03 Januar 2014

Bitter kalt

Das Jahr hat bei uns mit bitterkalten Temperaturen begonnen. Zum ersten Mal seit wir hier wohnen, ist uns das Wasser in der Lodge eingefroren. Es brauchte nur eine kleine Ecke, die besonders kalt wurde, und nichts ging mehr. Mit einem Loch in der Wand und einem Föhn konnten wir zum Glück das Problem schnell beheben. Und nun hat Marcel ein neues Projekt... Wie kalt es denn ist? Das seht ihr hier:

 
Das ist wirklich sehr, sehr kalt, auch wenn die Luft trocken ist. Wir haben noch das Glück, dass kein Wind weht, sonst wäre es draussen nicht mehr auszuhalten. Für Rex sind diese Temperaturen auch viel zu kalt und wir haben ihm deshalb "Schuhe" besorgt. Er hat sich erstaunlich schnell daran gewöhnt und hält schön still, bis wir sie ihm angezogen haben. Allerdings bleibt er jeweils nicht lange draussen, sondern verrichtet sein Geschäft und kommt ganz schnell wieder an die Wärme ins Haus. Immerhin bringen wir es dank der Renovation der Aussenfassade und den neuen Fenstern ohne unseren Schwedenofen in der Wohnung auf 18 Grad und im Restaurant auf 16.3 Grad. Sobald wir jedoch zusätzlich den Schwedenofen in Betrieb nehmen, wird es sofort "toasty warm". In der Küche, die sich teilweise in einem Anbau befindet, ist und bleibt es kalt, so ca. 15 Grad. Sobald man jedoch kocht, lässt es sich auch da wieder besser aushalten.
 
Für die beiden Cottages ist diese Kälte auch eine Herausforderung. Im Moment laufen beide auf Sparflamme, d.h. es werden nur die Badezimmer beheizt. Trotzdem ist uns im Log Cottage das WC eingefroren. Mit zusätzlichem Heizbebläse müssen wir das nun vorsichtig auftauen. Drückt uns die Daumen, dass die WC-Schüssel keinen Schaden nimmt.
 
Ansonsten geht es uns gut. Unsere Autos sind notfalls an der Steckdose, um mittels Blockheizung den Motor vorzuwärmen. So starten die Trucks ohne Probleme. Aber wir müssen heute nirgendswo hin und auf heute Abend sind Schnee und Temperaturen um -18 Grad vorausgesagt. Das wäre ja schon gut. Well - we'll see...
 
Uebrigens sind wir um Weihnachten von diesem schlimmen Eisregen im Süden Ontarios verschont geblieben. Für einmal hatten wir auch KEINEN Stromausfall. Wenigstens diesmal hatten wir Glück. In Toronto sieht es allerdings schrecklich aus und das Schlimme ist, dass in einer so grossen Stadt nur wenige die Möglichkeit für ein Feuer oder eine Alternative wie z.B. einen Generator haben. Es war schrecklich zu sehen, wie lange die Leute auf die Reparatur des Stromanschlusses gewartet haben. In der Zwischenzeit dürfte aber auch da alles wieder in Ordnung sein.
 
 


31 Dezember 2013

Happy and healthy 2014

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Lasst es Euch gut gehen und denkt daran:
Auch Pausen gehören zum Rhythmus!
 
 

24 November 2013

Mach mal Pause

Eigentlich wollte ich vor meinen Ferien in der alten Heimat noch einen weiteren Herbst-Eintrag machen, aber die Zeit hat nicht mehr dazu gereicht. Das werde ich nach der Rueckkehr nachholen. Dafuer habe ich mit den Vorbereitungen fuer den Winter noch begonnen: Hier entsteht der Windschutz beim Eingang:


Dann kam ein Sturm (mit 30stuendigem Stromausfall) und hat meine Baumwand ueber den Haufen geworfen. Inzwischen ist alles wieder aufgestellt und wartet auf genug Schnee, der die Toepfe fest auf dem Boden festfriert.


