15 August 2011

Sommer pur

Die Zeit vergeht wie im Flug. Das lange Wochenende liegt schon lange hinter uns und wir erhalten schon Buchungen für das nächste anfangs September. Noch drei Wochen und die Kinder gehen wieder in die Schule.

Diese Woche haben wir eine kleine Verschnaufpause. Nicht sehr viele Leute im Park und auch in den Cottages ist es eher ruhig. Eine Familie muss wegen eines Todesfalls früher abreisen. Dafür wird es nächste Woche im Campingplatz nochmals ausgebucht sein und rund laufen. Nachher bin ich froh, wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, denn ich komme energiemässig langsam an meine Grenzen. Die ewige Putzerei.... Ich würde viel lieber im Garten arbeiten.

Heute habe ich Brigitte mein neu entdecktes Blueberry-Schlaraffenland gezeigt.


Wir haben eine Stunde lang Beeren gepflückt, die Ausbeute war jedoch etwas mager. Die Büsche habe ich letzte Woche entdeckt, aber der Platz muss bereits anderen Leuten bekannt sein, denn über das Wochenende sind die meisten Beeren abgelesen worden. So haben wir uns entschlossen, mit den Hunden einen Spaziergang entlang diesem wunderschönen Weg zu machen. Und was finden wir weiter hinten? Büsche voller Blueberries! Beim nächsten Mal beginnen wir hinten am Weg zu pflücken. Mal sehen, wann wir dazu wieder Zeit haben. Und sonst halt im nächsten Jahr...


Die Blaubeerenbüsche befinden sich rechts vor den Tannen. Der Weg ist wunderschön, gesäumt mit vielen verschiedenen Moosarten, richtig verwunschen. Beim Pflücken kann man sich gemütlich ins Moos knien, richtig weich und angenehm ist das. Schon lange wollte ich diesen Weg erkunden. Er führt weg von der Songis Road, kurz vor einer der beiden Brücken. Nun hat es fast zwölf Jahre gedauert, bis ich diese Idee in die Tat umsetzte. Vermutlich findet man hier auch viele Pilze, nur dass ich mich in Pilzen nicht auskenne. Ich werde im Herbst herausfinden, ob es hier welche gibt.


Nun zum Pizzahaus. Natürlich haben wir schon längst die erste Mahlzeit aus dem Pizzaofen genossen. Da wir die Steine etwas einbrennen wollten, bevor wir direkt darauf backen, haben wir zuerst auf Blechen Hühnchen, Gemüse und Kartoffeln gebacken. Es schmeckte hervorragend, nach Holzofen eben:


Auch der Pizzahausbau ist inzwischen viel weiter. Es sieht jetzt so aus:


Nun müssen noch das grosse Fenster vorne und die Türe eingesetzt werden und dann kommt der Abschluss rund um den Pizzaofen dran. Ein grosses Holztor soll ermöglichen, dass das Brennholz direkt neben dem Pizzaofen gestapelt werden kann. So muss man nicht alles durch die Türe reinschleppen. Aussen werden die Wände mit dem gleichen Material verkleidet wie die Lodge. Das wird gediegen aussehen. Innen wird vermutlich auch ein Holztäfer angebracht. Mal sehen, was genau wir dazu auslesen. Einkaufen ist also auch noch in nächster Zeit angesagt. Das können wir vielleicht mit einem Besuch verbinden, denn das Allerneueste ist nämlich: Der Teilzeitnachbar ist da für kurze Zeit - wir freuen uns sehr darüber.

28 Juli 2011

Der Pizzaofen steht

Nun dauert es nicht mehr lange, bis wir den Ofen das erste Mal benutzen können. Nur der Kamin fehlt noch, damit wir Feuer machen können. Nachher wird der ganze Ofen isoliert und verputzt.

Natürlich muss das Haus noch fertig gebaut werden, Wände, Fenster, Türe etc. Feuerholz haben wir genug, vor zwei Tagen ist wieder eine Tandemladung Holzstämme geliefert worden. Das muss alles zersägt und gestapelt werden.

Vorerst steht jedoch ein weiteres langes Wochenende vor der Tür. Das Camp ist praktisch ausgebucht und für uns bedeutet das ein Wochenende ohne Pause. Der August ist gut gebucht und Marcel wird nicht viel Zeit haben, am Pizzahaus zu arbeiten. Solange wir jedoch den Ofen brauchen können, ist alles gut.


