auf die himmlische Autowaschanlage
Posts mit dem Label Allgemeines werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Allgemeines werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
30 März 2020
19 März 2020
Ups...
Mein Februarbeitrag ging total vergessen.
Es sind aber auch komische Zeiten!
Bleibt gesund da draussen!
11 April 2016
Goht's no?
Frau Holle ist endgültig durchgeknallt! Vorletzte Nacht fielen die Temperaturen doch in die doppelten Minuszahlen. Seht selbst:
Die Vögel sind völlig durcheinander und fressen sich die Bäuche voll. Wir verbrauchen im Moment soviel Vogelfutter, wie den ganzen Winter nicht.
der Specht hüpfte immer aus dem Bild...
Ob ich wollte oder nicht, ich musste schaufeln... den Weg ins Gästehaus für unsere Besucher:
Schnee ohne Ende
Blick vom Cedarcottage auf den gefrorenen See...
Wo Marcel mit dem Traktor geräumt hat, schmilzt und trocknet es tagsüber schnell.
alles zugeschneit...
Aber wir sind zuversichtlich, der Frühling kommt! Irgendwann!
01 April 2016
14 Juni 2015
Ferien am See
Eigentlich sieht es nicht nach viel aus von hinten...
unser Cedar Cottage am See. Aber die Aussicht von der mit Fliegengitter geschützten Veranda ist grandios:
Da kann es schon geschehen, dass einem ein Biber vor der Nase rumschwimmt. Enten sowieso. Vielleicht verirrt sich auch mal ein Waschbär oder ein Reh vor die Aussicht. Mit eigenem Sandstrand und schattigen Bäumen lässt es sich hier aushalten.
Und sollte es mal regnen, bietet es innen genügend Platz zum Verweilen. Mit zwei Schlafzimmern ist es ideal für die kleine Familie.
Inzwischen sind die ersten Gäste eingetroffen, eine Familie aus Alberta (Westcanada), die in der alten Heimat Ferien macht. Die nächsten Monate sind die Betten gut gebucht, sei es für ein Wochenende, ein paar Tage oder eine ganze Woche.
Dieser Gast hat sich nicht in der Adresse geirrt. Die Monarchfalter haben das Zuckerwasser der Kolibri entdeckt. Es ist lustig zu beobachten, wie die beiden Tiere Respekt voreinander haben. Von der Grösse her sind sie etwa gleich, aber die Kolibri lassen sich mit Düsenjäger vergleichen und die Monarchfalter eher mit einem Segelflugzeug. Bilder zu machen schaffe ich nicht, dazu bewegen sich dann beide Tiere doch zu schnell.
Labels:
Allgemeines,
Cottage,
Ferien,
Gäste,
Natur,
Schmetterlinge,
See,
Tiere
03 Juni 2015
Markttag
Heute mussten wir mit dem Truck in die Garage in die Stadt und hatten Glück, denn seit letztem Jahr findet auch am Mittwoch der Farmers Market statt.
Bisher war der nur am Samstag und da können wir natürlich nie weg vom Camp. So schlenderten wir mit Max durch die Stände und wunderten uns, weshalb denn alle Parkplätze besetzt sind und vor allem, warum nur sind so viele Schulbusse überall aufgereiht?
Da schaltete es uns. Es ist "Armed Forces Day". North Bay ist nicht nur Universitätsstadt, sie ist auch Militärstadt. Jedes Jahr im Juni wird das mit einer Feier und einer Flugshow celebriert. Deshalb all die Schulklassen in der Stadt und all die Zuschauer, die an der Uferfront auf die Snowbirds warten:
Die Region zwischen der Haupteinkaufsstrasse und dem See war früher ein Güterbahnhof. Seitdem der stillgelegt worden ist, entwickelt sich langsam aber sicher eine schöne Uferlandschaft mit Parks, Gärten, einer Mini-Eisenbahn, zwei Karussells (wunderschöne Holzpferde, gestaltet von Künstlern aus der Region), einem Labyrinth, dem Ortsmuseum und Vielem mehr.
der See liegt hinter uns
Für den Bau dieser Anlagen ist die Stadt auf Spenden angewiesen und es wird noch eine Weile dauern, bis alle Pläne fertiggestellt sind. Aber Rom wurde ja auch nicht in einem Jahr erbaut.
Und plötzlich erinnern wir uns: Vor genau einem Jahr waren wir auch an diesem Mittwoch in der Stadt. Es war auch Flugshow und die erschreckte Rex auf dem Weg zum Tierarzt ganz gewaltig. Es waren seine letzten Stunden, denn genau vor einem Jahr mussten wir ihn gehen lassen.
Labels:
Allgemeines,
Farmers Market,
Jahrestag,
North Bay,
Rex
01 Mai 2015
Und er kommt doch!
In Riesenschritten kommt der Frühling bei uns an. Temperaturen bis 20 Grad und (noch) keine Blackflies. Daran kann man sich gut gewöhnen.
Die Frühlingsblumen springen förmlich aus dem Boden.
Endlich habe ich es geschafft eine neue Kamera zu kaufen. Das Beste war, es gab 25% Rabatt, weil die Schachtel schon geöffnet war:-). Es fehlten dann auch zwei der vier mitgelieferten Batterien und die Tragschlaufe. Aber hey, der Rabatt macht das längstens wieder wett.
Nun muss ich mich an die neue Gute gewöhnen. Es ist eine sogenannte Bridge-Kamera mit viel Automatik, einem recht guten Zoom und für meinen Anspruch viel zu viel Möglichkeiten. Hier ein paar Bildversuche:
Das Komposthaufen-Gitter haben wir umfunktioniert zum Tannzapfenhalter. Die Tannzapfen sind gute Feuerstarter, die vor allem im Winter hochwillkommen sind. Die neue "Ernte" fällt momentan grad von den Bäumen.
Diese Holzbeigen müssen wir dieses Jahr unbedingt im Pizzaofen versenken. Sie sind inzwischen nämlich ausgezeichnet gelagert.
Max der Spaniel Jäger mischt im Moment den ganzen Park auf. Die Hasen rennen kreuz und quer durchs Gelände und Max keuchend hinterher. Unglaublich, was der vierzehnjährige Senior für Energien entwickelt. Mit seiner Hörbehinderung und dem verminderten Sehvermögen wird er nie eine Beute erwischen. Dafür macht es ihm Spass und er ist glücklich wie Anton. Er erschreckt uns zwischendurch, weil er sich vermutlich zu sehr verausgabt. Dann liegt er ganz ruhig flach auf der Erde und wartet, bis der Schwächeanfall vorbei ist. Soll er es geniessen, denn in zwei Wochen gilt wieder Leinenzwang bei uns.
Ein mögliches Opfer, der Groundhog,
der neben und unter unserem Container lebt.
Max hat ja viel Geduld -
(und ich muss meine Kamera schnellstens in den Griff bekommen, damit ich einen Schnappschuss mit Hund UND potentieller Beute machen kann.)
Der Blick von der Werkstatt zum Holzschopf. Links das umgebaute Bootshaus. Auch mit altem Lodgedachblech verkleidet. Davor steht Marcels altes Minivelo von 1970 und je ein Herren- und Damenvelo, Baujahr ca. 1948. Sie gehörten meinen Eltern und sind alte englische Tourenfahrräder. Irgendwann wird sie jemand entdecken und zu neuem Leben (als Antiquität) erwecken.
Marcel musste sie aus dem Schopf nehmen, um den Bagger am Traktor befestigen zu können:
Der Aussenofen mit Holzschopf:
Ein wenig Holz ist nach dem Winter doch übrig geblieben (denn wir verbrennen momentan Holz von frisch gefällten Bäumen oder anderes minderwertiges Holz. Das gibt in der Uebergangszeit genügend Wärme ab).
Das Holz für den nächsten Winter. Unsere Wunder-Holzbearbeitungsmaschine befindet sich im Unterstand hinter dem roten Holzschnitzler. Marcel wurde im letzten Herbst nicht ganz fertig mit seinem Projekt. Am Schluss wird daraus eine "Garage" wie für die Kanus. Alles Material ist wiederverwertet. Der Rahmen stammt von einem dieser günstigen Plastik-Autounterstände, die im Winter meistens durch die Schneelast in sich zusammenfallen. Das Gestell (hat uns ein Camper gebracht) lässt sich prima als Basis gebrauchen. Das Dach (und später auch die Wände) sind noch von unserem alten Lodge-Dach. Für die Türen liegen bestimmt noch irgendwo alte Holzplatten herum. Da wir in einer nicht-organisierten Gemeinde leben, brauchen wir keine Baubewilligungen und dürfen bauen, was uns gerade in den Sinn kommt. Einzig die Provinz-Vorschriften müssen wir einhalten. Da geht es aber vor allem um Strom, Gas, Wasser und Statik. Damit will man ja auch keine Bastelei anstellen.
Der letzte Schneehaufen hinter der Lodge. Unter der schwarzen Blache befindet sich das Feuerholz für den Campingplatz (muss noch in Säcke abgefüllt werden). Links die Rückwand vom Gästehaus, in der Mitte das Gartenhaus (ein altes Cottage) und rechts ist die Kanu-Garage, wo den Winter über alle Kanus und Kajaks sowie die Rasenmäher versorgt sind.
Und nun noch ein weiterer Lieblingsbaum:
Er beschützt den Aussensitzplatz und steht tatsächlich so schräg. Wahrscheinlich ist er als junger Baum von den Nachbarn zu sehr bedrängt worden. Inzwischen hat er sich jedoch durchgesetzt und ist der grösste Baum auf der West-Seite der Lodge. Er dürfte schon einige Jahrzehnte alt sein.
Soviel für heute. Ich muss noch viel üben mit der neuen Kamera. Geduld in dieser Hinsicht ist absolut nicht meine Stärke...
28 Januar 2015
24 Dezember 2014
Zum Jahresende
Freude, Friede, Eierkuchen...
wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern für die kommenden Tage
und vor allem ein
glückliches, gesundes und zufriedenes
2015
12 November 2014
Gegensätze
Der 11. November ist ein wichtiger Tag. Je nachdem, wo man sich auf dieser Welt befindet, hat er eine völlig andere Bedeutung.
In Nordamerika und Teilen Europas feiert man den Remembrance Day. Man ehrt die Armeeangehörigen, die ihr Leben im ersten und zweiten Weltkrieg oder während eines anderen Konfliktes im Namen des Friedens verloren haben. In diesem Jahr gedenkt man auch besonders der zwei Soldaten, die vor einigen Wochen so hinterrücks hier in Canada umgebracht wurden. In den meisten Provinzen Canadas ist Feiertag. Hier in Ontario sind nur alle Verwaltungen, Banken und die Post geschlossen, ist also kein federal statutory Holiday. Viele Gedenkfeiern finden statt und praktisch alle tragen das rote Poppy als Zeichen der Erinnerung und des Respekts. Am 11.11. um 11.00 Uhr finden die Gedenkzeremonien statt, hier ein Bild der Feier in North Bay:
Quelle: Nugget online
Derweil in vielen Gegenden der Schweiz und Deutschlands. Da ist der 11.11. um 11.11 Uhr vor allem Eines: Der Auftakt zur fünften Jahreszeit, der Fastnacht, dem Karneval oder Fasching. Dazu ein Bild der Feier in St. Gallen:
Quelle: St. Galler Tagblatt online
Wie auch immer. Der 11. November ist ein Feier(licher)Tag.
08 November 2014
Briefkasten-Theater mit Happyend
Unser Briefkasten befindet sich bekanntlich 9 km vom Camp. Das war am Anfang gar nicht so einfach, waren wir von der Schweiz her doch gewohnt, den Briefkasten beim Haus zu haben.
