24 April 2015

Durchblick

Die Hirsche hatten es im vergangenen Winter vermutlich besonders schwer bei der Futtersuche, denn sie haben alle Zedern im Campingplatz in der Höhe von fünfzig Centimeter bis ein Meter sechzig verschnabuliert. Dass sie das Zeugs mögen, wissen wir schon lange. Nur bisher haben sie unsere Bäume zwischen den einzelnen Uebernachtungsplätzen mehr oder weniger verschont. Der letzte strenge Winter machte es ihnen nicht einfach und so mussten sie offenbar auf die alten Zedern zurückgreifen, um zu überleben. Dass die unteren fünfzig Centimeter noch dran sind, liegt wohl daran, dass dieser Teil vom Schnee verdeckt war. Nun sehen unsere Plätze so aus:



Die Privatsphäre ist etwas im Eimer. Nachwachsen wird das Grün vermutlich nicht, aber wir können es ja mal drauf ankommen lassen. Im Moment haben wir sowieso keine Zeit, um an diesen Bäumen herum zu schnippseln. Kommt Zeit, kommt Rat...

PS. Die Fotos sehen farblich etwas trostlos aus. Sie widerspiegeln jedoch durchaus unsere momentane Wetterlage: kühles-grau-in-grau. Was blöder ist: Ich habe immer noch keine anständige Kamera und fotografiere schon ein ganzes Weilchen nur mit dem Smartphone.



23 April 2015

Aufräumen

In jeder Regenpause machen wir aus dem:


das:


und zwar mit dem:

(endlich konnten wir das erste unserer Spiel- Werkzeuge aus dem Schopf holen)

um schliesslich das zu machen:


Die Zufahrtsstrasse in den Campingplatz erhält eine frische Schicht Schnitzel. Der letzte Regensommer hat die Einfahrt etwas gar strapaziert. Diese Methode hat uns übrigens in den letzten Jahren sehr geholfen, den Sand dort zu lassen, wo er hingehört: Nämlich auf die Strasse und ihn nicht bei jedem Regenfall in den Fluss zu schwemmen. Zudem werden wir auf elegante Weise die Aeste der gefällten Bäume los.

Dieses Bild zehn Minuten vor Arbeitsschluss will ich euch nicht vorenthalten. Natürlich macht der April seinem Namen alle Ehre:


und heute morgen erwartete uns das:


Es wird wohl nichts mit Bäume fällen heute.


22 April 2015

April, April, der weiss genau, was er will

Nach zwei Nächten mit Regen-wie-aus-Kübeln hat sich das Eis auf dem See verändert. Es sieht grau-weich-schwarz, kurz gesagt: schmelzend aus. Es wird vermutlich früher als im letzten Jahr zu dem werden, was es mal war: WASSER!



Die Besitzer der Trailer ganz vorne könnten momentan direkt von ihrem Platz in die Boote steigen. Der See ist nochmals angestiegen und die Spielwiese liegt nun ganz unter Wasser. Noch spielt alles im grünen Bereich, es darf einfach nicht zu lange dauern, sonst ertrinkt meine Linde...


normalerweise fliesst hier der nur etwa vier Meter breite Fluss

Letzte Nacht dann plötzlich: Stromausfall. Schon länger sind wir nicht mehr in den Genuss dieses Ereignisses gekommen... Wie auch immer, der Generator liess sich problemlos starten, die batteriebetriebenen Laternen standen schnell bereit und nach ein paar hektischen Minuten (und anschliessend einem gemütlich vor sich hinbrummenden Generator) konnten wir wieder lesen und fernsehen. Ich konnte dann sogar ziemlich gut schlafen, aber Marcel durfte musste eine Nachtschicht einlegen. Nach sechs Stunden war morgens um halb fünf der Spuk vorbei und die Normalität kehrte zurück.

In den nächsten zwei Tagen soll es weiter ab und zu regnen oder - oh Schreck - schneien. Ab Montag werden die Temperaturen tagsüber wieder in den zweistelligen Bereich klettern und schon ab Samstag könnten wir die Sonne wieder antreffen. Gute Aussichten. April! Nimm dich zusammen...


19 April 2015

Dünger frei Park

Dort, wo im Park kein Schnee oder Wasser mehr liegt, finden wir zur Zeit unzählige solcher Haufen:


Das bedeutet, dass uns eine grössere Anzahl Rehe (oder ganz korrekt "Hirsche") regelmässig besucht. Das erste Gras beginnt zu wachsen. Die Tiere haben noch vier Wochen ihre Ruhe und können sich nach diesem strengen Winter etwas erholen bei uns. Leider treffen wir sie nie im Park an. Sie sind sehr scheu und es ist schon Zufall, dass wir sie bemerken, bevor sie uns entdecken und Reissaus nehmen.

Max der Spaniel findet es super im Park. All die feinen Gerüche. Vorhin hat er mich deutlich zu einem Spaziergang aufgefordert. Er jagt den Hasen hinterher, die inzwischen nicht mehr weiss, aber auch noch nicht ganz braun sind. Es ist wirklich schwierig, sie im Gelände zu entdecken. Die Gänse haben momentan das Weite gesucht. Ein Glück für sie, denn der Jäger ist zum Abschuss bereit. Unter dem alten weissen Cottage ist die Groundhog-Familie erwacht und schaut neugierig aus den Löchern. Dort dürfen sie bleiben. Solange sie nicht das Pizzahaus untergraben, stören sie uns nicht gross. Es ist wirklich drollig, all die Tiere zu beobachten.

Zum Glück habe ich das Schwimmdeck befestigt. Der See ist noch weiter angestiegen und ohne das Seil wäre es davon geschwommen. Nun hängt es lustlos in den Büschen. Meine vor zwei Jahren gepflanzte Linde steht immer noch im Wasser. Hoffentlich überlebt sie diese Tortur. Es wäre schade um den Baum. 

Heute war ein Wundertag. Wir wurden verwöhnt mit Sonne und Temperaturen von PLUS 15 Grad. Die ersten Gartenarbeiten konnten in Angriff genommen werden. Ich muss mich beeilen mit den Aufräumarbeiten, denn die ersten Frühlingsblumen schiessen geradezu aus dem Boden:

Osterglocken


Hier lag gestern noch Schnee. Man muss gut schauen, um die drei cm hohen Blüemli zu entdecken:




17 April 2015

Land unter

Wie oft um diese Jahreszeit ist unser Strand unter Wasser. Das Schmelzwasser, das von allen Seiten in den See läuft, muss ja irgendwo hin. Und da der See noch praktisch überall mit Eis bedeckt ist, läuft das Wasser einfach über den Strand auf unsere Spielwiese. Das sieht dann so aus:


Das Schwimmdeck liegt über den Winter am Ufer. Damit es uns jetzt nicht davonschwimmt, musste ich es heute an die Leine nehmen (d.h. ich habe es mit einem Seil an den Uferbüschen festgebunden). Meine Stiefel waren gerade hoch genug, die Füsse blieben jedenfalls trocken. Solange wir kein Boot brauchen, um unsere Habseligkeiten zu sichern, ist alles im grünen Bereich...

Noch zwei sonnige Tage stehen uns bevor und dann soll es wieder kühler werden und regnen. Der Biber wird sich freuen. Er dreht schon fleissig seine Runden am Ufer, um zu schauen, wo er was anstellen kann. Ich werde mir Mühe geben und ihn stören, wo ich nur kann. Nein, wir brauchen keine neuen Untermieter. Schon gar nicht solche, die den Bach stauen. Und das frisch angekommene Gänsepaar werde ich gleich auch vertreiben. Sonst enden wir wieder mit zwei Dutzend Gänsen, die den Rasen vollscheissen zupflastern.

Immerhin. 
Auch bei uns hält der Frühling langsam aber sicher Einzug. 
Endlich.



11 April 2015

Doofe Frage

Heute erhielten wir folgendes e-mail:

               Hey Folks,
               Any idea on the ice being out by May 10 ?
               Thanks ! 

Solche Mails machen mich immer sprachlos. Bin ich die Wetterfee oder eine Wahrsagerin oder verbandelt mit Petrus und Frau Holle? Ich würde ja selber gerne wissen, wann wir endlich wärmere Temperaturen erhalten, damit das Eis am 10. Mai dann auch sicher weggeschmolzen ist!

Allerdings: Hoffnung keimt auf. Wir sollen morgen Sonntag tagsüber Temperaturen von PLUS 10 Grad erhalten (und das nachdem es letzte Nacht wieder geschneit hat).

Im Moment sieht es erfreulicherweise so aus:


Vor einem Jahr haben wir am gleichen Wochenende den Grill zum ersten Mal angeworfen und das werden wir dieses Jahr genau gleich handhaben. Jawohl!


06 April 2015

Drei Meter

und eine Glasscheibe trennte uns heute von diesem hungrigen Reh. Es frass an den untersten Aesten der Zeder. In zwei, drei Wochen findet es hoffentlich frisches Gras auf unseren Wiesen. Vor allem im Frühling und Herbst nähern sich die Rehe der Lodge, denn bei uns sind sie ungestört und sicher vor Wölfen & Jägern. Allerdings sind sie sehr scheu und es ist ziemlich schwierig, ein Bild von ihnen zu machen.