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01 Mai 2020

Rückblick - hinter den Kulissen - Frühling 2007 (3)

Nun folgt der dritte und letzte Teil unserer verrückten Log Cottage-Renovation vom Frühling 2007. Wenn ich heute zurückschaue, bin ich von uns selber beeindruckt. Wozu wir nicht alles fähig waren! Und mit wieviel Unbekümmertheit wir oft an die Projekte gegangen sind. Meistens haben wir nicht gross geplant. Wir hatten eine ungefähre Idee und haben einfach mal angefangen. Während des Projektes haben wir jeweils spontan entschieden, wie es weitergehen soll. Mit einzurechnen war natürlich immer die Zeit. Wieviel schaffen wir in der möglichen Zeitspanne? Oft mussten wir wie hier sehr flexibel werden, manchmal wurden Baustellen einfach abgedeckt und "schön" gemacht, um dann sofort weiterzubauen, wenn die Gäste wieder weg waren.

Dies also der Blogeintrag vom 2. Mai 2007:

2007-05-02

Geschafft - oder doch nicht?

Von ar @ 03:58
Es liegen einige verrückte Tage hinter uns. Viel Schlaf konnten wir uns nicht leisten. Am letzten Mittwoch dachten wir eigentlich, dass wir gut im Zeitplan liegen, aber wie's so geht, dauerte alles doch ein wenig länger. Marcel musste zuerst das Wasser und Abwasser in der Küche anschliessen, denn ohne Wasser kann man schlecht putzen. Aber vorher noch hiess es die Küchenmöbel mit den beiden Abwaschtrögen zusammenzubauen und zu installieren. Wir haben freistehende Küchenmöbel von IKEA gewählt (ja, die gibt es hier auch, die nächste IKEA-Filiale ist allerdings in Toronto, genau 408 km von hier). Natürlich fehlten ein paar Schrauben, aber wir haben eine gut ausgerüstete Werkstatt, da war das kein Problem.

Inzwischen haben Sue und ich begonnen, die beiden Schlafräume auszuräumen und alles zu saugen und zu waschen. Dann die Betten neu beziehen, den Boden aufnehmen, die Fenster putzen und was es halt alles so gibt bei einem Frühlingsputz. Wir räumten auch die ganzen Werkzeuge, Maschinen, Holzresten, Teppich-resten und vor allem kiloweise Sägemehl und Staub weg. Marcel hat die beiden Küchenmöbel installiert und wollte am Schluss den Propan-Fireplace wieder anschliessen. Damit wird das Log Cottage geheizt und es war ziemlich kalt letzte Woche. Aber oh weh. Durch das Ausnivelieren der Bodenbretter war der Kamin zu lang. Er musste zuerst gekürzt werden. Dann endlich konnten wir wieder heizen. Danach war es viel angenehmer zum Arbeiten. Das Geschirr nahmen wir in die Restaurantküche und liessen den Geschirrspüler seine Arbeit tun. Aber auch so gab es noch genug zu waschen. Alle Möbel, innen und aussen, auch die Logs, wobei wir da etwas vorsichtig sein mussten, denn die Zwischenräume bestehen im Moment nur aus Isolationsmaterial. Das Chinking kommt später.

Wie war ich froh, dass Sue hier war. Sie hat ihr eigenes Restaurant in Redbridge im Stich gelassen und ist uns helfen gekommen. Und so schafften wir es, eine Stunde vor Ankunft der Gäste das Log Cottage bereit zu haben. Es ist wirklich schön geworden. Mit den neuen Lampen, neuen Sofas und den fertigen Wänden wird das Ferienhaus dann endlich unseren Vorstellungen entsprechen.

Das renovierte Cottage:


Die ersten Gäste im neu renovierten Log Cottage waren ziemlich beeindruckt. Zwar hatten wir noch keine Zeit, die Holzoberfläche des Geschirrmöbels zu behandeln, es musste vorerst noch abgedeckt werden. Inzwischen ist aber auch das erledigt.