Das Wetter macht Kapriolen, es schneit, schmilzt, stuermt, friert, schneit wieder - Novemberwetter halt... Uebrigens habe ich inzwischen festgestellt: In der Schweiz ist es nicht besser!


21 September 2013

Sommer-Rückblick

Wie so oft im Sommer hatte ich einfach nicht genug Zeit für meinen Blog. Am Sonntag ist Herbstbeginn, also der richtige Moment für einen Sommer-Rückblick:

Ende Juli ist überraschend ein Riesenwohnmobil aufgetaucht und mit ihm kam Peter, der jodelnde Berliner. Er war mit seinem Wohnmobil ganz allein unterwegs und wollte es bis Ende August an die Ostküste schaffen. Es hat ihm in unserer Gegend so gut gefallen, dass er zwei Wochen geblieben ist. Bereits am ersten Tag ist er mit einem T-Shirt voller Pfifferlinge von einem Spaziergang zurückgekommen. Der See und die Flusslandschaft scheinen es ihm besonders angetan zu haben, denn er ist stundenlang mit dem Kanu draussen gewesen, hat die Gegend erkundet und den einen oder anderen Fisch gefangen. Wir haben ein paar vergnügte Stunden zusammen verbracht. Wer weiss, vielleicht sieht man sich ja mal in Europa...


Im August haben die Männer ein neues Projekt in Angriff genommen. Neben dem Pizzahaus entstand ein toller Unterstand für unsere Schweizer Gartenmöbel. Endlich konnten wir die Sachen aus der Versenkung holen und wieder in Gebrauch nehmen. Der Platz unter der grossen Pine ist sehr schön geworden und wir haben ihn natürlich entsprechend eingeweiht:



Rex ist natürlich auch immer mit von der Partie. Er hat diesen Sommer ein neues Hobby angefangen. Wo es ihm gefällt, gräbt er sich eine kühle Grube und ruht sich anschliessend darin aus:



Am 10. August hatten wir eine Hochzeit im Camp. Die Zeremonie fand beim Cedar Cottage am See statt und Marcel kochte für die (kleine) Hochzeitsgesellschaft. Das Restaurant war für die Gruppe ideal. Hier sind wir am Vorbereiten der Tische.
Es war eine interessante Erfahrung für uns und dass uns am Morgen die Wasserpumpe im Stich liess, hat glaub ich niemand bemerkt. Zu unserem grossen Glück ging der Besitzer von Kelly's Pump am Samstagmorgen ins Büro und hat unsere Message auf dem Telefonbeantworter gehört. Er ist sofort zu uns rausgefahren und hat mit Marcel zusammen das Problem innerhalb von zwei Stunden beheben können. Wir sind schon etwas unter Druck geraten, denn eine Hochzeitsgesellschaft im Haus und kein Wasser... das wäre gar nicht gegangen. Wir haben also wieder einmal Glück gehabt.


Mein Garten hat sich gut entwickelt und ich konnte viele Tomaten und Zucchetti ernten. Sogar ein Kürbis ist gewachsen, allerdings ist er ziemlich klein geraten. Unser Boden gibt halt nicht viel her, noch nicht, denn ich bin fleissig am Kompost machen. Ist ja gut, wenn man sich noch etwas steigern kann.


Am 31. August haben wir im Gedenken an einen unserer saisonalen Camper eine Linde gepflanzt und ein Fish-Fry mit Corn Roast veranstaltet. Georges ist im Juli gestorben, nur ein paar Wochen nach seiner Krebsdiagnose. Er war einer unserer begeisterten Fischer, der tagelang auf dem Boot verbrachte. Oft haben alle nach ihm Ausschau gehalten, wenn er beim Eindunkeln immer noch nicht zurück war.



Anfangs September machten Brigitte und ich eine Wanderung zum Magee Lake, ein wunderschöner See etwa ein-einhalb Stunden von hier. Wir waren vor allem auf der Suche nach essbaren Pilzen, haben jedoch gemerkt, dass das gar keine so einfache Sache ist, wenn man sich nicht auskennt. Pilze haben wir jedoch in vielen Farben und Formen gesehen, wie zum Beispiel diese hier:



Gleichzeitig haben wir die ersten Herbstboten entdeckt:


Am 11. September war wieder Geburtstagszeit und wir haben eine Dinnercruise mit der Chief Commanda auf dem Lake Nipissing gemacht. Wir wurden sogar mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt:

  

Gegen das Ende des Sommers, wenn es nicht mehr so heiss ist, buchen vermehrt Gäste die Cottages, um mit ihren ATVs (Quads) oder sonstigen "Spielzeugen" die 200 km markierten Trails auszuprobieren. Hier ein solches Monster:


Marcel nutzt jede freie Minute für die Wintervorbereitung, d.h. er macht Feuerholz. Dieses Holz hier ist jedoch für den Pizzaofen gedacht:


Auch mein Blumenboot hat sich dieses Jahr ganz gut gemacht, etwas wild zwar, dafür umso üppiger. Und die Zucchettipflanzen darin haben sich auch ganz gut bewährt:


Und zu guter Letzt noch dies: Letzte Woche habe ich Mary im Pflegeheim in der Stadt besucht. Mary ist unsere 94 Jahre alte Nachbarin, die seit dem April leider nicht mehr in ihrem Häuschen am See lebt, sondern eben in der Stadt. Wir sind zum Lunch gegangen und fuhren am Verkehrsbüro vorbei, wo auch ein kleines Museum und davor ein Totempfahl steht. Und da erzählt mir Mary, dass der Baum, woraus dieser Totempfahl gemacht ist, vom unserem Camp stamme. Sie sei dabei gewesen, als der Riesenbaum gefällt wurde. Leider sagt die Plakette nichts über die Herkunft des Holzes aus. Zum Glück hat mir Mary das erzählen können, so sehe ich die Statue nun mit ganz anderen Augen:




Nun verabschieden wir den Sommer 2013 und hoffen auf einen sonnigen und möglichst langen Herbst:



29 Juli 2013

Meine Schürze hat ein Loch

Heute wollte ich in einem Kästchen, das ich selten brauche, etwas versorgen. Und was sehe ich da? Eine Maus hat sich dreisterweise erlaubt, auf meiner zusammengefalteten Schürze ein Nest zu bauen. Natürlich habe ich schnell alles herausgenommen und mal vorsichtig den Haarknäuel angehoben. Man weiss ja nie, was darunter sein könnte:


Zum Glück nichts Lebendiges. Die ganze Familie ist bereits wieder ausgezogen. Das Nest sieht ziemlich gemütlich aus, aber...



...meine Schürze hat schon ziemlich gelitten:


Was noch bleibt, ist das Loch zu finden, wie die kleinen Racker in den Schrank kamen.


21 Juli 2013

Vorher - Nachher

Die letzten Tage sind schnell vergangen. Hier ein paar Eindrücke von den Dingen, die ich machte:


lokale Erdbeeren, frisch gepflückt... (allerdings nicht von mir)


... geschnitten, gefroren und verpackt für später.



Föhrennadeln ohne Ende in unserem Garten...


zusammengerecht und in den Kippanhänger geschüttet. Wird alles kompostiert und als Füllmaterial im Park gebraucht.



Mein erfolgreicher Versuch von Samen (gestartet im März)...


zu Tomatenpflanzen...,


scharfen Chilischoten...


und Zucchettipflanzen. Die ersten Zucchetti konnten wir bereits ernten und verspeisen. Der Versuch mit der Kürbispflanze ist noch ungewiss. Es gibt schöne Blumen, aber noch keine Kürbisse. Irgendwie wachsen da nur Blüten, wie mir scheint. Mal abwarten und zuschauen...

Die nächsten zwei, drei Wochen wird es rund laufen. Das nächste lange Wochenende anfangs August steht vor der Tür und anschliessend gibt es eine Hochzeit zu bekochen. Da kommt keine Langeweile auf!


Heiss, heisser...


Temperatur am 15. Juli - mit dem Humidex waren es sogar über 40 Grad. Dazu viel feuchtheisse Luft... ist das wirklich Canada?