31 Juli 2015

Hochsaison

Bei uns startet heute das wichtigste lange Wochenende des Sommers, die Saisonspitze sozusagen. Nachher wird es langsam wieder ruhiger werden und der Campingalltag plätschert (für uns) wieder gemütlicher vor sich hin. Uebernachtungsgäste sind ja toll, geben aber auch eine Menge Arbeit. Die sanitären Anlagen sehen nie ganz so aus, wie ich mir das wünsche und das mit der Abfalltrennung ist auch so eine Sache. "Aus den Augen - aus dem Sinn" scheint bei Kurzgästen oft die Devise zu sein. Und wir können dann schauen, wohin mit dem Zeugs.

Hauptsache ist jedoch, unsere Kurz- und Langzeitgäste haben Spass, können sich gut erholen und geniessen Sonne, Wind und Wasser...

Das ist Bybe, der Hund einer Freundin, die bei uns zu Besuch waren.

Einen Spezialgruss in die Schweiz. Allen einen schönen und gemütlichen 1. August, alles Gute zum 724. Geburtstag! Ich werde zur Feier des Tages wieder mal das Schweizer T-Shirt anziehen und Ländlermusik laufen lassen :-).


22 Juli 2015

Feuer am Himmel

Gestern hat die Natur wieder mal eine Abendvorstellung gegeben. Um neun Uhr leuchtete der ganze Himmel und die Umgebung in pink-golden. 




Was man auf den Bildern nicht sieht: Zur ganzen Vorstellung fielen dicke Regentropfen vom Himmel. Dadurch konnte ich mir nicht wirklich Zeit nehmen, Bilder zu machen, wie pink alles leuchtete. Unsere neuen Kieselsteine wetteiferten mit dem Himmel um die Wette...


21 Juli 2015

Shad flies oder Fish flies

Es gibt noch ein Fliegengetier, das ich hier vorstellen will. Jedes Jahr anfangs Juli steigt es aus dem Lake Nipissing und überfällt die Stadt zu Tausenden und Abertausenden. Sie leben nur ein paar Stunden (für die Fortpflanzung) und werden vor allem nachts vom Licht angezogen. Am Morgen sehen jeweils viele Hausfassaden etwa so aus:



Zu Tausenden kleben sie an den Gebäuden und werden oft mit Hochdruckreinigern weggewaschen.


Der Geruch, den sie verbreiten - vor allem, wenn sie zerquetscht sind - erinnert an Fisch... viel Fisch...


Meistens ist der ganze Spuk nach einer Woche wieder vorbei...


Natürlich findet man sie auch auf den Strassen und Gehwegen. Beim Drauftreten knackt es und ein leichter Fischgeruch verbreitet sich. Die Stadt und Geschäfte geben Unmengen aus, um die Tiere Tag für Tag zusammenzufegen, von den Fassaden zu waschen, sie einfach irgendwie zu entsorgen. 
So unangenehm die ganze Angelegenheit auch ist, die Tiere beweisen, dass der See und sein Ecosystem noch gesund sind, hier kann man es nachlesen.



20 Juli 2015

Für fünf Minuten...

fühlten wir uns wie in einer Autowaschanlage!




Dann war der Spuk vorbei, die Welt frisch gewaschen, die Regenfässer gefüllt, der Garten getränkt... und die Sonne drückte wieder durch. So liebe ich Regen (solange ich ein Dach über dem Kopf habe).

Wochenend-Ausbeute

Eigentlich finden wir es gut, wenn unser Campingplatz von Wochenend-Gästen besucht wird. Vor allem, wenn es sich dabei um Angehörige und Freunde unserer saisonalen Camper handelt. Was wir allerdings ziemlich doof finden, sind die Gäste, die Schäden verursachen und dann einfach klammheimlich wegfahren. So wissen wir leider nur zum Teil, wer uns da so viel Arbeit und Kosten verursacht...


Eine umgefahrene Tanne...


die total beschädigte Schutzwand unserer Quelle im Campground...



und die umgefahrene Abschrankung des Septicfeldes 
(das Feld dient zur Abwasserreinigung).


