24 Mai 2011

Geduld bringt neue Bilder

Melde mich zurück. Wieder einmal hat es viel zu lange gedauert seit meinem letzten Eintrag. Hoffentlich wird es jetzt besser. Garantieren kann ich es allerdings nicht.

Zuerst etwas Trauriges: Leider hat JoJo den Winter nicht überlebt. Der Winter war wohl doch zuviel für sie. Vor allem das Alleinsein, während wir im Restaurant arbeiteten, war vielleicht der Grund. Leider durften wir sie nicht im Restaurant halten (blöde Gesetze!) und so war sie den ganzen Tag über in der Wohnung. Obwohl wir oft hingingen und mit ihr plauderten, genügte das offenbar nicht. Jedenfalls ist sie anfangs Februar während des Fressens mit vollem Schnabel vom Stängeli gefallen und war sofort tot.

Dafür geht es Rex dem Alter entsprechend gut. Er ist schon über 11 Jahre alt, schläft viel und will oft nicht nach draussen, aber im Allgemeinen ist er noch munter und ab und zu findet er Energie wie ein junger Hund. Dann kann er rennen und spielen und machen-was-er-will (sprich uns ignorieren), um sich dann nach einer Weile wieder ins Haus zu verziehen, um sich von den Strapazen auszuruhen. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.

Und jetzt will ich mal Bilder sprechen lassen.

Die Lodge hat sich aussen ziemlich verändert und wir sind stolz auf die Renovationen:


Es war langes Wochenende und die Canadier haben die Sommersaison eröffnet. Hier zwei Camper, die auf dem Weg um den Lake Huron bei uns vorbeigekommen sind. Einer der Beiden gehört zu unserer Entenjägergruppe:


Diese Geranien habe ich von meiner Schwester erhalten und sie glücklich über den Winter gebracht. Hoffentlich werden sie bald Blüten kriegen. Wie es aussieht, könnte dies bald der Fall sein:


Soviel fürs Erste. Ich melde mich bald wieder (hoffentlich).....

14 Dezember 2010

Neues Familienmitglied

Darf ich vorstellen? Dies ist JoJo - sie ist seit dem 20. September unser neustes Familienmitglied. Vorher war sie bei meiner Schwester zuhause und gehört eigentlich meiner Nichte. Wie die Lebensumstände manchmal spielen, JoJo brauchte ein neues Zuhause und ist zu uns gekommen.

Inzwischen hat sie sich gut eingelebt und erfreut uns den ganzen Tag mit ihrem lustigen Gezwitscher. Sie ist ein Nymphensittich und etwa 10 Jahre alt. Wir überlegen uns nun, ob wir JoJo nicht ein "Gspänli" anschaffen sollen. Da wir nicht viel über Nymphensittiche wissen, müssen wir uns erst etwas schlau machen. Vielleicht kann man uns ja den einen oder anderen Tipp geben....


Es schneit immer noch

Seit Sonntag schneit es fast ununterbrochen. Und wenn es nicht schneit, dann windet es.

Wir haben gestern und heute viel Schnee von Hand geschaufelt, sowie mit dem Traktor und dem kleinen Snowblower Wege und Strassen geräumt. Natürlich beginnt man bei diesem Schnee und Wind immer wieder von vorne. Der Parkplatz ist nach wie vor zugeschneit. Einzig der Weg zum Cedar Cottage ist frei, denn nächste Woche wird das Cottage gebraucht.

So sah es gestern Morgen aus, und zwar   n a c h d e m   ich den Schnee vor der Eingangstüre weggeschaufelt habe. Wie man sieht, sitzt Rex auf dem Schneehaufen und studiert, ob ihm das nun gefällt oder ob es etwa doch zuviel des Guten sei...




Die Lodge sieht ganz interessant aus mit all dem Schnee. Links sieht man, dass Marcel es nicht mehr ganz geschafft hat mit der Holzverkleidung. Der Ersatz für die defekten Bretter ist sowieso noch nicht eingetroffen. So müssen wir diese Arbeiten auf das nächste Jahr verschieben.




Die neuen Fenster und die neue Doppeltüre machen eine Riesendifferenz bezüglich der Temperatur im Haus. Erst jetzt merken wir, wieviel Durchzug wir die ganzen Jahre hatten und wieviel Wärme uns doch immer verloren ging. Wenn ich daran denke, dass wir im ersten Jahr manchmal nur 12 Grad warm (oder besser kalt) hatten in der Wohnung und im Restaurant, dann ist das jetzt schon reiner Luxus. Zwar hatte Marcel damals nach dem ersten Winter sofort zusätzliche Heizkörper installiert und wir hatten es nie mehr sooo kalt. Aber jetzt - wie gesagt - der reine Luxus. Wenn wir dann innen alles neu gestrichen haben und auch die Fensterrahmen und -simse fertig sind, dann können wir wohl sagen: "Endlich ist es so, wie wir uns das vorgestellt haben."