21 Juli 2011

Schöne Blumen

Das schöne und heisse Wetter hat die schönsten Blumen hervorgebracht. Ich muss nur daran denken, regelmässig zu giessen. Hier die Blumen im Trog, den ich vor einigen Jahren vom Teilzeitnachbarn erhalten habe:

Weiter beim Pizzaofenhausbau

Vorgestern wurde die Betonplatte gegossen. Darauf kommen nachher die Pizzaofenelemente. So kann notfalls der Pizzaofen auch mal in einem Stück an einen anderen Standort verschoben werden. Nicht, dass wir das jemals vorhaben, aber man weiss ja nie, was später mal alles passiert.



Den Betonmischer haben wir uns bei unserem Grosseinkauf in Sudbury von anfangs Juni neu angeschafft. Nun müssen wir das Gerät nicht immer mieten. Das kommt auf die Länge billiger.



Da drin ist also kein Spätzliteig, auch kein Brotteig (wir haben uns den Spass gemacht und den Campern gesagt, dass wir dieses Ding für Spätzliteig gekauft haben.....), sondern eine Mischung aus Beton, Sand, Wasser und Tonkügelchen. Die Lecakügelchen musste Marcel in Barrie kaufen gehen (ca. 280 km von hier), denn so etwas gibt es hier in North Bay (noch) nicht.

Mini Familientreffen

Wie oft im Juli haben wir gestern Gäste aus der Schweiz gehabt. Meine Cousine und ihr Partner reisen durch Ontario, schauen das Land an und besuchen Verwandte und Bekannte. Dabei fahren sie riesige Strecken. Uns hat es sehr gefreut, dass sie Zeit für uns hatten. Und das Beste: Marcel und Toni kannten sich von früher. Die Welt ist halt ein Dorf und SH sowieso. Die Beiden sind jetzt auf dem Weg nach Nord-West-Ontario, sind ja "nur" 1700 km - ein Weg, wohlverstanden.

Der Zufall wollte es, dass gerade gestern auch meine Schwester nach drei Monaten aus der Schweiz zurückkehrte und ihr Auto bei uns abholte. So ergab sich die Gelegenheit für ein Mini-Familientreffen. Wir hatten viel Spass und mussten das Ereignis auch bildlich festhalten:






05 Juli 2011

Pizzahaus benutzbar

Schon koennen wir die ersten Stunden unter dem Pizzahausdach geniessen. Jetzt wird bald mit dem Bau vom Pizzaofen begonnen. Die ersten Balken stehen schon, wie man auf dem zweiten Bild sehen kann. Marcel und Georg bereiten auf dem Bild unten den Räucherofen vor, um die frisch gefangenen Fische zu räuchern. Und die wird es heute zum Z'nacht geben.

Als Sitzgruppe dient der uns geschenkte Tisch vom Teilzeitnachbarn und die Korbstühle von meiner Schwester Ursula. Es sieht richtig erfrischend aus und fuehlt sich auch so an. Wenn das Gebäude geschlossen ist, planen wir ein paar Möbel aus dem Container zu holen, die alten Bistro-Tische und einige der gesammelten zum teil antiken Holzstühle. Wird bestimmt sehr gemütlich werden. Marcel's nächsten Geburtstag werden wir bestimmt im Pizzahaus feiern...




29 Juni 2011

Viel Arbeit

Nachdem ich im Mai meine Schreib-Unlust überwunden habe, fehlt mir jetzt einfach die Zeit zum Beiträge schreiben. Es ist im Camp so viel nachzuholen und zu organisieren, und dauernd kommt mehr hinzu.

