21 September 2013

Sommer-Rückblick

Wie so oft im Sommer hatte ich einfach nicht genug Zeit für meinen Blog. Am Sonntag ist Herbstbeginn, also der richtige Moment für einen Sommer-Rückblick:

Ende Juli ist überraschend ein Riesenwohnmobil aufgetaucht und mit ihm kam Peter, der jodelnde Berliner. Er war mit seinem Wohnmobil ganz allein unterwegs und wollte es bis Ende August an die Ostküste schaffen. Es hat ihm in unserer Gegend so gut gefallen, dass er zwei Wochen geblieben ist. Bereits am ersten Tag ist er mit einem T-Shirt voller Pfifferlinge von einem Spaziergang zurückgekommen. Der See und die Flusslandschaft scheinen es ihm besonders angetan zu haben, denn er ist stundenlang mit dem Kanu draussen gewesen, hat die Gegend erkundet und den einen oder anderen Fisch gefangen. Wir haben ein paar vergnügte Stunden zusammen verbracht. Wer weiss, vielleicht sieht man sich ja mal in Europa...


Im August haben die Männer ein neues Projekt in Angriff genommen. Neben dem Pizzahaus entstand ein toller Unterstand für unsere Schweizer Gartenmöbel. Endlich konnten wir die Sachen aus der Versenkung holen und wieder in Gebrauch nehmen. Der Platz unter der grossen Pine ist sehr schön geworden und wir haben ihn natürlich entsprechend eingeweiht:



Rex ist natürlich auch immer mit von der Partie. Er hat diesen Sommer ein neues Hobby angefangen. Wo es ihm gefällt, gräbt er sich eine kühle Grube und ruht sich anschliessend darin aus:



Am 10. August hatten wir eine Hochzeit im Camp. Die Zeremonie fand beim Cedar Cottage am See statt und Marcel kochte für die (kleine) Hochzeitsgesellschaft. Das Restaurant war für die Gruppe ideal. Hier sind wir am Vorbereiten der Tische.
Es war eine interessante Erfahrung für uns und dass uns am Morgen die Wasserpumpe im Stich liess, hat glaub ich niemand bemerkt. Zu unserem grossen Glück ging der Besitzer von Kelly's Pump am Samstagmorgen ins Büro und hat unsere Message auf dem Telefonbeantworter gehört. Er ist sofort zu uns rausgefahren und hat mit Marcel zusammen das Problem innerhalb von zwei Stunden beheben können. Wir sind schon etwas unter Druck geraten, denn eine Hochzeitsgesellschaft im Haus und kein Wasser... das wäre gar nicht gegangen. Wir haben also wieder einmal Glück gehabt.


Mein Garten hat sich gut entwickelt und ich konnte viele Tomaten und Zucchetti ernten. Sogar ein Kürbis ist gewachsen, allerdings ist er ziemlich klein geraten. Unser Boden gibt halt nicht viel her, noch nicht, denn ich bin fleissig am Kompost machen. Ist ja gut, wenn man sich noch etwas steigern kann.


Am 31. August haben wir im Gedenken an einen unserer saisonalen Camper eine Linde gepflanzt und ein Fish-Fry mit Corn Roast veranstaltet. Georges ist im Juli gestorben, nur ein paar Wochen nach seiner Krebsdiagnose. Er war einer unserer begeisterten Fischer, der tagelang auf dem Boot verbrachte. Oft haben alle nach ihm Ausschau gehalten, wenn er beim Eindunkeln immer noch nicht zurück war.



Anfangs September machten Brigitte und ich eine Wanderung zum Magee Lake, ein wunderschöner See etwa ein-einhalb Stunden von hier. Wir waren vor allem auf der Suche nach essbaren Pilzen, haben jedoch gemerkt, dass das gar keine so einfache Sache ist, wenn man sich nicht auskennt. Pilze haben wir jedoch in vielen Farben und Formen gesehen, wie zum Beispiel diese hier:



Gleichzeitig haben wir die ersten Herbstboten entdeckt:


Am 11. September war wieder Geburtstagszeit und wir haben eine Dinnercruise mit der Chief Commanda auf dem Lake Nipissing gemacht. Wir wurden sogar mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt:

  

Gegen das Ende des Sommers, wenn es nicht mehr so heiss ist, buchen vermehrt Gäste die Cottages, um mit ihren ATVs (Quads) oder sonstigen "Spielzeugen" die 200 km markierten Trails auszuprobieren. Hier ein solches Monster:


Marcel nutzt jede freie Minute für die Wintervorbereitung, d.h. er macht Feuerholz. Dieses Holz hier ist jedoch für den Pizzaofen gedacht:


Auch mein Blumenboot hat sich dieses Jahr ganz gut gemacht, etwas wild zwar, dafür umso üppiger. Und die Zucchettipflanzen darin haben sich auch ganz gut bewährt:


Und zu guter Letzt noch dies: Letzte Woche habe ich Mary im Pflegeheim in der Stadt besucht. Mary ist unsere 94 Jahre alte Nachbarin, die seit dem April leider nicht mehr in ihrem Häuschen am See lebt, sondern eben in der Stadt. Wir sind zum Lunch gegangen und fuhren am Verkehrsbüro vorbei, wo auch ein kleines Museum und davor ein Totempfahl steht. Und da erzählt mir Mary, dass der Baum, woraus dieser Totempfahl gemacht ist, vom unserem Camp stamme. Sie sei dabei gewesen, als der Riesenbaum gefällt wurde. Leider sagt die Plakette nichts über die Herkunft des Holzes aus. Zum Glück hat mir Mary das erzählen können, so sehe ich die Statue nun mit ganz anderen Augen:




Nun verabschieden wir den Sommer 2013 und hoffen auf einen sonnigen und möglichst langen Herbst: