen Tag meine Buchhaltung aufgearbeitet. Der deutsche Computer läuft wieder nicht, aber der englische funktioniert wenigstens. Unser Computerfachmann ist letzten Montag aus den Ferien aufgetaucht und auch sofort zu uns herausgekommen. Aber, man glaubt es nicht, der deutsche Computer ist gestartet, wie wenn nichts gewesen wäre. Wir haben dann einige Daten übertragen, aber leider nicht alle. Eine grössere Sache steht noch an und die wird nächste Woche erledigt. Sobald K. weg war, ist der deutsche Computer wieder abgestürzt. Irgendwie stimmt etwas mit der Stromversorgung nicht. Jetzt kann ich halt immer noch keine Bilder in meinen Blog laden. Aber es wird schon wieder werden. Nach meinem Buchhaltungsmarathon habe ich vorerst mal genug vom Büro und werde am Sonntag wieder mal was Anderes machen. Arbeit genug hat es ja.

Uebrigens hat ein Biber den Bach ganz unten beim See gestaut. Dahinter ist ein neuer kleiner See entstanden und das Wasser plätschert fröhlich über den Damm. Tönt ja ganz romantisch, und sieht auch so aus. Nur, wenn der Biber den Damm noch höher baut, überschwemmt es den Campingplatz. Das ist keine gute Idee und so kommen wir wohl nicht darum herum, nächste Woche den Damm auseinanderzunehmen. Da der Bach unheimlich kalt ist, kann man das nicht in den Badehosen machen, sondern muss die Fischerstiefel anziehen. Die reichen bis unter die Achseln. Das dürfte gerade reichen, damit man nicht nass wird. Der neue See scheint ziemlich tief zu sein. Mal sehen, ob ich da noch ein paar Bilder machen kann. Aber heute nicht mehr, es ist schon beinahe Mitternacht und morgen ist ja auch noch ein Tag.


Und hier noch die Bilder:




Ja, das bin tatsächlich ich, mitten im Fluss mit den Fischerstiefeln... und Rex war auch ganz begeistert mit dabei!



28 Juni 2015

Abgeschlichen

Oft haben wir es nicht gemacht bis jetzt, aber gestern Abend musste es sein..., dass wir das volle Camp einfach im Stich gelassen und uns für ein paar Stunden von dannen geschlichen haben. Und das kam so:

Vor ein paar Tagen lernten wir einen Canadier mit deutschen und schweizerischen Wurzeln kennen. Er ist Canadier in der dritten Generation. Das ist ja noch nichts Spezielles, aber wir erfuhren, dass er Bluegrass-Begeisterter ist und selber seit Jahren in verschiedenen Bands Banjo spielt. Der Zufall wollte es, dass in unserem Dorf ein Fundraiser stattfand, um den Veteran's Club zu unterstützen. Dieser Club ist eigentlich mehr oder weniger unsere Dorfbeiz und ursprünglich ein Club für pensionierte Militärs. Solche Clubs gibt es in praktisch jedem Dorf. Der Vorteil, die Preise sind tief, mitmachen kann jeder und oft sind diese Lokale die einzige Vergnügung im Dorf. So auch bei uns und wie oft mit solchen Lokalitäten, schrammen sie immer knapp an der Schliessung vorbei, weil einfach nicht genug Gäste kommen. Das Personal sind meistens Freiwillige und ohne die unentgeltliche Unterstützung dieser Dorfbewohner wäre der Laden schon längst zu. Gestern nun fand also ein Anlass statt, um die Kasse wieder mal etwas zu füllen und unser Bekannter war Gastspieler in einer Countryband, die da auftrat.

So sind wir zum allerersten Mal, seit wir hier wohnen, an eine Veranstaltung in den Vet's Club gegangen und es "hätt gfäged".


Der krönende Abschluss war dann noch, dass ich unter der Verlosung der Eintrittsbillette den einzigen Preis gewann, das hier:


Marcel findet es natürlich umwerfend komisch und ich habe mir vorgenommen, endlich mit (m)einer Bohrmaschine umgehen zu lernen!

PS. Uebrigens ist die Distanz vom Camp zum Vet's Club im Dorf etwa 23 km - ein Weg. Unsere Ausflüge ins "Dorf" haben Seltenheitswert, liegt doch North Bay (wo wir einkaufen) in der entgegengesetzten Richtung.


