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26 Juni 2021

Mitten im Sommer

Schon längst ist der Frühling vorbei - er wurde mit Wucht vom Sommer abgelöst. Viele Tage um die 30°C machten es den jungen Pflanzen schwer. Wässern, abdecken und Geduld haben, war unsere Devise. Seit gestern regnet es nun, die Temperaturen sind im Normalbereich für Juni und im Garten kann man dem Wachsen der Pflanzen direkt zusehen. Zeit also, die Juni-Bilder vorzustellen:




Schatten für den Gemüsezwinger

Ausruhen

und geniessen





neue Wege uHu (um's Huus ume)


fast wie früher...


10 Mai 2020

Der Frühling kommt doch!

Die Natur lässt sich trotz des Schnees nicht beirren:

Trilliumknospe


Rhabarber


die Schlüsselblüemli brauchen nur noch etwas Sonne


ebenso die Osterglocken


Das Dock wurde in einer spontanen Aktion in den See gefahren. So ist es bereit für das Boot, wenn die Temperaturen endlich steigen. Das soll in zwei Tagen der Fall sein.





Et voilà! Wir sind bereit...

12 Juni 2016

Derweil im Garten

wird kräftig aufgeräumt. 

Wurzeln entfernt:




Steine ausgegraben


und aufgeladen:


Alles fein säuberlich abtransportiert:


Es bessert, langsam aber sicher:


Sind wir froh, dass wir den Traktor und seine Zubehöre nicht verkauft haben! Sie erweisen uns einen riesigen Dienst bei der Gartenorganisation.



25 April 2016

Tausche Seesicht gegen Seesicht... Oder: 16 Jahre sind genug!

Nun kann ich die Katze endlich aus dem Sack lassen. Einige meiner Besucher hier haben ja schon davon erfahren:


Wir haben das Camp verkauft  und sind am Zügeln!

Und hier die Geschichte:

Es gibt Dinge, die kann man nicht steuern. Wie zum Beispiel meinen Kampf mit dem Traktor. Der Traktor hat gewonnen. Es geschah eine Woche nach meinem letzten Eintrag im September 2015. Wir waren am Holzen und irgendwie geriet mein linker Mittelfinger zwischen die Traktorschaufel und den Baumstamm. Autsch! Die Fingerspitze war völlig gequetscht und hing nur noch an einem Zentimeter am restlichen Finger (ein Bild davon erspar ich Euch lieber). Ich war überzeugt, dass das amputiert werden musste. Der Campingplatz war noch voll in Betrieb und so blieb Marcel hier. Ich wickelte Gaze und einen Plastiksack um die (zum Glück linke) Hand und fuhr die 36 km ins Spital. Dort wartete ich zwei Stunden und dann nähte eine Assistenzärztin den Finger wieder zusammen, irgendwie. Sie war so stolz auf ihr Werk, meinte jedoch, dass es das mit dem Nagel wohl gewesen sei. Nach zwei Mal röntgen - einmal vor und einmal nach dem Nähen - sah der zusammengefügte Knochen gut fixiert aus und ich fuhr mich am frühen Abend (nach einem Besuch in der Apotheke für Medikamente) wieder nach Hause. Nach zwei Tagen nochmals in die Stadt für den Verbandwechsel und dann ging praktisch nichts mehr für sechs Wochen. Der Bruch vom Finger musste heilen und die Haut wieder zusammenwachsen.

Heute, nach sieben Monaten ist der Nagel fast normal nachgewachsen und der Finger sieht aus wie früher, nur die Narben innen drin machen mir zu schaffen. Vermutlich sieht's da ziemlich verwurschtelt aus. Ein Wunder ist die Heilung auf jeden Fall.