Marcel und ich bereiteten uns also auf ein erholsames Wochenende vor. Wir wussten zwar, dass einige unserer saisonalen Camper vorbeikommen werden (es ist Zahltag) und wir erwarteten am Samstag auch Besuch zum Kaffee. Unsere Cottagegäste sind am frühen Morgen bereits zu ihrem ATV Rally gestartet. Dachten wir jedenfalls. Kurz vor Mittag kam einer der Gäste und berichtete, dass er kein heisses Wasser mehr habe. Marcel sah nicht sehr glücklich aus und tatsächlich, nach dem Kontrollieren des Heisswassertanks wussten wir, dass hier keine Reparatur mehr möglich ist, der Tank rinnt, und das nicht wenig. Nun ist es jedoch so, dass der Tank unter dem angebauten Badezimmer in einem Erdloch verstaut ist, eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Zudem ist bekanntlich Wochenende. Hier in Canada kein Problem, denn die meisten Läden sind auch sonntags geöffnet. Trotzdem, wir mussten ja möglichst einen gleich grossen und gleich konstruierten Tank finden, damit das Auswechseln einfach ist. Mit Hilfe des Internets, Katalogen und einigen Telefonanrufen hatten wir grünes Licht: Tank am Lager und die Masse stimmen auch. Marcel darf also in die Stadt fahren, Rex geht mit. Nach drei Stunden kommen sie tatsächlich mit einem neuen Tank zurück. Inzwischen sind die übrigen Gäste von ihrem Rally zurück, von oben bis unten mit Mud bedeckt, aber sehr zufrieden. Leider muss ich ihnen mitteilen, dass es nichts wird mit einer heissen Dusche. Macht nichts, mit kaltem Wasser wird man auch sauber, meinen sie. Zum Glück lassen sich die meisten Canadier durch solche Missgeschicke die Laune nicht verderben - sie sind sich gewohnt, dass nicht immer alles rund läuft.

Am Sonntag also, sobald die Gäste abgereist sind, heisst es "runter ins Loch", Haupthahn abstellen, Wasser abpumpen und Tank abhängen. Und dann wird's schwieriger. Das Loch ist so eng und der Tank sehr schwer. Da hilft nur der Traktor. Ich klettere ins Loch, hinter den Tank. Marcel ist draussen, bedient den Traktor und muss den Tank rausziehen, der an Seilen befestigt ist. Ich versuche, die ganze Sache von hinten zu lenken. Das beginnt gar nicht schlecht, bis wir feststellen, dass der Tank unmöglich durch die enge Oeffnung passt. Wieder einmal hat unser Vorgänger Hillbilly-Arbeit geleistet. Als er das Badezimmer neu baute, hat er die Oeffnung verkleidet, nachdem der Tank bereits im Loch war. Zwar stimmt der Durchmesser, aber er hat vergessen, dass man einen Tank nicht biegen kann. Ich stecke hinter dem Tank im Loch und es hilft nur eines: Mit der Elektrosäge vergrössere ich die Oeffnung und endlich, nach etwa 2 Stunden ist es geschafft, der Tank ist draussen und ich auch. Wie freuen wir uns auf den Montag, da muss nämlich der neue Tank möglichst unbeschädigt den umgekehrten Weg antreten. Um die Geschichte hier abzukürzen - es dauerte "nur" etwa 3 Stunden und dann noch etwa eine Stunde fürs Anschliessen. Ich hatte nachher noch Zeit, das Cottage zu putzen, die Betten neu zu beziehen und heute sind schon die nächsten Gäste gekommen. Es war schon ein wenig hektisch und wir haben zudem schon wieder einen Tag bei den Campingplatzvorbereitungen verloren.

Aber was soll's, am Mittwoch gehen wir trotzdem in die Stadt, wir müssen einkaufen. Wir haben uns nämlich verpflichtet, am Samstag das Restaurant für eine Gruppe zum Lunch zu öffnen. Nur sieht leider das Restaurant im Moment eher wie eine Werkstatt aus. Es wird schon werden, es sind ja noch drei Tage bis dahin. Am Freitag muss ich allerdings das Cottage wieder putzen, die jetzigen Gäste reisen am Freitagmorgen ab und die nächste Gruppe kommt am Freitagnachmittag... Uff, auf was haben wir uns da eingelassen.

Die Bilder zur Tankgeschichte:



Mit Ach und Krach ist der neue Heisswassertank an seinen Ort geschafft und wartet auf die Anschlüsse.



06 April 2020

Rückblick - hinter den Kulissen - Spätwinter 2007 (2)

Die Renovation des Log Cottages im 2007 startete gar nicht so schlecht. Aber je weiter die Arbeit voranschritt, umso mehr Probleme stellten sich uns. Das Log Cottage wurde buchstäblich auf Sand gebaut. Das ist zwar noch um Einiges besser als Lehmboden, aber Wasser und Feuchtigkeit haben dem Fundament in den vergangenen hundert Jahren zugesetzt. So kam es, wie es kommen musste: An der Nordseite waren die unteren Logs total verfault und mussten ersetzt werden. Wie so etwas gemacht wird? Wir hatten keine Ahnung. Aber wir haben irgendwann in den Monaten vorher einen alten Finnländer kennen gelernt, der etliche Loghäuser in der Region gebaut hatte. Ihn fragten wir um Rat. Leider konnte er uns nicht helfen kommen, er hatte gerade eine Hüftoperation hinter sich. Aber er versprach, uns einen jungen Canadier zu vermitteln, der ihm schon zur Hand gegangen sei und den er mit genauen Anweisungen ausrüsten wollte. Und so geschah es auch.

Nie im Leben hätten wir gedacht, dass man mit zwei Wagenhebern, ein paar Winden und alten Autofedern ein ganzes Haus angeben konnte. Aber es klappte. Es war eine Riesenarbeit und nicht ganz ungefährlich. Ich fürchtete vor allem um die neuen Fensterscheiben, die wir im Jahr zuvor eingesetzt hatten. Aber die Beiden haben es geschafft, ohne dass eine einzige Scheibe zu Bruch ging. Es war eine tolle Erfahrung, eine solche Renovation bewerkstelligen zu können.

Im Blog damals konnte ich natürlich nicht über alle Details berichten. Wir hätten dadurch vielleicht ein paar Gäste verschreckt. Die müssen schliesslich nicht immer genau wissen, wie es zwischen und unter den Wänden aussieht...

Hier also der Blogeintrag vom 6. April 2007:

2007-04-06

Wir haben es geahnt...

Von ar @ 02:46
Wie immer beim Bauen und Renovieren taucht Unerwartetes auf. Und so war es auch diesmal. Die verrotteten Bodenbretter sind noch nicht ersetzt, da stellt sich heraus, dass die unterste Logreihe total verfault ist. Der letzte Besitzer hat vor ein paar Jahren eine neue Wasserleitung eingezogen und nachher an der Nordseite des Gebäudes zu hoch mit Sand angefüllt. Dadurch waren die Logs immer feucht und faulten langsam vor sich hin.

Wieder mal hatten wir Glück und konnten kurzfristig einen jungen Mann aus Redbridge anheuern, der schon bei der Reparatur eines Blockhauses geholfen hat und zudem über die nötigen Werkzeuge verfügte. Das war eine Motorsäge und zwei Winden mit zwei Autofedern. Eine ziemlich raffinierte Art, um das ganze Gebäude soweit anzuheben, dass die untersten Logs frei lagen.

Er besorgte auch die nötigen Baumstämme und schälte sie von Hand in einer Nachtaktion. So brauchten er und Marcel nur zwei Tage, um die ganzen Logs auszuwechseln.

Natürlich machte der April seinem Namen alle Ehre. Gestern regnete es in Strömen und heute schneite es. Wenigstens blieb der Schnee nicht liegen, denn die angekündigten 7 cm wären doch etwas zuviel gewesen. Der Boden ist sowieso noch gefroren und Marcel konnte nur mit Mühe die oberste Schicht Erde und Sand abtragen.

Es ist wieder sehr kalt und die nächsten Tage dürfte das Aprilenwetter anhalten. Ziemlich frostig, um solche Reparaturen vorzunehmen, aber was sein muss, muss sein. Das Cottage ist am letzten Wochenende im April vermietet und muss bis dahin wieder bewohnbar sein.
Fortsetzung folgt...

Für diese mühseligen Arbeiten entschädigten jeweils solche Ansichten:



28 März 2020

Rückblick - Camp Spätwinter 2007

Am 28. März 2007 - also vor genau 13 Jahren - habe ich mit dem Bloggen begonnen. Damals noch bei "Blueblog" von Bluewin. Die gratis Bluewin-Blogs wurden 2009 eingestellt und ich habe, bevor alles gelöscht wurde, Sicherheitskopien gemacht. Da am Ende jenes Winters unerwartet eine unvermeidbare und unglaubliche Renovation des Log Cottages anstand, möchte ich dies hier nochmals veröffentlichen. Übrigens habe ich festgestellt, dass damals Ende März der meiste Schnee auf den Wiesen bereits geschmolzen war. Aus diesem Grund war das Restaurant schon längst geschlossen und wir konnten uns den grossen Renovationen zuwenden, die meistens nur in der Zwischensaison erledigt werden konnten.

Meine ersten Blogeinträge vom 28. März bis 1. April 2007:


2007-03-28


Alles neu macht der.... März

Von ar @ 15:55
Es ist soweit: Mein eigener Weblog ist eröffnet. Nun muss ich mich nur noch mit der Technik vertraut machen, meine Beiträge schreiben und Jedermann ist auf dem Laufenden. Sofern sie auf dem Laufenden sein wollen. Ist doch praktisch. Ich habe nämlich langsam die Uebersicht verloren, wem ich was schon berichtet habe. Nun schreib ich es einmal - et voilà!

Heute ist der 28. März 2007. Schon bald sieben Jahre leben wir abgelegen im Busch. Normalerweise beenden wir um diese Jahreszeit die Wintersaison. Aber dieses Jahr war alles anders. Nachdem wir sehr spät und für canadische Verhältnisse sehr wenig Schnee erhalten haben, hat sich der Winter nach ein paar Wochen schon wieder verabschiedet. Zwar fallen nachts die Temperaturen immer noch unter Null, aber tagsüber kann es schon mal 12 Grad warm werden. Das erste Gewitter hatten wir auch schon, mit Stromausfall - wie üblich. Zudem regnete es wie aus Kübeln und so hat sich der schmelzende Schnee und unser Sand in ein Schlammfeld verwandelt und ohne Gummistiefel ist man draussen verloren. Nach ein paar trüben Tagen mit Regen und Schnee scheint heute die Sonne und ich staune immer wieder, wie sich dadurch die Landschaft freundlich verwandelt. Der See ist immer noch mit einer dicken Eisschicht bedeckt, aber unser Fluss erkämpft sich mehr und mehr sein Territorium zurück. Der Wasserspiegel ist schon sehr hoch und wir werden dieses Jahr sicher wieder einen überschwemmten Strand haben und wenn sie den Damm am anderen Ende des Sees nicht rasch öffnen, könnte die Spielwiese auch wieder unter Wasser stehen. Wäre nicht das erste Mal, dass ich mit dem Boot auf der Wiese unterwegs wäre...

Marcel ist mit Rex (unserem Schäfer-Husky-Mischling) im Log Cottage. Nach einem Wasserleitungsbruch haben wir beschlossen, jetzt doch endlich die Küche zu erneuern und weil's grad im Gleichen geht, ersetzt er auch die Bodenbretter, den Teppich, die Stromleitungen, die Abwasserleitungen - und leider entdeckt er jeden Tag etwas Neues, das auch noch ersetzt werden muss. Na ja, ist doch keine Ueberraschung bei einem über 100 Jahre alten Blockhaus... So gesehen sind wir froh, dass die Wintersaison so früh zu Ende ging.

Ich beschäftige mich mit dem Bürokram, habe das Restaurant in ein Gewächshaus verwandelt und habe - man staune - das Kochen übernommen. Das ist ja bekanntlich sonst nicht meine Domäne, ich bin eigentlich für's Servieren zuständig. Aber das Restaurant ist bis am 18. Mai geschlossen - juhui.

Inzwischen steht Rex vor der Tür, kratzt mit der Pfote daran (er kann leider die Klingel nicht bedienen). Er kann sich sehr gut verständlich machen. Momentan will er, dass ich mit ihm spielen komme. Es ist so schön draussen, da will ich ihn nicht warten lassen....

2007-03-30


Die Tücken der Technik

Von ar @ 22:35
Nun habe ich doch einige Zeit gebraucht, um dieses Bild in einem vernünftigen Format hochzuladen. Es zeigt das Camp aus der Luft:

 Und weil's so gut geklappt hat, gleich noch ein Bild: 



Im Hintergrund die vielen Strassen ist der Campground. Im Vordergrund das grosse Dach ist die Lodge resp. das Restaurant (mit unserer Wohnung). Das kleinere Dach unten rechts ist Marcel's Workshop, das rote Ding dazwischen ist der Container, mit dem wir unsere Habseligkeiten gezügelt haben. Links unten sieht man das Dock für die Boote und auf der Wiese zwischen dem Dock und der Lodge sind die beiden Cottages, eines ganz nah am See mit privatem Strand. Der grosse Sandstrand befindet sich auf der Campgroundseite, ist auf dem Bild jedoch vom Flugzeug verdeckt.
Uebrigens, die Luftaufnahmen hat ein Gast von uns gemacht. Ich habe es immer noch nicht geschafft, das Camp aus der Luft zu sehen.

Wir haben heute wieder Einiges erreicht. Am Morgen war es bedeckt und schneite sogar ein wenig. Marcel hat am Log Cottage gearbeitet, wollte mit seinem Bagger einen Graben machen für die neue Abwasserleitung, aber der Boden ist immer noch zu stark gefroren. So hat er sich ins Innere verzogen und dort an den Stromleitungen weitergemacht.


Ich habe mich endlich der Buchhaltung gewidmet, mit dem Computer geht das ja einfach. Am Nachmittag ist die Sonne herausgekommen. Rex hat sich in den Sand gelegt...


...und ich habe meine beiden Blumenbeete vor der Lodge für den Frühling bereit gemacht. Die ersten Tulpen- und Osterglockenspitzen gucken schon heraus, wenn man ganz genau hinschaut... Der Frühling ist nicht mehr weit!

2007-04-01


Canada-Gänse

Von ar @ 17:13

Die ersten Canada-Gänse sind angekommen. Wir haben in den ersten Jahren den Fehler gemacht und sie bei der ersten Ankunft nicht gleich weggejagt. So haben sie ausgerechnet unseren Strand für ihr Sommerdomizil auserwählt und sich jedes Jahr fleissig vermehrt. Die Jungen kehren immer an den Platz zurück, an dem sie geboren sind.
Hier der Clan vom letzten Sommer:

Eigentlich eine schöne Sache, wenn sie nicht kiloweise kleine grüne Hinterlassenschaften abladen würden, die jedem Hund Ehre machen. Jeden Morgen müssen wir im Sommer darum den Strand und die Wiesen putzen. Wenn wir das nicht machen, laufen wir Gefahr, Colibakterien im Wasser zu haben, was ziemlich gefährlich werden kann, speziell für unsere Nachbarn, die ihr Trinkwasser aus dem See beziehen.
Rex können wir zur Gänsejagd nicht brauchen. Er findet es langweilig, vor allem, weil er sie nicht erwischt und sie sofort wieder zurückkommen, sobald er weg ist. So ignoriert er sie einfach und lebt sehr gut damit. Ihn stören die kleinen grünen Würstli auf der Wiese absolut nicht.
Nun ist es gar nicht so einfach, die Gänse zu vertreiben (oder gar zu erschiessen), denn sie sind geschützt. Wir brauchen eine spezielle Bewilligung und müssen erst mal beweisen, dass sie eine gesundheitliche Gefahr bedeuten. Letztes Jahr haben wir erst gegen Ende des Sommers die Bewilligung erhalten, die nun jedes Jahr erneuert werden muss. Vor ein paar Tagen habe ich deshalb das zuständige Amt angerufen und dieses Jahr können wir mit der Gänsevertreibung beginnen, bevor die Nester gebaut und die Eier gelegt sind.


Und hier noch etwas:


Was Canadier am 1. April so machen:

28 November 2019

Der Winter kann kommen







neue Wege - ohne Leine




Erinnerungen und Abschied








06 Mai 2016

Adieu Camp

Nun ist das Camp Geschichte für uns. Seit Donnerstagabend um 16.30 Uhr sind wir nicht mehr die Besitzer. Vielfältige Gefühle kommen da auf. Es war ein echter Chrampf die letzten Tage. Wir sind beide total geschafft. Vor unserem neuen Daheim stehen noch zwei voll beladene Trailer, die geleert werden sollten. Irgendwie schaffen wir es nicht, denn noch immer fahren wir die 85 km Strecke jeden Tag hin und zurück.

Heute waren wir im Camp, um das Wasser und die elektrischen Anlagen im Campingplatz einzuschalten. Am Samstag werden wir beide den ganzen Tag mit den neuen Besitzern verbringen, um sie in unsere "Geheimnisse" der Camp-Führung einzuweihen. Und am Montag und Dienstag haben wir die Gelegenheit, Marcels Werkstatt leerzuräumen. Dazu reichte die Zeit bisher einfach nicht. Es ist sehr selten, dass ein Camp in so kurzer Zeit übergeben wird. Aber es hat einfach alles gepasst und es musste so sein. Nun brauchen wir dringend etwas Zeit, unsere geschundenen Knochen zu erholen. Wir beide hinken ziemlich in der Welt herum, aber hey! Es hat sich gelohnt, wir sind jetzt offiziell pensioniert!

Gestern nahm ich mir ein paar Minuten, um Abschiedsbilder zu machen:
adieu Lodge


adieu Pizzahaus


adieu Unterstand


adieu Gästehaus


adieu Gartenhaus


adieu Kanugarage


adieu Holzschopf


adieu Bootshaus


adieu Werkstatt und Garage


adieu Container
du hast uns von der Schweiz nach Canada begleitet


adieu geliebter Blumengarten
Da der Frühling so verzögert ist, konnte ich keine Blumenableger ausgraben und mitnehmen.


adieu Restaurant


adieu Bar


adieu Wohnzimmer
Siehst riesig aus ohne unsere Möbel.


adieu Badezimmer
Du warst der erste fertige Raum in unserer Wohnung.


adieu Gazebo


adieu Showerhouse


adieu ihr 17 Toiletten
Euch weine ich keine Träne nach.


adieu Campground
Hast uns im letzten Dezember noch eine Menge Arbeit eingebrockt, um die wir uns allerdings nicht mehr kümmern müssen.


noch mehr umgefallene Bäume


Die Cottages habe ich total vergessen zu fotografieren, ebenfalls das weisse alte Cottage, das bald in sich zusammenfallen wird. Bei Rex und Max war ich noch rasch, sie werden uns immer fehlen. So viele Erinnerungen...

Aber nun erwartet uns dieses:


Die Aussicht vom Deck bei unserem neuen Zuhause auf den See. Ab sofort täglich unsere Routine, wenn wir wollen...