27 Mai 2015

Unordentlicher Untermieter

Warum nur hängen so komische Schnurreste vom Dach?


Und was ist diese Sauerei am Boden?


Aha, ein Vogelnest...


Zwar fehlt der Vogel...


Mal sehen, wie und ob sich diese Kinderstube entwickelt...

Und Max der Spaniel?


hat Geburtstag heute - seinen Vierzehnten. 
Happy Birthday, Max!

(Uebrigens ist Max ein sehr ordentlicher Untermieter...)


28 Februar 2015

Sie blüht!

Das hätte ich wirklich nicht gedacht, als ich sie letzte Woche einpflanzte. Nur acht Tage hat die Hyazinthenzwiebel gebraucht, um ihre weisse Blüte zu entwickeln. Nicht so üppig wie sie die Gärtnerei heranzieht, duften tut sie praktisch auch nicht, aber hey! - es ist die erste Frühlingsblume für uns. Die zweite Blüte folgt sogleich, wie man sieht.


Aus der dritten Zwiebel scheinen nur grüne Blätter zu wachsen. Dies gilt bis jetzt auch für die Tulpenknollen. Bei den Mini-Osterglocken kann ich bisher zwei kleine Knospen entdecken. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich weiss, wieviele Zwiebeln es schaffen, eine Blume zu entwickeln.

Heute, am letzten Februartag, scheint wieder die Sonne und das bei immer noch -20 Grad. Der ganze Monat war geprägt von Minustemperaturen um die -30 Grad am frühen Morgen (und oft auch tagsüber). Nur an einem einzigen Tag erlebten wir eine windstille Morgentemperatur von -12 Grad. Es fühlte sich an wie Sommer... 

In der Stadt sind noch über 100 Haushalte ganz ohne Wasser, weil die Zuleitungen eingefroren sind. Zudem gab es ein paar Wasserrohrbrüche. Man kann sich vorstellen was es heisst, Reparaturen bei solchen Temperaturen vorzunehmen. Nur schon den gefrorenen Boden aufzubuddeln ist eine Herausforderung. Das Budget der Stadt läuft momentan gerade aus dem Ruder.

Jedenfalls sind wir froh, dass es unsere Leitungen bisher ohne Probleme durch diesen happigen Winter geschafft haben. Anders als in der Stadt sind wir für unsere Wasserversorgung inkl. Quellenfassung selber zuständig und es macht sich bezahlt, dass Marcel hier vom Fach ist und in den vergangenen Jahren vieles optimiert hat. 

Trotzdem hatten wir einfach auch Glück. Es braucht nur eine winzige Stelle, wo die Isolation ungenügend oder eine Leitung nicht tief genug vergraben ist und schon hat man den Salat. Das haben wir vor einem Jahr erlebt und mussten anfangs Januar eine Wand in der Küche aufreissen. Dort haben die Vorbesitzer bei der Vergrösserung der Küche zuwenig sorgfältig gearbeitet. Irgendwann verschaffte sich ein Eichhörnli Zugang über das Dach in die Zwischenwand. Dort hat es dann gewütet und dabei die ungenügende Isolation verschoben, was zu einer gefrorenen Wasserleitung führte. Das Schwierigste damals war, die genaue Stelle in der Wand zu orten. Eine Folge dieser Reparatur ist übrigens, dass wir einen Teil der Küche renovieren. Daran sind wir immer noch. Wir warten momentan nur auf bessere Bedingungen für den neuen Farbanstrich. 


03 Januar 2015

Zum Glück

bewegen sich die Temperaturen heute im historischen Mittelmass. Nicht wie vor (genau) einem Jahr, wo wir uns mit dieser Kälte herumschlagen mussten: 

am 3. Januar 2014

Es war schlicht und einfach saukalt! Das Resultat war eine eingefrorene Wasserleitung in der Küche. Um sie aufzutauen, mussten wir ein Loch in die Wand schlagen, die Leitung mit einem Fön auftauen, nachher alles neu und doppelt isolieren und die Wand provisorisch wieder schliessen (vorerst provisorisch, weil wir der Sache damals nicht ganz trauten). Glücklicherweise blieb es bei diesem einen Zwischenfall, wenigstens in der Lodge. Die Cottages waren eine andere Geschichte, aber nichts, was wir nicht lösen konnten.