Zum Glück gibt es diese genialen Geräte - Fotoapparat genannt - mit denen man in kurzer Zeit viel erzählen kann. Also lasse ich mal Bilder sprechen:

Unser neues Auto, wieder ein Dodge Truck, mit dem man jedoch auch einen grossen Anhänger ziehen kann. Den alten Truck haben wir behalten, denn er hat mit seinen neun Jahren erst hunderttausend Kilometer auf den Rädern. Für Arbeiten im Camp und in der Region nutzt er uns da noch lange:


das Nummernschild:


Wieder einmal haben wir alle unsere Abwassergruben auspumpen lassen, eine ziemlich "schmeckige" Angelegenheit:




Ein Highlight an einem ganz normalen Montag im Juni:



Die neuen Oeffnungszeiten im Sommer geben uns etwas mehr Luft für anderes, wir sind nur noch auf Reservation offen (und bisher hatten wir erst eine Reservation...):



Mein mobiler Outdoor Fireplace (nachdem der alte ein Rendez-vous mit dem Traktor hatte):




Anfangs Juni brauste ein heftiger Sturm über unsere Region. Einige Camper haben ihre Vordächer und Screentents (Mückenzelte) verloren:



Auch ein paar Bäume mussten ihr Leben lassen. Alles in Allem hatten wir jedoch Glück und keine allzu grossen Schäden:



Ende Mai hatte ich eine geniale Idee. Für unseren doch reichlich anfallenden Abfall suchten wir einen gebrauchten Container, der garantiert bärensicher ist. Und wir haben dieses tolle Stück gefunden, ein modifizierter halber Container mit Rolltor, der sich hervorragend für unsere Zwecke eignet (und farblich erst noch passt, so ein Glück...):



Georg ist fleissig am Fischen, mit Erfolg, wie man sieht:


Das Wetter lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, was uns von einem gemütlichen Camp-Feuer jedoch nicht abhält:



Wunderschöne (fast) neue Lodge:



Das neuste Projekt: Ein Pizzaofen, wie wir ihn in der Schweiz hatten. Das Pizzaofen-Kit ist schon längst hier, nur muss jetzt zuerst das entsprechende Gebäude gebaut werden. Die Männer sind sehr eifrig daran, dass bis in zwei Monaten die erste selbstgebackene Pizza gegessen werden kann:

der Bauplatz wird vorbereitet



die Betonsockel werden gegossen



das Grundgerüst steht



die Dachkonstruktion wird gemacht



das Dach wird montiert



Soviel für heute, ich muss zum Briefkasten und sehen, ob wir endlich wieder mal Post kriegen. Die bei der Post streikten nämlich und mussten per Gesetz zur Arbeit zurückbeordert werden. Und da unser neue Truck in der Garage ist (der erste Recall, etwas bei der Hinterachse muss ausgetauscht werden), habe ich einen Dodge Van zur Verfügung, den ich jetzt unbedingt probefahren muss. Also tschüss, bis dann...

24 Mai 2011

Geduld bringt neue Bilder

Melde mich zurück. Wieder einmal hat es viel zu lange gedauert seit meinem letzten Eintrag. Hoffentlich wird es jetzt besser. Garantieren kann ich es allerdings nicht.

Zuerst etwas Trauriges: Leider hat JoJo den Winter nicht überlebt. Der Winter war wohl doch zuviel für sie. Vor allem das Alleinsein, während wir im Restaurant arbeiteten, war vielleicht der Grund. Leider durften wir sie nicht im Restaurant halten (blöde Gesetze!) und so war sie den ganzen Tag über in der Wohnung. Obwohl wir oft hingingen und mit ihr plauderten, genügte das offenbar nicht. Jedenfalls ist sie anfangs Februar während des Fressens mit vollem Schnabel vom Stängeli gefallen und war sofort tot.

Dafür geht es Rex dem Alter entsprechend gut. Er ist schon über 11 Jahre alt, schläft viel und will oft nicht nach draussen, aber im Allgemeinen ist er noch munter und ab und zu findet er Energie wie ein junger Hund. Dann kann er rennen und spielen und machen-was-er-will (sprich uns ignorieren), um sich dann nach einer Weile wieder ins Haus zu verziehen, um sich von den Strapazen auszuruhen. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.

Und jetzt will ich mal Bilder sprechen lassen.

Die Lodge hat sich aussen ziemlich verändert und wir sind stolz auf die Renovationen:


Es war langes Wochenende und die Canadier haben die Sommersaison eröffnet. Hier zwei Camper, die auf dem Weg um den Lake Huron bei uns vorbeigekommen sind. Einer der Beiden gehört zu unserer Entenjägergruppe:


Diese Geranien habe ich von meiner Schwester erhalten und sie glücklich über den Winter gebracht. Hoffentlich werden sie bald Blüten kriegen. Wie es aussieht, könnte dies bald der Fall sein:


Soviel fürs Erste. Ich melde mich bald wieder (hoffentlich).....