12 Dezember 2010

Wintersturm

Seit Stunden tobt ein Wintersturm über dem Camp. Bestimmt sind schon 30 cm Schnee gefallen. Es ist der gleiche Sturm, der sich im mittleren Nordwesten der USA auslässt und weite Teile von Canada auch "beglückt". Wir finden es ganz gemütlich, solange der Strom nicht ausfällt. Die Nacht hat inzwischen den Tag abgelöst und draussen ist es stockdunkel. Bis auf das Pfeiffen des Windes und ab und zu einem Knacken im Dachgebälke ist es ruhig. Wir geniessen den Abend bei einem Glas Wein vor dem Fernseher und sind sehr gespannt, was uns morgen früh erwartet...

Schneeräumen ist wohl angesagt, denn wir wollten eigentlich in die Stadt. Mal sehen, was daraus wird.

09 Dezember 2010

Ein weiteres Bauprojekt...

...oder, was man aus altem Dachblech alles machen kann.

Das Bootshaus, wie es vorher aussah:

(Man erinnere sich, wir haben es vor einem Jahr mal ausgemistet, was hier nachzulesen ist: http://canadaeinfach.blueblog.ch/200911




Marcel hat es im Sommer mit Hilfe des Traktors um 90 Grad gedreht, das Dach verlängert und auf zwei Seiten Wände gebaut. Dann stellte sich heraus, dass wir noch mehr Lagerraum für unsere "Boytoys" brauchen können und vom alten Dachblech der Lodge war genug übrig. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch Georg am Projekt beteiligt. Das Gebäude wurde auf der anderen Seite ebenfalls vergrössert und so ergab sich ein Gibeldach. Schlussendlich sah es so aus:




In der Mitte bei der offenen Türe befindet sich das alte Bootshaus.

Seither hat es noch verschiedene Türen und Tore erhalten und viele unserer Geräte können nun den Winter unter sicherem Dach verbringen. Allerdings passt der Truck nicht rein, den müssen wir im Winter immer noch vom Schnee freischaufeln, wenn wir ihn brauchen.

07 Dezember 2010

Da bin ich wieder...

Dieses Mal hat es etwas länger gedauert, aber die Zeit brauchte ich einfach. Gefreut hat mich, dass sich immer wieder Leute melden - manchmal auch über Drittpersonen -, die auf meine Geschichten warten und mich ermuntert haben, wieder zu schreiben. Da will ich doch niemanden enttäuschen. Und eigentlich macht mir das Schreiben ja Spass!

In der Zwischenzeit hat sich einiges ereignet. Vor allem rund um die Lodge hat sich vieles getan. Nachfolgend in Bildern die grössten Veränderungen.

Begonnen hat es vor zwei Jahren so:



Dann wurde das Dach erneuert. Nachher sah es so aus:



Dann kamen der neue Eingang im letzten und neue Fenster in diesem Jahr:



Da die ursprünglichen Fensterrahmen sehr alt und spröde waren, wurden sie neu gemacht und gleichzeitig die Wände isoliert und die Rahmen für die geplante Fassadenverkleidung angeschraubt:



Dann warteten wir auf das bestellte Holz. Und wie das halt so ist in Canada, kam dieses mit vierwöchiger Verspätung und ein Teil war erst noch beschädigt. Auf den Ersatz warten wir immer noch, aber die guten Bretter werden momentan bei fast jedem Wetter verarbeitet. Und das sieht dann so aus:



Natürlich ist es nicht sehr lustig, bei Schnee, Regen und tropfendem Dach die Bretter zuzuschneiden und anzuschrauben. Aber es muss gemacht werden, denn bei jedem Windstoss droht ein Teil der Isolation davonzufliegen. Wie man sieht, ist Marcel schon sehr weit gekommen. Die Fensterrahmen sind mit weissem Aluminium verkleidet, was sehr schick aussieht. Dabei (und übrigens auch bei den Arbeiten vorher) haben wir Hilfe von sehr begabten Saisonalen Campern bekommen.

Man beachte auch den neuen Eingang links mit der neuen Doppeltür. Dort liegt auch noch das Holz, das in den nächsten Tagen verarbeitet werden muss.

