Das hätte ich wirklich nicht gedacht, als ich sie letzte Woche einpflanzte. Nur acht Tage hat die Hyazinthenzwiebel gebraucht, um ihre weisse Blüte zu entwickeln. Nicht so üppig wie sie die Gärtnerei heranzieht, duften tut sie praktisch auch nicht, aber hey! - es ist die erste Frühlingsblume für uns. Die zweite Blüte folgt sogleich, wie man sieht.
Aus der dritten Zwiebel scheinen nur grüne Blätter zu wachsen. Dies gilt bis jetzt auch für die Tulpenknollen. Bei den Mini-Osterglocken kann ich bisher zwei kleine Knospen entdecken. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich weiss, wieviele Zwiebeln es schaffen, eine Blume zu entwickeln.
Heute, am letzten Februartag, scheint wieder die Sonne und das bei immer noch -20 Grad. Der ganze Monat war geprägt von Minustemperaturen um die -30 Grad am frühen Morgen (und oft auch tagsüber). Nur an einem einzigen Tag erlebten wir eine windstille Morgentemperatur von -12 Grad. Es fühlte sich an wie Sommer...
In der Stadt sind noch über 100 Haushalte ganz ohne Wasser, weil die Zuleitungen eingefroren sind. Zudem gab es ein paar Wasserrohrbrüche. Man kann sich vorstellen was es heisst, Reparaturen bei solchen Temperaturen vorzunehmen. Nur schon den gefrorenen Boden aufzubuddeln ist eine Herausforderung. Das Budget der Stadt läuft momentan gerade aus dem Ruder.
Jedenfalls sind wir froh, dass es unsere Leitungen bisher ohne Probleme durch diesen happigen Winter geschafft haben. Anders als in der Stadt sind wir für unsere Wasserversorgung inkl. Quellenfassung selber zuständig und es macht sich bezahlt, dass Marcel hier vom Fach ist und in den vergangenen Jahren vieles optimiert hat.
Trotzdem hatten wir einfach auch Glück. Es braucht nur eine winzige Stelle, wo die Isolation ungenügend oder eine Leitung nicht tief genug vergraben ist und schon hat man den Salat. Das haben wir vor einem Jahr erlebt und mussten anfangs Januar eine Wand in der Küche aufreissen. Dort haben die Vorbesitzer bei der Vergrösserung der Küche zuwenig sorgfältig gearbeitet. Irgendwann verschaffte sich ein Eichhörnli Zugang über das Dach in die Zwischenwand. Dort hat es dann gewütet und dabei die ungenügende Isolation verschoben, was zu einer gefrorenen Wasserleitung führte. Das Schwierigste damals war, die genaue Stelle in der Wand zu orten. Eine Folge dieser Reparatur ist übrigens, dass wir einen Teil der Küche renovieren. Daran sind wir immer noch. Wir warten momentan nur auf bessere Bedingungen für den neuen Farbanstrich.