Der eigentliche Aerger ist ja nicht, dass so etwas passiert. Wirklich unverständlich ist uns jedoch, dass die Verursacher nicht zu ihren Missgeschicken stehen können...


18 Juli 2015

Pink Rocks


Im letzten Herbst sind bei uns neue saisonale Camper eingezogen. Als der Trailer an seinem Platz war, verschwanden sie schwupps Richtung Süden, nach Florida, in ihr Winterquartier. Snowbirds werden diese Menschen genannt, die im Sommer hier in Canada wohnen und zum Teil auch noch arbeiten, und die kalten Wintermonate in wärmeren Gefilden verbringen, meistens in einem Trailer oder Mobilehome. Diejenigen, die über etwas mehr Taschengeld verfügen, bewohnen schon mal ein Appartement oder sogar ein ganzes Haus. Unzählige Canadier machen das solange sie es irgendwie können. Erst wenn sie aus gesundheitlichen Gründen die zusätzliche Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können, verkaufen oder verlassen sie meist schweren Herzens ihr Winterquartier.

So ein Snowbird-Paar ist also bei uns eingezogen. Während der letzten paar Sommer arbeiteten sie in einem Steinbruch. Er machte alle Unterhaltsarbeiten, schaute nach dem Rechten, den Baumaschinen, mähte Gras, überwachte das Gelände etc. und sie kochte und putzte für die ganze Mannschaft. Der Steinbruch ist sehr abgelegen. Eine ungeteerte Strasse, wohl eher ein schlechter Waldweg, führt über 20 km durch den Busch zum Camp. Wenn man Pech hat, kommt einem ein Riesenlaster entgegen, denn die Steine und Steinplatten müssen ja auch abtransportiert werden. Das Gelände besteht aus zwei Steinbrüchen und einigen Seen, viel Wald und Natur - Bären, Elche, Fische usw. inbegriffen.

Es ist eine Mica-Quary, die Uebersetzung auf Deutsch habe ich nicht gefunden. Jedenfalls glittert und glitzert dieser Stein in verschiedenen Farben. Es gibt weisse, grüne, rosafarbene, schwärzliche und Mischungen von allem. Das Mica wird dort vor allem für Europa, speziell Italien, abgebaut. Vor allem grosse Platten am Stück sind begehrt. Natürlich fallen da auch Abfallsteine an. Diese werden zerkleinert und als farbigen Kies verkauft. Und nun hatten wir das Glück, dass uns unser neue Mieter von diesem Kies brachte, vier Dodge-Truckladungen voll. Nun sieht es vor unserem Eingang sehr pink, sehr sauber und richtig aufgeräumt aus. Ich muss nicht mehr gleich zum Staubtuch greifen, wenn mal ein Auto beim Vorbeifahren den ganzen Sand aufwirbelt, dessen Staub unweigerlich bei mir in der Lodge landet. 


alles Handarbeit...


 fertig verteilt - sehr praktisch und sauber


Nach getaner Arbeit haben wir uns eine Pause verdient... Ein Ferienhaus-Nachbar, Pilot bei Air Canada, hat uns diese Gaumenfreude aus Zürich mitgebracht. Er fliegt Kloten ab und zu an. Da sagen wir doch nicht nein...




17 Juli 2015

Weisse Wolke

Ich habe keine Ahnung, woher es gekommen ist. Tatsache bleibt: Es wird jedes Jahr grösser. Eine fragile Pflanze, sehr gut geeignet für Blumensträusse.

Et voilà, hier ist es, das Schleierkraut:






14 Juli 2015

Cola Song einmal anders

Der berühmte Cola-Song von 1971:

I'd like to build the world a home and furnish it with love,
Grow apple trees and honey bees, and snow white turtle doves.
I'd like to teach the world to sing in perfect harmony,
I'd like to buy the world a Coke and keep it company.
(repeat the last two lines, and in the background:)
It's the real thing, Coke is what the worlds wants today.

Ich würde der Welt gerne ein Zuhause bauen und es mit Liebe einrichten, Apfelbäume anbauen und Bienen und schneeweisse Tauben züchten. Ich würde der Welt gerne beibringen, in perfekter Harmonie zu singen, ich würde gerne der Welt eine Cola kaufen und ihr Gesellschaft leisten. Das ist das wahre Ding, Cola ist, was die Welt heute will...

Der Spot wurde nun mit alter Melodie und neuem Text von der US-Verbraucherorganisation CSPI (Center for Science in the Public Interest) neu aufgenommen:


Darsteller im Film sind Diabetiker, Hypertoniker, Uebergewichtige, junge Leute mit Zahnersatz, Aerzte und ihre Assistenten. Der Song endet mit den Worten, dass das alles nichts mit Glücklichsein zu tun hat.

Natürlich hat nicht nur "Cola" an diesem Schlamassel Schuld. Es ist das ganze verarbeitete zuckrige und fettige Zeugs, dass viele Menschen essen...

Und jetzt mach ich mir einen Fruchtsalat zum Frühstück, die lokalen Erdbeeren sind nämlich reif, jawohl!



09 Juli 2015

Ueberraschung der Woche

Vor ein paar Wochen habe ich über meine alte Sammelleidenschaft geschrieben. Und es ist erhört worden. Langsam aber sicher trudeln neue Postkarten bei mir ein. So guet! 


Zuallerst kam eine aus der Provence. Allerdings zählt die nicht richtig, denn es war eine E-Postkarte. Gefreut hat sie mich trotzdem!
Dann kamen je eine aus Prag, aus Budapest, aus dem Tessin, von der Taminaschlucht und ja, eine auch aus Köln!

Heute jedoch lag in unserem Briefkasten diese übergrosse Karte:


Eine riesige persönlich gestaltete Postkarte aus Frankreich der Schweiz. Zimi hat damit den Vogel abgeschossen :-) Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie Postkartencreator gibt. Die Karte hat ein wenig gelitten, denn unsere Post wird immer zusammengewursteltfaltet und in die Box gestopft. Eine Wundertüte jedesmal.

Herzlichen Dank an alle. Und wenn mir jemand eine richtige Postkarte von irgendwo auf der Welt schicken will: Die Adresse kann hier angefragt werden.


07 Juli 2015

Adieu


Max, eine Stunde vor seiner Reise in die andere Welt... wir waren noch beim Tierarzt um herauszufinden, wo seine Atemnot herkommt. Schon vorher haben wir besprochen, dass er nach Möglichkeit natürlich sterben soll, wenn es die Situtation zulässt. Am frühen Morgen hat er noch vergnügt mit uns Frühstück gegessen. Vermutlich war es ein Herzinfarkt, nebst der Atemnot. Trotz allem war es unerwartet und wieder mitten in der Stadt, wie bei Rex vor einem Jahr. 

Nun ruhen beide nebeneinander in der Nähe der Lodge und wir sind zum ersten Mal seit über vierzehn Jahren hundelos. Es tut weh - natürlich, aber Max hatte ein langes und glückliches Leben. Er war ein quirliger, lustiger, fröhlicher und von allen geliebter Hund. Er fehlt uns.


02 Juli 2015

Mystischer Morgen

Nach dem Regentag von gestern verspricht der Morgen Sonne pur heute. Gleich nach dem Aufstehen machte ich mich auf den Weg zum Seeufer, um die unglaubliche Stimmung einzufangen.

Zuerst begegnete mir der unprogrammierbare, vollautomatische Rasenmäher:


Hingebungsvoll knabberte er an unserem Rasen...


Auf dem Weg zum See hörte ich ein Riesengeplantsche. Die zwei Gänsefamilien nahmen Reissaus vor mir, schwammen rasch davon...


und verschwanden in den leichten Nebelschwaden, 
die über dem See schwebten.


die Boote am Dock


fragile Spinnweben - 
die Bootsbesitzer waren wohl eine Weile nicht hier...



Die Sonne ist am Aufgehen, frisst die Nebelschwaden auf


und man hört leise Geräusche vom Campingplatz. 


Ein neuer Tag am See kann beginnen.


01 Juli 2015

Happy Canada Day

So lautet heute der Gruss anstelle des "how are you?". Wir feiern nämlich den Geburtstag von Canada und haben Nationalfeiertag - den 148.

Leider regnet es heute Morgen, aber gegen Abend soll es besser werden, damit die Feuerwerke dann auch richtig schön leuchten können.