Nachher müssen wir uns schleunigst daran machen, das Restaurant und die Küche für die Snowmobiler herzurichten. Es ist mehr Schnee angekündigt und da werden wir wohl bald die ersten Wintergäste erhalten.

23 Juni 2010

Sommer

Die Campingsaison ist bereits richtig im Schwung und die Ferienzeit steht vor der Tür. Im Gegensatz zu anderen Regionen scheint bei uns praktisch immer die Sonne und es ist angenehm warm. Dass wir ab und zu Regen kriegen, darüber sind wir froh, denn es war für Wochen viel zu trocken und anfangs Saison hatten wir deshalb sogar ein totales Feuerverbot. Inzwischen ist aber alles wieder normal und die Campfeuer am Abend verbreiten Ferienstimmung.

Die Tage vergehen sehr schnell und der Blog leidet etwas darunter. Hier jedoch ein kleiner Rückblick, was seit dem letzten Eintrag geschehen ist:

Bereits am 9. März war die Wintersaison vorbei und wir schlossen die Trails durch das Camp. Der Schnee schmolz nur so dahin und das Eis auf dem See war Ende März auch bereits weg. Drei Wochen früher als normal. Das milde Wetter zog uns nach draussen und wir widmeten uns dem Feuerholz für den nächsten Winter. Schon anfangs April waren wir damit fertig, ein gutes Gefühl.

Der Frühling war früh hier und sehr warm. Bereits an Ostern zeigte das Thermometer 30 Grad C und wir konnten im Park das Laub rechen. Normalerweise machen wir das im Mai. Nach einem heftigen Windsturm Mitte April, dem ein paar Bäume zum Opfer fielen, mussten wir viel Zeit für die Aufräumarbeiten aufwenden. Mit Hilfe von Freunden fällten wir fünf riesige Bäume, die sehr gefährlich waren, da sie nah an Gebäuden, Trailern oder Stromleitungen standen. Alles ist zum Glück gut gegangen. Die Aeste verarbeiteten wir zu Holzschnitzeln, um damit die Zufahrtsstrasse zum Camp endlich etwas zu stabilisieren. Der heftige Regen Mitte Juni zeigte, dass unsere Rechnung aufging und die (Sand-) Strasse nicht mehr so stark ausgeschwemmt wird.

Am 7. Mai, eine Woche vor der Campingsaison, überraschte uns ein zweitägiger Schneesturm mit 20 cm Schnee. Es sah aus wie im tiefsten Winter. Obwohl die Tage nachher sofort wieder sehr warm waren, brauchte es viel Zeit, bis aller Schnee geschmolzen war. Da bereits alles Laub an den Bäumen war, drückte es viele Bäume um und Aeste von grossen Bäumen brachen ab. Es sah ziemlich wild aus. Leider haben sich viele junge Birken und wilde Kirschbäume nicht mehr erholt und mussten umgeschnitten werden. So sind wir unverhofft zu ziemlich viel Mehrarbeit gekommen und waren froh, dass wir mehr Zeit als üblich zwischen der Winter- und der Sommersaison hatten.

Vor und nach dem Schneesturm hatten wir sehr warm und trocken. Sonne pur, tagsüber bis 35 Grad warm. Und das im Mai.... Die Blumen wuchsen, blühten ein, zwei Tage und verblühten viel zu schnell. Das Gras knisterte wie sonst im Hochsommer, wenn man darüberging. Ein komisches Gefühl, Hochsommer im Frühling. Inzwischen hat sich die Temperatur etwas normalisiert und wir haben ab und zu Regen. Dem Gras gefällt das und wir verbringen einige Zeit mit Rasenmähen. Auch sonst waren und sind einige grosse Projekte zu bewältigen:  Die Wasserversorgung musste optimiert werden (das liebe Gesetz....), ein uraltes, schon lange nicht mehr benütztes Cottage wurde abgebrochen, das Gästehaus braucht eine Renovation und auch das Cedar Cottage erfordert ein paar grössere Arbeiten. Zudem steht uns in Ontario ein Taxwechsel bevor und damit einige Anpassungen in der Administration.

Trotz der vielen Arbeit nehmen wir uns Zeit, um manchmal am Abend auf den See zu gehen. Marcel zum Fischen und ich mit Kanu oder Kajak, oder auch mal beide zusammen mit Rex für eine kleine Bootsfahrt. Der liebt das Bootfahren.

Brigitte und Georg sind auch wieder hier und unterstützen uns tatkräftig bei den Projekten. Am Abend sitzen wir oft zusammen, essen gemeinsam oder machen ein Gesellschaftsspiel.