So geniessen wir in diesem Jahr die für Januar normalen Wetterverhältnisse. Der Regen an Weihnachten ist Geschichte und unsere Welt hüllt sich inzwischen wieder in Pulverschnee. Was wir uns noch wünschen, ist etwas mehr SONNE, damit man beim Schneeräumen Energie tanken kann.

am 1. Januar 2015

13 September 2014

Unsere neuste Errungenschaft

Darauf haben wir nun lange gewartet. Seit dem 11. Juni, um genau zu sein. Der Holzschopf steht schon lange bereit und endlich, am 31. August, ist die neue Holzbearbeitungsmaschine bei uns angekommen. Höchst persönlich vom Hersteller hierher ins Camp gebracht. Wir haben ihn nämlich überredet, die Maschine am Labour Day Weekend an der Fall Fair in Powassan auszustellen und vorzuführen, um sie nachher zu uns zu bringen. So sparten wir uns die Lieferungskosten, die für dieses grosse Stück nicht ganz billig gewesen wären. Schön clever von uns... Na ja, es war eine win-win Situation.

Und hier ist sie, unsere automatische Holzaufheb-, Schneid-, Spalt- und Förderanlage, die es uns so viel einfacher macht, das Holz für den Winter bereitzustellen:


Die Maschine im Einsatz:


Sie erleichtert uns die Arbeit wirklich ungemein. Marcel schneidet die angelieferten Holzstämme in drei Meter lange Stücke und bringt sie mit dem Traktor vor die Maschine. Dort werden die Logs mit dem Log Lifter aufs Förderband gebracht. Nun betätigt man einen Hebel und der ganze Stamm wird bis zum Anschlag vorgeschoben. Die Länge kann man je nach Bedarf einstellen. Dann kommt die montierte Kettensäge zum Einsatz. Sie schneidet wie durch Butter und der Holzklotz fällt in die Spaltwanne. Ein anderer Hebel wird gedrückt und der Rugel wird in 2-4 Stücke gespalten, ganz nach Wunsch und Dicke des Stamms. Anschliessend - und da komme ich zum Zug - fallen die Holzstücke mehr oder weniger automatisch auf das Förderband, das die ganze Pracht in den Holzschopf befördert und dort auf einen Haufen fallen lässt. Meine Aufgabe ist nun, die kleineren Scheite für den Pizzaofen vor dem Förderband in die Schubkarre auszusortieren und die abfallende Rinde und anderes Abfallholz in einen alten Feuerholzsack zu packen. So haben wir bereits das Anzündholz für die Holzheizung und auch das Holz für unseren Pizzaofen bereit. Nachher müssen nur noch die Scheite schön aufgeschichtet werden. Das sah nach fünf Tagen Arbeit so aus:


Inzwischen haben wir das Förderband bereits zum vorderen Fenster verschoben, denn die hintere Hälfte des Holzschopfs ist praktisch voll. Es macht richtig Freude, am Abend das geleistete Pensum zu betrachten. Wir haben viel weniger Rückenschmerzen, denn die Arbeit ist leichter und mit viel weniger Bücken und Heben verbunden. Es war absolut die richtige Entscheidung, diese Maschine anzuschaffen. In knapp zwei Wochen haben wir geschafft, wofür wir sonst mit mehr Leuten zwei Monate brauchten.


Die Holzbeige links ist inzwischen zu einem kläglichen Rest geschrumpft, dem wir am Sonntag den Garaus machen. Und dann müssen wir auf die neue Lieferung von Logs warten. Die Logger sind wetterbedingt im Rückstand, aber wenn alles klappt, sollten wir in der kommenden Woche Nachschub erhalten. Und dann gibt es im Camp noch den einen oder anderen Baum, den wir fällen müssen. Aber diese Arbeit können wir erst nach Abschluss der Campingsaison Mitte Oktober machen. Wir haben also ganz viel Zeit für andere Dinge.


Zum Beispiel Geburtstagsfeiern am 11. September mit ein paar Gästen im Pizzahaus. Und dann hat Marcel noch ein paar Projekte in Powassan zu erledigen. Besuch aus der Schweiz ist auch angesagt. Im Moment ist Mami noch bei meiner grossen Schwester im Nordwesten von Ontario (1700 km von hier). An der Hochzeit haben wir uns alle endlich wieder einmal gesehen und Mami hat die Gelegenheit genutzt, mit der Drydenfamilie zurückzufahren, um ein paar Wochen die dortigen Familienmitglieder (drei Generationen) zu geniessen.

Uebrigens ist endlich das Gästehaus renoviert und bereits wieder eingeweiht. Es ist ein gemütliches Einzimmerhäuschen mit Bad. Ideal für zwei Personen.

Und sonst? Wir haben heute die Heizung gestartet. Es ist ungemütlich kalt geworden seit vorgestern. Geregnet hat es heute auch. War vielleicht ganz gut so, wir brauchten dringend einen Erholungstag. Inzwischen haben sich die Wolken verzogen und für Morgen ist Sonne angesagt. Und wie gesagt, unser Endspurt mit der alten Holzbeige...

16 August 2014

Regen REGEN ReGeN rEgEn Regen REGEN ReGeN rEgEn Regen REGEN...

Mir tun die Camper Leid. Vor allem die Familien, die sich vergangene Woche als Familien-Ferienwoche im Campground ausgesucht haben. Es war praktisch die ganze Woche bewölkt und seit gestern regnet es fast ohne Pause. Der See ist massiv angestiegen, der Strand unter Wasser. Wen's als Einzige wirklich freut? DIE GAENSE! Die spazieren ungeniert im Strandbereich herum und verschei.... alles, grrrr!


Nach Wettervorhersage regnet es nur noch heute, ab morgen soll die Sonne wieder die Oberhand gewinnen. Blöd nur für die Leute, die am Montag wieder zurück an die Arbeit müssen.

Und wir? Für mich war das Wetter sehr praktisch, denn ich musste drei Monate Buchhaltung aufholen und habe es mir immer für die nächsten Regentage vorgenommen. Nun muss ich nur noch die Juli-Ausgaben buchen und bin wieder up to date, Gott sei Dank! Marcel renoviert das Gästehaus, auch er ist also unter Dach und auch dies war ein Projekt, das wochen-, monate- nein, jahrelang vor sich hindümpelte. Aber es muss fertig werden. Besuch ist angesagt nächste Woche und Ende Monat steht eine Hochzeit in der Familie an, mit Gästen aus Europa, Nordafrika, dem mittleren Osten, Südamerika und Canada. Ich werde berichten...




27 Juli 2014

Durchzogener Sommer

Nein, dieses Wetter macht mir gar nichts aus. Es ist nicht heiss, nur zwischen 15 und 25 Grad, und es regnet jeden zweiten oder dritten Tag. Das gefällt meinem Garten und den Pflanzen im ganzen Camp sehr gut. Alles ist grün und die Blumen gedeihen prächtig. Das Unkraut auch... Damit das nicht allzu sehr überhand nimmt, habe ich mir angewöhnt, während längerer Telefongespräche (z.B. mit der Schweiz) Unkraut zu zupfen. Das geht ganz ausgezeichnet. Allerdings ist das Unkraut nur dort weg, wo mein schnurloses Telefon noch hinreicht :-)



Der neue Holzschopf

Der Holzschopf ist beinahe fertig. Und so wurde er gebaut:




Nun bekommt er Richtung Norden noch zwei Fenster (alte, vom Log Cottage), denn durch diese wird im Herbst das Holz mittels Förderband reintransportiert. Nächstes Jahr will Marcel den Holzschopf aussen verkleiden, mit Weiss natürlich. Der Schopf ist so gebaut, dass er später mal zu einer Garage umgebaut werden könnte. Im Moment wird die noch offene Seite verschlossen und mit einem Durchgang oder einer Tür versehen. Schon etwas luxuriös, das Ding, aber dafür müssen wir nun nie mehr einen Holzschopf bauen...

Goldgelbe Nachtstimmung

Vor ein paar Wochen war am Abend um 21.00 Uhr die ganze Landschaft in goldenes Licht getaucht:


Es sah nach einem riesigen Sturm aus, solch ein goldgelber Himmel beim Eindunkeln, das war ungewohnt. Oft haben wir ja Ende Juni, anfangs Juli gewaltige Stürme, jedenfalls die letzten paar Jahre. Aber wie dieses Licht gekommen ist, so verschwand es wieder und alles blieb ruhig. Vielleicht werden wir dieses Jahr vom üblichen Sommersturm verschont?

Erste Bootsfahrt der Saison

Am letzten Montag haben wir es endlich geschafft und zum ersten mal in diesem Sommer eine Bootsfahrt unternommen. Für Max war es die erste Bootsfahrt überhaupt (so nehmen wir jedenfalls an). Er hat zu Beginn furchtbar gezittert, aber bald hat es ihm Spass gemacht. Ganz entspannt sass er auf der vordersten Sitzbank und hat in die Luft geschnuppert. Im Fluss dann musste ich ihn gut festhalten, denn er war etwas gar fasziniert von der Umgebung und wir wollten ja nicht riskieren, einen Hund über Bord gehen zu lassen.







15 Juni 2014

Alle Jahre wieder

Auch dieses Jahr konnte ich es nicht lassen und habe "Tannenschössling-Honig" produziert. Ich mag das Prozedere vom Sammeln der Schösslinge über das stundenlange Einkochen des Sirups, dem Abfüllen in Gläser und zum Schluss dem Aufkleben der Etiketten.




Obwohl der Winter sehr lang war und sich der Frühling erst spät bemerkbar machte, hat die Natur die Verspätung inzwischen aufgeholt. Jedenfalls blühen meine Blumen nicht später als sonst. Im letzten Herbst habe ich einige Sachen umgepflanzt und geschenkte Pflanzen gesetzt (ich finde Ableger aus fremden Gärten besonders spannend). Natürlich erinnere ich mich nicht mehr, was genau ich da gemacht habe. Umsomehr gefällt mir diese Blume, sie blüht nämlich zum ersten Mal in meinem Garten. Ich weiss nicht einmal mehr, woher sie kommt. An diesen "Wundertüten-Blumen" freue ich mich immer am meisten.




Und sonst?

Natürlich vermissen wir Rex enorm. Zum Glück hilft uns Mäxli (der Hund meiner Schwester) ein wenig über den Verlust hinweg. Er ist immer noch bei uns und bleibt es wohl auch. In der ersten Woche hat er immer wieder nach Rex gesucht und hatte auch ein paar kleine "Unfälle". Die ganze Sache hat ihn wohl auch etwas durcheinander gebracht. Wir müssen Max immer noch kennen lernen. Er ist als Spaniel so ganz anders als ein Husky-Schäfer-Mischling wie Rex.




Marcel arbeitet an einem neuen Projekt. Der 10jährige Holzunterstand muss neu gebaut werden, denn er war kurz vor dem Zusammenfallen. 


Dies ist natürlich ein altes Bild, im Schopf war kein Stück Holz mehr diesen Frühling...


Und wie bereits versprochen, gibt es noch ein Projekt. Die Maschine ist von den drei Gutachtern Marcel, Georg und Barry getestet und für gut befunden worden. Dazu fuhren sie 500 km Richtung Suedosten (ich nannte es "the boy's playday"). Kurzerhand wurde das Teil bestellt. Lieferung Ende August. Man darf gespannt sein!



27 April 2014

Frühling?... Yes!

Mit etwas Glück ist nun auch bei uns der Frühling eingekehrt. Es muss so sein, denn die ersten Krokusse gucken aus der Erde und in drei Wochen ist die Campingsaison bereits eröffnet! Zwar haben wir noch jede Nacht Unter-Null-Temperaturen, aber tagsüber wird es schnell warm - wenigstens, wenn die Sonne scheint. Auf kommende Woche sind jedoch sechs Tage Regen vorausgesagt, grrrr...