Uebrigens habe ich dies bereits am 30.6.2007 in meinem damaligen Bluewin-Blog beschrieben. (Diese Beiträge sind leider alle verloren, denn die "BlueBlogs" wurden 2009 eingestellt und später vom www entfernt. Glücklicherweise machte ich von allem eine Sicherung und kann deshalb meinen damaligen Beitrag nochmals veröffentlichen):
"Hier nochmals ein Bild von unserem Rundflug. Wer das Camp und die Umgebung kennt, sieht genau den Verlauf der Strassen und Wege. Die zwei kleinen Seen unten rechts sind eigentlich eher Moore, aber gestaut durch Biber haben sie sich zu kleinen Tümpeln entwickelt. Sie liegen nördlich der Privatstrasse zur Black Bay, welche eine Fortsetzung der Songis Road und die Zugangsstrasse zu all den Cottages östlich von uns ist. Was heisst hier Cottages, jedes Jahr werden mehr und mehr dieser eher einfachen Ferienhäuser durch richtige Wohnhäuser ersetzt. Einige unserer Nachbarn werden in den nächsten Jahren pensioniert und gedenken, hier ihren Wohnsitz aufzuschlagen. Das hat auch Vorteile für uns. Je mehr Leute hier draussen wohnen, umso eher wird die Strasse unterhalten und wer weiss, vielleicht bekommen wir dann doch mal die Tageszeitung oder sogar die Post hier angeliefert. Unser Briefkasten ist momentan 9 km entfernt und das zuständige Postbüro liegt in North Bay, 35 km von hier, im grossen Einkaufszentrum. Das ist vor allem unpraktisch, wenn man ein Packet oder einen Brief abholen muss. In der Regel leeren wir den Briefkasten nur ein Mal pro Woche, am Montag nämlich, der unser Einkaufstag ist. Finden wir nun auf unserer Rückkehr von der Stadt einen Abholschein im Briefkasten, dann dauert es exakt eine Woche, bis wir wissen, was denn da so wichtig oder sperrig ist, dass es nicht in unsere Mailbox passt.
Anfangs machte mir das schon etwas Mühe, denn wir waren von der Schweiz gewohnt, morgens um 5 Uhr zwei Tageszeitungen und spätestens um 11.00 Uhr unsere Post im Briefkasten am Haus vorzufinden. Inzwischen habe ich aber festgestellt, dass die Rechnungen und Werbungen gut eine Woche länger liegen können, Privatpost freut uns auch dann noch und für Dringendes gibt es ja sowieso die E-Mail. Nur die Tageszeitung vermissen wir manchmal, denn oft wissen wir nicht, was in der Stadt gerade läuft. Aber da wir sowieso keine Zeit für Kino oder Theater haben und an vielen Veranstaltungen nicht teilnehmen können, spielt es auch keine Rolle, wenn wir nicht wissen, was los ist. Vor ein paar Jahren gab es noch ein Fernsehstudio in der Stadt, das die lokalen Nachrichten brachte. Aber da wurde fusioniert und wir gehören fernsehtechnisch nun zu Sudbury, das liegt 125 km entfernt. Weiter dazu gehören Sault Ste. Marie (430 km), Timmins (370 km) Huntsville (130 km) und auch Wawa (630 km). Man kann sich vorstellen, wieviel (oder wie wenig) man da wirklich über die eigene Stadt erfährt. Lokalradio gibt's aber noch und da erfahren wir dann doch ab und zu etwas. Und natürlich von unseren Campern, den Gästen im Restaurant oder auch von den wenigen Nachbarn. Wir haben gelernt nicht alles zu glauben, bis wir es ganz genau wissen. Auch hier gibt es Soap Operas, Redbridge ist eben auch ein Kaff und North Bay nicht gerade eine Grossstadt. Gerüchte reisen erstaunlicherweise auch durch den Busch. Es ist wie überall, aber das macht es ja spannend, nicht?"