Natürlich war es extrem mühsam, so ohne linke Hand und mit Schiene. Nichts mehr durfte ich: Holzen, Putzen, Haushalten, Gärtnern. So ein Unfall ist ja schon anderen Menschen passiert, aber wenn man nicht selber mal betroffen ist, weiss man gar nicht, wie sehr man mit einem verletzten Finger handikapiert ist. Es war schon toll, "nicht putzen zu dürfen", vor allem im Campground. Aber gemacht werden musste es trotzdem und es war mühsam. Die Herbst-Schlussarbeiten konnte ich nur notdürftig erledigen und musste Vieles auf den nächsten Frühling verschieben.

Für Marcel war es nicht einfach. Er hat mir viele Arbeiten abgenommen, war jedoch selber eingedeckt bis zum geht-nicht-mehr. Der Zwischenfall hat uns gezeigt, wie nah am Abgrund wir eigentlich operieren und wie schnell man aus der Bahn und ans Limit geraten kann. Wir machten uns mehr Gedanken, wie es für uns weitergehen soll. Da wir keine 30, keine 40 und auch keine 50 mehr sind, wurde uns bewusst, dass wir unmöglich das Camp noch lange so weiterführen konnten. 

Zudem hatten wir uns im Sommer ein Haus an einem anderen See gekauft mit der Absicht, es über den Winter zu renovieren und dann vielleicht zu vermieten. Anschliessend wollten wir das Camp zum Verkauf ausschreiben. Erfahrungsgemäss kann sich so ein Verkauf über Jahre hinziehen. Durch den Unfall merkten wir plötzlich, dass wir uns ein zu grosses neues Projekt angeschafft haben. Unmöglich konnten wir Haus und Camp gleichzeitig unterhalten, wir mussten das eine oder andere loswerden und das schleunigst. Wir sprachen mit unserer Maklerin und beauftragten sie, Haus und Camp zum Verkauf vorzumerken, allerdings nicht offiziell. Sie sollte einfach ihr Netzwerk spielen lassen. Und dann harrten wir der Dinge, die da kamen. Ab und zu gab es eine Besichtigung zum Haus, aber kein wirkliches Interesse. Es war etwas nervenaufreibend. Wir waren hüben wie drüben mit Schnee räumen beschäftigt, und das nicht zu knapp. Im Camp benutzten wir - das heisst Marcel - den Traktor mit dem Schneegebläse und beim Haus hatten wir unseren kleinen Snowblower stationiert. Dieses Gerät stand im Camp bisher mehr oder weniger nur herum, denn auf dem unebenen Gelände war es schwer zu bedienen.

Dann Ende Februar ein Telefon: Kann morgen das Camp besichtigt werden? Was?!! Nur einen Tag später? Unmööööglich, wir brauchen mindestens zwei Wochen, um es einigermassen präsentabel hinzukriegen. Gesagt, getan. Wir rotierten für zwei Wochen ganz schön. Zu allem hin wurde Frau Holle übermütig und wir erhielten innerhalb von sechs Tagen 90 cm Schnee, und das in vier Tranchen. So mussten wir also - nebst dem Aufräumen und Präsentieren - noch ausgiebig alle Wege schaufeln und schneeräumen, und nochmals, und nochmals und ja, nochmals! (Seither bin ich in Behandlung beim Chiropraktiker...)

Die interessierten Käufer kamen mit ihrem Agenten anfangs März. Sie blieben lange und schauten ausgiebig hinter und um unsere Schneeberge herum. Die Häuser waren ja kein Problem, aber draussen sah man ausser Schneehaufen wirklich nicht viel... Einen Tag später dann der Anruf, sie hätten alle anderen Campbesichtigungen auf Eis gelegt und wollten sich auf unseren Betrieb konzentrieren. Und dann kam es, wie es kommen musste: Zehn Tage später hatten wir einen unterschriebenen Verkaufsvertrag. Dann nochmals drei Wochen Zitterpartie, bis alle Konditionen erfüllt waren - Et voilà: Wir haben verkauft per 5. Mai 2016.

Das war der wichtigste Moment seit Langem. Zum Nachdenken blieb keine Zeit, denn wir haben nur sieben Wochen, um das Geschäftliche und Private voneinander zu trennen, unsere Siebensachen zu packen und unser Lebenswerk gegen das neue Heim am See einzutauschen. Das lässt sich nun ganz einfach so auf Papier (in den PC) schreiben. In Wahrheit ist es eine Riesenarbeit. Für mich begann eine Zeit der Nachtarbeit, weil ich nachts einfach am meisten Ruhe zum Packen habe. Tagsüber fahren wir in unser Haus und zügeln die gepackten Kisten, Körbe und Möbel. Mit Hilfe von Freunden und Familie schaffen wir es bestimmt, unser neues Haus zu renovieren und mit unseren tausend Habseligkeiten umzuziehen. Pünktlich am 5. Mai werden wir die Schlüssel an unsere Nachfolger übergeben.

Und nun gehe ich weiterpacken. Trailer-Ladung Nummer vier (oder ist es schon Nummer fünf?) steht auf dem Programm. Hier unsere neueste Errungenschaft: Sehr praktisch für dieses Unterfangen:



Noch etwas ganz Wichtiges zum Schluss: Alle Boy-Toys ziehen mit uns um, der Traktor, die Schneeschleuder, der Bagger, der Holzschnetzler, alle grossen Gartengeräte (bis auf den Sitzrasenmäher)... und ja, auch unsere Wundermaschine, der Holzprozessor kommen mit ins neue Daheim. Uns wird es bestimmt nicht langweilig werden... :-)



25 August 2015

Er wird wieder voll

Marcel war die letzten Tage fleissig. Schon ein Drittel vom Holzschopf ist gefüllt. Auch der Anhänger mit dem Holz für meine Schwester wird immer schwerer. Der Winter lässt nämlich nicht auf sich warten und wir haben im Herbst noch viel Anderes vor. Unsere Wunder-Holzbearbeitungsmaschine ist wirklich eine der besten Investitionen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben.







24 Juni 2015

Knall! Zack! Bumm!

Versunken im Lesen von Blog-Geschichten, haut mich der Lärm fast vom Stuhl. Was ist denn in der Küche los? Dieser laute Knall wie von einer Explosion!

Und dann kommt es mir in den Sinn: Es ist unsere Eismaschine, die wieder läuft und wunderschöne, klare, kühle Eiswürfel für die Campinggäste produziert. Sobald eine Ladung fertig gekühlt ist, fliegt die Eisplatte in das Haltebecken und zerfällt in die einzelnen Eiswürfel. Dieser Sound wird uns nun den ganzen Sommer über begleiten und wir hören ihn (aus lauter Gewohnheit) schon bald nicht mehr.



Die Eiswürfel füllen wir in handliche Säcke ab und lagern sie in der Tiefkühltruhe. Hoffentlich wird es bald wärmer und wir bringen die Ware an den Mann oder die Frau. Ich brauche bald Platz für Erd- und sonstige Beeren.



01 Mai 2015

Und er kommt doch!

In Riesenschritten kommt der Frühling bei uns an. Temperaturen bis 20 Grad und (noch) keine Blackflies. Daran kann man sich gut gewöhnen. 


Die Frühlingsblumen springen förmlich aus dem Boden.





Endlich habe ich es geschafft eine neue Kamera zu kaufen. Das Beste war, es gab 25% Rabatt, weil die Schachtel schon geöffnet war:-). Es fehlten dann auch zwei der vier mitgelieferten Batterien und die Tragschlaufe. Aber hey, der Rabatt macht das längstens wieder wett.

Nun muss ich mich an die neue Gute gewöhnen. Es ist eine sogenannte Bridge-Kamera mit viel Automatik, einem recht guten Zoom und für meinen Anspruch viel zu viel Möglichkeiten. Hier ein paar Bildversuche:


Das Komposthaufen-Gitter haben wir umfunktioniert zum Tannzapfenhalter. Die Tannzapfen sind gute Feuerstarter, die vor allem im Winter hochwillkommen sind. Die neue "Ernte" fällt momentan grad von den Bäumen.



Diese Holzbeigen müssen wir dieses Jahr unbedingt im Pizzaofen versenken. Sie sind inzwischen nämlich ausgezeichnet gelagert.


Max der Spaniel Jäger mischt im Moment den ganzen Park auf. Die Hasen rennen kreuz und quer durchs Gelände und Max keuchend hinterher. Unglaublich, was der vierzehnjährige Senior für Energien entwickelt. Mit seiner Hörbehinderung und dem verminderten Sehvermögen wird er nie eine Beute erwischen. Dafür macht es ihm Spass und er ist glücklich wie Anton. Er erschreckt uns zwischendurch, weil er sich vermutlich zu sehr verausgabt. Dann liegt er ganz ruhig flach auf der Erde und wartet, bis der Schwächeanfall vorbei ist. Soll er es geniessen, denn in zwei Wochen gilt wieder Leinenzwang bei uns.


Ein mögliches Opfer, der Groundhog, 
der neben und unter unserem Container lebt.


Max hat ja viel Geduld -
(und ich muss meine Kamera schnellstens in den Griff bekommen, damit ich einen Schnappschuss mit Hund UND potentieller Beute machen kann.)


Der Blick von der Werkstatt zum Holzschopf. Links das umgebaute Bootshaus. Auch mit altem Lodgedachblech verkleidet. Davor steht Marcels altes Minivelo von 1970 und je ein Herren- und Damenvelo, Baujahr ca. 1948. Sie gehörten meinen Eltern und sind alte englische Tourenfahrräder. Irgendwann wird sie jemand entdecken und zu neuem Leben (als Antiquität) erwecken. 


Marcel musste sie aus dem Schopf nehmen, um den Bagger am Traktor befestigen zu können:


Der Aussenofen mit Holzschopf:


Ein wenig Holz ist nach dem Winter doch übrig geblieben (denn wir verbrennen momentan Holz von frisch gefällten Bäumen oder anderes minderwertiges Holz. Das gibt in der Uebergangszeit genügend Wärme ab).


Das Holz für den nächsten Winter. Unsere Wunder-Holzbearbeitungsmaschine befindet sich im Unterstand hinter dem roten Holzschnitzler. Marcel wurde im letzten Herbst nicht ganz fertig mit seinem Projekt. Am Schluss wird daraus eine "Garage" wie für die Kanus. Alles Material ist wiederverwertet. Der Rahmen stammt von einem dieser günstigen Plastik-Autounterstände, die im Winter meistens durch die Schneelast in sich zusammenfallen. Das Gestell (hat uns ein Camper gebracht) lässt sich prima als Basis gebrauchen. Das Dach (und später auch die Wände) sind noch von unserem alten Lodge-Dach. Für die Türen liegen bestimmt noch irgendwo alte Holzplatten herum. Da wir in einer nicht-organisierten Gemeinde leben, brauchen wir keine Baubewilligungen und dürfen bauen, was uns gerade in den Sinn kommt. Einzig die Provinz-Vorschriften müssen wir einhalten. Da geht es aber vor allem um Strom, Gas, Wasser und Statik. Damit will man ja auch keine Bastelei anstellen.


Der letzte Schneehaufen hinter der Lodge. Unter der schwarzen Blache befindet sich das Feuerholz für den Campingplatz (muss noch in Säcke abgefüllt werden). Links die Rückwand vom Gästehaus, in der Mitte das Gartenhaus (ein altes Cottage) und rechts ist die Kanu-Garage, wo den Winter über alle Kanus und Kajaks sowie die Rasenmäher versorgt sind.


Und nun noch ein weiterer Lieblingsbaum:


Er beschützt den Aussensitzplatz und steht tatsächlich so schräg. Wahrscheinlich ist er als junger Baum von den Nachbarn zu sehr bedrängt worden. Inzwischen hat er sich jedoch durchgesetzt und ist der grösste Baum auf der West-Seite der Lodge. Er dürfte schon einige Jahrzehnte alt sein.


Soviel für heute. Ich muss noch viel üben mit der neuen Kamera. Geduld in dieser Hinsicht ist absolut nicht meine Stärke...