Jedes Jahr findet man spätestens Ende Januar in den Läden die ersten Frühlingsblumen zu kaufen. Meistens beachte ich die nicht, aber manchmal kann ich halt doch nicht widerstehen. Ich kaufe jedoch nur Blumen in Töpfen, um die Zwiebeln dann im Herbst in den Garten zu pflanzen. So blühen im April oder Mai jedes Jahr ein paar Tulpen, Hyazinthen oder Osterglocken mehr.
Im letzten Herbst habe ich total vergessen, die Zwiebeln vom letzten Winter zu pflanzen. So musste ich sie anders durch die ersten Wintermonate bringen und habe sie einfach in unseren begehbaren Kühlschrank gesteckt. Vor ein paar Tagen stellte ich zu meiner Verblüffung fest, dass einige Zwiebeln in ihrem dunklen und kühlen Verliess mit Austreiben begonnen haben. Erstaunlich, wie die wissen, dass bald der Frühling vor der Tür steht (...stehen sollte).
Höchste Zeit also, eine kleine Pflanzaktion zu starten. Nun stehen sechs mit Blumenzwiebeln gefüllte Blumentöpfe auf dem Fensterbrett und harren der Dinge, die da kommen. Ich bin sehr gespannt, wie die ganze Sache funktioniert.
Auch auf die Gefahr hin, dass es langweilig wird... letzte Nacht hatten wir wieder -32 Grad und mit dem Windfaktor bedeutete das -42 Grad. Im hinteren Teil der Küche, die sich in einem Anbau befindet, war es frühmorgens gerade noch 11 Grad "warm". Wir könnten natürlich elektrisch nachheizen, aber das macht nachts keinen Sinn. Zum Glück ist die Lodge mit ihrer Fensterfront Richtung Süden ausgerichtet. Deshalb heizt die Sonne - sofern sie dann scheint - tagsüber das ganze Gebäude gratis und franko wieder auf.
Heute erwarten wir Gäste ins kleine Cottage zum Eisfischen. Da bin ich aber gespannt, wie lange sie es auf dem See aushalten...