***
In den sieben Jahren, die seit obigem Blogeintrag vergangen sind, hat sich natürlich einiges verändert. Unsere Poststelle befindet sich inzwischen noch einen Kilometer weiter vom Einkaufszentrum entfernt in einer Apotheke. Die Poststelle war schon vorher in dieser Apotheke, aber da diese umgezogen ist, ist auch unsere Poststelle mitgezogen. Praktischer ist es allemal, denn die Parkplatzverhältnisse sind jetzt viel besser. Wir fahren nun auch öfters in die Stadt und haben Bekanntschaft mit Kino und anderen Freizeitaktivitäten gemacht. Ein paar neue Häuser sind inzwischen gebaut oder alte renoviert worden. Es leben tatsächlich nebst uns bereits 9 Parteien das ganze Jahr hier draussen und die nächsten stehen in den Startlöchern, resp. der Keller ist gebaut...
Dass wir dadurch einen besseren Postservice erhalten, hat sich aber nicht bewahrheitet. Im Gegenteil. Die Post muss sparen. Und so haben wir im September ein Schreiben erhalten, dass uns ein neuer Briefkasten zugewiesen werde. 16 km vom Camp. Beim General Store. Der befindet sich bei der Abzweigung unserer Strasse am Highway. Was soll man da tun, Post-Routen werden aufgehoben, zentralisiert, vereinfacht, günstiger gemacht. Dachte ich... Bis ich dann merkte, dass unsere grünen alten abgenutzten Briefkastenboxen gar nicht abgeräumt wurden und an unserem alten Fach ein neues Vorhängeschloss hängt. Jemand anders benutzt unseren Briefkasten!
Was soll denn das? Nicht mit mir! Ziemlich viele rebellische Gedanken machten sich breit und ich hängte mich ans Telefon und wollte herausfinden, weshalb man uns zum General Store verschiebt und jemand anders unseren Briefkasten erhält. Die Achthunderternummer verbindet mich mit einer geduldigen Sachbearbeiterin irgendwo in Canada, die meine Geschichte anhört. Natürlich hat sie keine Ahnung, weshalb und warum. Sie notiert pflichtbewusst alles, gibt mir eine Ticketnummer (Bearbeitungsnummer) und verspricht einen Anruf von der zuständigen Poststelle.
Das klappt dann auch ein paar Tage später und der Postbeamte erklärt mir, dass die Briefkasten logischer verteilt wurden, damit auch ein Ersatzbriefträger die Arbeit machen könne. Die Briefkästen sind nun nach Strassen und Hausnummern verteilt. Das tönt logisch, aber ich verstehe immer noch nicht, weshalb wir von den Briefkästen 9 km vom Camp zu den Briefkästen 16 km vom Camp umziehen mussten und eine unserer neuen Nachbarn unsere Box erhält. Man verspricht mir einen Rückruf und erbittet die Zustimmung, das "Ticket" zu schliessen, weil erledigt. Ich bin einverstanden, denn ich werde ja einen Rückruf erhalten. Ich warte. Und warte. Und warte. Dann rufe ich selber wieder an. Diesmal direkt die zuständige Poststelle. Nach mehrmaligem Anlauf erreiche ich endlich wieder den Sachbearbeiter. Der erklärt mir, er könne nichts machen. Er verstehe meinen Aerger zwar, aber all die grünen Boxen 9 km vom Camp seien besetzt. WAS??? Weshalb denn sowas? Ich will einfach wissen, weshalb man uns den Kasten genommen und jemand anderem gegeben hat. Kann er mir aber nicht erklären. Das wurde angeblich in London, Südontario, (wahrscheinlich liegt dort irgendein Entscheidungszentrum der Post) so entschieden. Aber das ist für mich keine Erklärung. Ich werde ziemlich energisch und will einfach eine Antwort, wie genau sie zu einer solchen Entscheidung gekommen sind. (Zwar ahne ich die Antwort, aber sie kommt einfach nicht). Dann will ich mit dem Vorgesetzten des Sachbearbeiters sprechen oder wenigstens seinen Namen erfahren. Der Sachbearbeiter blockt. Ich gebe nicht nach. Schlussendlich sagt er entnervt, dass er alles nochmals weiterleiten werde und sich bei mir innerhalb zwei Tage wieder melden werde.
Szenenwechsel.