Der Schnee schmilzt nun auch unter den Bäumen und im Busch, das Eis auf dem See wird jeden Tag dünner. Heute hat sich endlich beim hinteren Fluss eine grosse Schneise im Eis aufgetan. Wir haben tatsächlich genug Winter gehabt und geniessen jeden warmen Sonnenstrahl (wie zum Beispiel heute Sonntag).



die Docks warten auf die Eisschmelze


Maple Sugar Festival in Powassan

Gestern besuchten wir das Maple Sugar Festival, das immer am letzten Samstag im April stattfindet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es war bedeckt, regnerisch und saukalt. Trotzdem haben sich viele Menschen eingefunden und Pancake Breakfast, Country Music, Lumberjack Wettbewerbe und die verschiedensten Verkaufsstände auf der Main Street genossen:




Es war unterhaltsam und eine schöne Abwechslung für uns. Bestimmt werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und hoffen auf wärmeres (sprich regen- und schneefreies) Wetter.




Marcel hat an einem Stand sogar ein neues Teil entdeckt, das er unbedingt unserem Wagenpark einverleiben will. Ich werde darüber berichten, wenn es soweit ist...

Ostern

Ist auch schon wieder eine Woche her, aber auch darüber gibt es etwas zu erzählen. Am Karfreitag durften wir wieder einmal Stallluft schnuppern. Seit beide "Schwesternfamilien" nicht mehr farmern, und zudem die einen auch gar nicht um die Ecke wohnen, besuchten wir ein Schweizerpaar, das etwa 80 km von uns auf einem wunderschönen Stück Land an einem Fluss eine Milchwirtschaft betreibt. Wir assen gemütlich zusammen Zmittag, machten anschliessend einen Spaziergang zum Fluss und sahen sogar einen Bären, der mitten im Fluss stand und vermutlich Fische fing. 


Der schwarze schräge Strich mitten im Wasser ist der Bär, ehrlich (und ich weiss jetzt auch genau, dass ich dringend eine bessere Camera mit einem guten Zoom brauche...).

Wir sind hoch über dem Fluss spaziert und haben einen wunderschönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank besucht:




Das Farmhaus steht erhöht in der Nähe des Flusses, so richtig idyllisch:



Und nun noch einen Blick in den Stall:



Am Ostersamstag eröffneten wir mit Ursula (Schwester) und Nathalie (Nichte) die Pizzahaus-Saison:


Der Ostertisch:


Der Innenausbau vom Pizzahaus ist bald fertig. Dann braucht nur noch der Ofen ein richtiges Kleid, sprich mehr Isolation und irgend-einen Ueberzug. Erstaunlich ist, dass am Ostersonntag - nach 18 Stunden - der Ofen immer noch 200 Grad heiss war. Marcel und ich starteten gleich nochmals eine Runde Pizza.

Max - oder "Maxwell der Spaniel"

Seit ein paar Wochen ist Mäxli immer wieder bei uns in den Ferien. Er ist ein lustiger, sehr aktiver und immer hungriger 13jähriger Spaniel - der Hund meiner Schwester. Er hat schon an vielen Orten gewohnt in seinem Leben. Zuerst viele Jahre in Chisholm, dann in Ottawa, Sault Saint Marie, Thunder Bay und jetzt in Powassan, immer bei jemandem aus der Familie. Da er nicht besonders gut auf Rufe hört, ist es schwierig, ihn (in einem Dorf) einfach laufen zu lassen. Bei seiner Energie braucht er jedoch genügend Freilauf. So bietet sich das noch geschlossene Camp richtig an. Und hier darf er jetzt (innerhalb der Campgrenzen) rennen und schwimmen, soviel und soweit er will.
Als Jagdhund hilft er uns momentan, die Gänse aus dem Camp zu vertreiben und auch die Eich- und Streifenhörnli ums Haus hat er gut in Kontrolle.
Wir werden sehen, wie das in drei Wochen geht, wenn bei uns wieder Leinenzwang im Campingplatz gilt. Ob er merkt, dass er dann nicht mehr einfach überall hinrennen kann? Wir lassen uns überraschen.


Rex und Max sind beste Kumpels, beide halt schon älter und deshalb abgeklärt. Sie teilen den Wasser-, aber nicht den Futternapf (sonst würde Rex verhungern, weil er nie schnell genug ist). Am Morgen begutachten sie jeweils zusammen die Umgebung. Ob vielleicht doch noch ein interessantes Tier daher kommt? 



Zum Schluss


Ein Bild vom Log Cottage, vor einer Woche: