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31 Dezember 2019

2019 ist Geschichte

Alles Gute im Neuen Jahr!


Zum Jahresende ein paar Cervelats (hergestellt nach Schweizer Rezept) 
über einem Campfeuer im Schnee. Schön!


Wie aus dem Bilderbuch


Der Charlie Brown-Weihnachtsbaum nützt vor allem den Vögeln.


21 Juni 2016

Mal was Anderes

Vor ein paar Tagen (oder sind es schon Wochen?) mussten wir in den Süden nach Toronto zum blau-gelben Skandinavier. Einkaufen. Für unser neues Zuhause.

Das haben wir mit dem Besuch bei unserem Lieblingsimporteur verbunden. Der Besitzer weilt geschäftsmässig gerade in der Schweiz. Er muss Nachschub besorgen, was uns natürlich Recht ist. Sein Stellvertreter hat uns dann mit dem Wichtigsten versorgt.

Was ich aber hier zeigen will, ist die Fahrt dahin. Oder besser gesagt, die Fahrt zurück. Mir ist erst eine Stunde nördlich von Toronto in den Sinn gekommen zu fotografieren. Deshalb hier die Bilder der letzten 250 km (von 350 km):

Die Muskoka-Gegend, auch Cottage Country genannt:


Links das Camp Hillbilly, direkt an der Autobahn Richtung Süden, aber hintenraus idyllisch an einem Fluss gelegen:




Was fällt da auf? Richtig: graue Wolken (geregnet hat es allerdings nicht). Und auch richtig: nur wenig Verkehr.




Patriotisch sind sie ja. Immer wieder die Maple Leaf Flagge in Grösstgrösse:




Sehr Ihr das Schild? Die Höchstgeschwindigkeit auf der ganzen Strecke: 100 km / Stunde und das ist mit Automat und Tempomat sehr stressfrei:


Es hellt langsam auf:


Lupinenfelder säumen die Autobahn an weiten Strecken:


Seit der Highway vor ein paar Jahren richtungsgetrennt gebaut wurde, verlor dieses bekannte Restaurant seine direkte Zufahrt und muss nun mit Schildern für die richtige Ausfahrt werben:





Der Highway wurde aus dem Fels gesprengt und der canadische Schild ist gut sichtbar:





Das war's. Hier kommt bald unsere Ausfahrt. Entspannteres Reisen gibt es fast nicht mehr...




18 Juli 2015

Pink Rocks


Im letzten Herbst sind bei uns neue saisonale Camper eingezogen. Als der Trailer an seinem Platz war, verschwanden sie schwupps Richtung Süden, nach Florida, in ihr Winterquartier. Snowbirds werden diese Menschen genannt, die im Sommer hier in Canada wohnen und zum Teil auch noch arbeiten, und die kalten Wintermonate in wärmeren Gefilden verbringen, meistens in einem Trailer oder Mobilehome. Diejenigen, die über etwas mehr Taschengeld verfügen, bewohnen schon mal ein Appartement oder sogar ein ganzes Haus. Unzählige Canadier machen das solange sie es irgendwie können. Erst wenn sie aus gesundheitlichen Gründen die zusätzliche Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können, verkaufen oder verlassen sie meist schweren Herzens ihr Winterquartier.

So ein Snowbird-Paar ist also bei uns eingezogen. Während der letzten paar Sommer arbeiteten sie in einem Steinbruch. Er machte alle Unterhaltsarbeiten, schaute nach dem Rechten, den Baumaschinen, mähte Gras, überwachte das Gelände etc. und sie kochte und putzte für die ganze Mannschaft. Der Steinbruch ist sehr abgelegen. Eine ungeteerte Strasse, wohl eher ein schlechter Waldweg, führt über 20 km durch den Busch zum Camp. Wenn man Pech hat, kommt einem ein Riesenlaster entgegen, denn die Steine und Steinplatten müssen ja auch abtransportiert werden. Das Gelände besteht aus zwei Steinbrüchen und einigen Seen, viel Wald und Natur - Bären, Elche, Fische usw. inbegriffen.

Es ist eine Mica-Quary, die Uebersetzung auf Deutsch habe ich nicht gefunden. Jedenfalls glittert und glitzert dieser Stein in verschiedenen Farben. Es gibt weisse, grüne, rosafarbene, schwärzliche und Mischungen von allem. Das Mica wird dort vor allem für Europa, speziell Italien, abgebaut. Vor allem grosse Platten am Stück sind begehrt. Natürlich fallen da auch Abfallsteine an. Diese werden zerkleinert und als farbigen Kies verkauft. Und nun hatten wir das Glück, dass uns unser neue Mieter von diesem Kies brachte, vier Dodge-Truckladungen voll. Nun sieht es vor unserem Eingang sehr pink, sehr sauber und richtig aufgeräumt aus. Ich muss nicht mehr gleich zum Staubtuch greifen, wenn mal ein Auto beim Vorbeifahren den ganzen Sand aufwirbelt, dessen Staub unweigerlich bei mir in der Lodge landet. 


alles Handarbeit...


 fertig verteilt - sehr praktisch und sauber


Nach getaner Arbeit haben wir uns eine Pause verdient... Ein Ferienhaus-Nachbar, Pilot bei Air Canada, hat uns diese Gaumenfreude aus Zürich mitgebracht. Er fliegt Kloten ab und zu an. Da sagen wir doch nicht nein...




22 Mai 2015

Comfort Food

Futter für die Seele... So nennt man hier die Hausmannskost, das Essen, das man daheim bei Mutter kennenlernte. Lange mussten wir darauf verzichten, bis uns vor ein paar Jahren ein Inserat in der Schweizer Revue aufgefallen ist. Und so fanden wir IHN. Er lässt die besten "Olma Brodwörscht", Stumpen (Cervelat), Fleischkäse und noch vieles mehr in Westcanada nach seinen Anordnungen seinem Rezept produzieren und importiert all die vielen Goodies aus der Schweiz. Soviel ich weiss ist er sogar der Generalimporteur für Kressi Essig. Mit uns spricht Ueli Ostschweizer Dialekt. Aber ich bin sicher, mit einem Berner spricht er waschechtes Bärndütsch.

Normalerweise gestalten wir den Einkauf bei ihm zu einem Tages- oder sogar Mehrtagesausflug, denn wir fahren bei unseren Kurzreisen in den Süden praktisch bei ihm vorbei.

Zum ersten Mal haben wir die Bestellung nicht selber in Toronto abgeholt. Der Zeitpunkt (resp. die Ankunft der neuen Fleischlieferung aus dem Westen) passte einfach nicht in unseren Terminkalender. Kurzerhand wurden die Wundersachen auf eine Palette verpackt und per Lastwagen über Nacht in unsere Stadt gekarrt. So musste ich nur noch zwei Mal 35 km fahren und wir hatten anschliessend beim Auspacken endlich wieder mal ein hundertprozentiges Heimatgefühl. So guet! Aber seht selber:


Hier weiss man wenigstens sicher, was drin ist. Der canadische Apfelsaft stammt meistens aus China-Konzentrat...


Die Flaschen im Hintergrund sind "baking flavour". Hochprozentig. Und ich verwende sie auch manchmal zum Backen. Ehrlich!


Es sind echte "Olma Brodwörscht", das habe ich hier festgestellt. Das andere ist Schinkenspeck (importiert aus dem Tirol), Appenzeller Moschtbröckli, doppelt geräuchter Speck, der beste Fleischkäse überhaupt usw.


Dank dem Sbrinz (und dem Glarner Ziger im Vorrat) kann ich nun endlich dieses Rezept ausprobieren.

Uebrigens haben wir nach der Rückkehr meiner Schwester aus der Schweiz vor zwei Wochen dies erhalten: 


Ich liebe Gala-Chäsli. Auch so ein comfort food! Und damit Marcel auch wieder einmal an sein vorheriges Leben erinnert wird:


So schwelgen wir also momentan im schweizerischen Schlaraffenland. 
Aber jetzt muss ich rennen, wir haben viel zu tun...

Nachtrag: Das möchte ich euch nicht vorenthalten (Link geklaut kopiert beim Zimi)