Marcel und ich sind mit unserer Wundermaschine am Holzen. Endlich regnet es mal nicht und die Sonne wagt sogar einen Blick durch die Wolken. Wir kommen gut voran mit unserer Arbeit. Die letzten zwei Stämme müssen noch zerschnitten, gespalten und aufgeschichtet werden. Da sehen wir plötzlich zwei Männer in Postuniform auf uns zukommen. Ich unterbreche die Arbeit und nehme meinen Holzfällerhelm ab. Die zwei "Beamten" stellen sich vor als die Verantwortlichen der North Bay Postverteilung. Sie wollten sich ein Bild von der Situation mit den Briefkästen machen und sie können nun wirklich verstehen, weshalb ich sauer sei. Sie erklärten mir, dass die neue Briefkastenverteilung nach Strassen vorgenommen wurde. So wurden alle Briefkästen der Bewohner unserer 16 km langen Strasse zum General Store verschoben. Und die Bewohner der wenigen Seitenstrassen haben ihren Briefkasten neu bei den grünen Boxen erhalten. Das erklärt, weshalb unsere Nachbarn nun unseren alten Briefkasten haben. Da das Camp als einzige am Ende unserer Strasse liegt (wir haben die Nummer 1875) und die zweitletzten Bewohner der Songis Road etwa 8 km von uns weg sind - dazwischen gibt es keine Häuser - hat das ausser uns fast niemanden gestört. Die Postbeamten mussten jedoch zugeben, dass dies wirklich nicht gut durchdacht wurde und für uns äusserst unpraktisch sei. Sie versprachen mir eine schnelle Antwort und eine hoffentlich gute Lösung.
Schlussszene.
Und tatsächlich. Nur zwei Tage später erhalten wir einen Anruf, dass eine neue grüne Box bewilligt worden sei und wir den obersten linken Briefkasten davon erhalten werden. Und seit gestern ist es Tatsache: Eine neue grüne alte abgenutzte Briefkastenbox mit 10 Fächern steht neben den beiden anderen. Als ich extra die Fahrt dorthin unter die Räder nahm, um unser altes Vorhängeschloss daran anzubringen, war sogar schon die erste Post darin für uns: Es sind zwei Briefe und zwei Abholscheine, um auf dem Postamt bei der Apotheke in der Stadt unsere neuen Pässe abzuholen. Das werden wir am Montag erledigen.
Na also! Geht doch!
Schlussszene.
Und tatsächlich. Nur zwei Tage später erhalten wir einen Anruf, dass eine neue grüne Box bewilligt worden sei und wir den obersten linken Briefkasten davon erhalten werden. Und seit gestern ist es Tatsache: Eine neue grüne alte abgenutzte Briefkastenbox mit 10 Fächern steht neben den beiden anderen. Als ich extra die Fahrt dorthin unter die Räder nahm, um unser altes Vorhängeschloss daran anzubringen, war sogar schon die erste Post darin für uns: Es sind zwei Briefe und zwei Abholscheine, um auf dem Postamt bei der Apotheke in der Stadt unsere neuen Pässe abzuholen. Das werden wir am Montag erledigen.
Na also! Geht doch!
27 April 2014
Frühling?... Yes!
Mit etwas Glück ist nun auch bei uns der Frühling eingekehrt. Es muss so sein, denn die ersten Krokusse gucken aus der Erde und in drei Wochen ist die Campingsaison bereits eröffnet! Zwar haben wir noch jede Nacht Unter-Null-Temperaturen, aber tagsüber wird es schnell warm - wenigstens, wenn die Sonne scheint. Auf kommende Woche sind jedoch sechs Tage Regen vorausgesagt, grrrr...
Der Schnee schmilzt nun auch unter den Bäumen und im Busch, das Eis auf dem See wird jeden Tag dünner. Heute hat sich endlich beim hinteren Fluss eine grosse Schneise im Eis aufgetan. Wir haben tatsächlich genug Winter gehabt und geniessen jeden warmen Sonnenstrahl (wie zum Beispiel heute Sonntag).
die Docks warten auf die Eisschmelze
Maple Sugar Festival in Powassan
Gestern besuchten wir das Maple Sugar Festival, das immer am letzten Samstag im April stattfindet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es war bedeckt, regnerisch und saukalt. Trotzdem haben sich viele Menschen eingefunden und Pancake Breakfast, Country Music, Lumberjack Wettbewerbe und die verschiedensten Verkaufsstände auf der Main Street genossen:
Es war unterhaltsam und eine schöne Abwechslung für uns. Bestimmt werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und hoffen auf wärmeres (sprich regen- und schneefreies) Wetter.
Marcel hat an einem Stand sogar ein neues Teil entdeckt, das er unbedingt unserem Wagenpark einverleiben will. Ich werde darüber berichten, wenn es soweit ist...
Ostern
Ist auch schon wieder eine Woche her, aber auch darüber gibt es etwas zu erzählen. Am Karfreitag durften wir wieder einmal Stallluft schnuppern. Seit beide "Schwesternfamilien" nicht mehr farmern, und zudem die einen auch gar nicht um die Ecke wohnen, besuchten wir ein Schweizerpaar, das etwa 80 km von uns auf einem wunderschönen Stück Land an einem Fluss eine Milchwirtschaft betreibt. Wir assen gemütlich zusammen Zmittag, machten anschliessend einen Spaziergang zum Fluss und sahen sogar einen Bären, der mitten im Fluss stand und vermutlich Fische fing.
Der schwarze schräge Strich mitten im Wasser ist der Bär, ehrlich (und ich weiss jetzt auch genau, dass ich dringend eine bessere Camera mit einem guten Zoom brauche...).
Wir sind hoch über dem Fluss spaziert und haben einen wunderschönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank besucht:
Das Farmhaus steht erhöht in der Nähe des Flusses, so richtig idyllisch:
Und nun noch einen Blick in den Stall:
Am Ostersamstag eröffneten wir mit Ursula (Schwester) und Nathalie (Nichte) die Pizzahaus-Saison:
Der Ostertisch:
Der Innenausbau vom Pizzahaus ist bald fertig. Dann braucht nur noch der Ofen ein richtiges Kleid, sprich mehr Isolation und irgend-einen Ueberzug. Erstaunlich ist, dass am Ostersonntag - nach 18 Stunden - der Ofen immer noch 200 Grad heiss war. Marcel und ich starteten gleich nochmals eine Runde Pizza.
Max - oder "Maxwell der Spaniel"
Seit ein paar Wochen ist Mäxli immer wieder bei uns in den Ferien. Er ist ein lustiger, sehr aktiver und immer hungriger 13jähriger Spaniel - der Hund meiner Schwester. Er hat schon an vielen Orten gewohnt in seinem Leben. Zuerst viele Jahre in Chisholm, dann in Ottawa, Sault Saint Marie, Thunder Bay und jetzt in Powassan, immer bei jemandem aus der Familie. Da er nicht besonders gut auf Rufe hört, ist es schwierig, ihn (in einem Dorf) einfach laufen zu lassen. Bei seiner Energie braucht er jedoch genügend Freilauf. So bietet sich das noch geschlossene Camp richtig an. Und hier darf er jetzt (innerhalb der Campgrenzen) rennen und schwimmen, soviel und soweit er will.
Als Jagdhund hilft er uns momentan, die Gänse aus dem Camp zu vertreiben und auch die Eich- und Streifenhörnli ums Haus hat er gut in Kontrolle.
Wir werden sehen, wie das in drei Wochen geht, wenn bei uns wieder Leinenzwang im Campingplatz gilt. Ob er merkt, dass er dann nicht mehr einfach überall hinrennen kann? Wir lassen uns überraschen.
Rex und Max sind beste Kumpels, beide halt schon älter und deshalb abgeklärt. Sie teilen den Wasser-, aber nicht den Futternapf (sonst würde Rex verhungern, weil er nie schnell genug ist). Am Morgen begutachten sie jeweils zusammen die Umgebung. Ob vielleicht doch noch ein interessantes Tier daher kommt?
Zum Schluss
Ein Bild vom Log Cottage, vor einer Woche:
Abonnieren
Posts (Atom)







