29 Juli 2013

Meine Schürze hat ein Loch

Heute wollte ich in einem Kästchen, das ich selten brauche, etwas versorgen. Und was sehe ich da? Eine Maus hat sich dreisterweise erlaubt, auf meiner zusammengefalteten Schürze ein Nest zu bauen. Natürlich habe ich schnell alles herausgenommen und mal vorsichtig den Haarknäuel angehoben. Man weiss ja nie, was darunter sein könnte:


Zum Glück nichts Lebendiges. Die ganze Familie ist bereits wieder ausgezogen. Das Nest sieht ziemlich gemütlich aus, aber...



...meine Schürze hat schon ziemlich gelitten:


Was noch bleibt, ist das Loch zu finden, wie die kleinen Racker in den Schrank kamen.


21 Juli 2013

Vorher - Nachher

Die letzten Tage sind schnell vergangen. Hier ein paar Eindrücke von den Dingen, die ich machte:


lokale Erdbeeren, frisch gepflückt... (allerdings nicht von mir)


... geschnitten, gefroren und verpackt für später.



Föhrennadeln ohne Ende in unserem Garten...


zusammengerecht und in den Kippanhänger geschüttet. Wird alles kompostiert und als Füllmaterial im Park gebraucht.



Mein erfolgreicher Versuch von Samen (gestartet im März)...


zu Tomatenpflanzen...,


scharfen Chilischoten...


und Zucchettipflanzen. Die ersten Zucchetti konnten wir bereits ernten und verspeisen. Der Versuch mit der Kürbispflanze ist noch ungewiss. Es gibt schöne Blumen, aber noch keine Kürbisse. Irgendwie wachsen da nur Blüten, wie mir scheint. Mal abwarten und zuschauen...

Die nächsten zwei, drei Wochen wird es rund laufen. Das nächste lange Wochenende anfangs August steht vor der Tür und anschliessend gibt es eine Hochzeit zu bekochen. Da kommt keine Langeweile auf!


Heiss, heisser...


Temperatur am 15. Juli - mit dem Humidex waren es sogar über 40 Grad. Dazu viel feuchtheisse Luft... ist das wirklich Canada?

25 Juni 2013

Tannenschösslig

Dieses Jahr habe ich wieder Tannenschössli-"Honig" gemacht. Wir haben so viele Tannen ums Haus, dass ich in kürzester Zeit die Schösslig gesammelt hatte. Das Kochen dauerte dann aber zwei Tage. Dafür stehen jetzt wieder ein paar Gläser in meinem Vorratsschrank und ein paar verkaufe ich auch. Ein Stammgast stürzte sich ganz erfreut darauf, um sich ein grosses Glas zu sichern. Seine Frau mache Fudge damit, eine Art Blechpraline, die dann in Stücke geschnitten wird. Ein tolles Mittel gegen Erkältung, finde ich. Muss vielleicht mal nach einem Muster fragen.




Vom fertigen Produkt habe ich kein Bild, sieht ja auch gar nicht speziell aus. Dafür ist es gesund und das erste Sommer-Erkältungsopfer hat sich bereits mit einem Glas eingedeckt.


Tankstellenabschrankung

Unsere Tankstelle hat uns in den letzten Monaten etwas Kummer bereitet. Schuld daran waren wieder mal die Behörden. Sie schickten einen eifrigen jungen Inspektor und der fand, wir müssten einige Dinge verbessern. Verschiedene Sicherheitsventile, ein höheres Abluftrohr und schlussendlich auch eine andere Abschrankung. Die drei Metallfässer, gefüllt mit Sand, waren nicht gut genug. Da wird genau vorgeschrieben, wie tief das Loch, wie dick die Rohre, wie weit sie aus dem Boden rausschauen müssen und wie lang der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten zu sein hat. Da spielt es keine Rolle, dass bei uns auf dem Grundstück eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h gilt und dass man schon ziemlich blöd fahren muss, um die Tankstelle zu gefährden. Nichts da, Vorschrift ist Vorschrift und da gibt es keine Ausnahmen (Behörden sind doch überall gleich).

So haben sich die Männer halt an die Arbeit gemacht. Endlich konnte der Lochbohrer, der schon seit zwei Jahren in der Garage steht, eingesetzt werden. Der Bagger wurde vom Traktor abgehängt und an seiner Stelle der Bohrer montiert. In unserem Sand war das Bohren natürlich ein Pappenstil.


Löcher gebohrt...


Pfosten installiert (mit tatkräftiger Hilfe von Rex)


Beton eingefüllt (sie haben sogar vorher noch jeweils ein dickes Eisenrohr reingepackt) ...


...und fertig ist die Abschrankung.

Hier ist sogar bereits das neue Dach installiert. Nun muss nur noch der Tank gereinigt und neu gestrichen werden und wir haben eine (fast) neue und jedenfalls absolut legale Tankstelle. Ist übrigens sehr praktisch, eine eigene Tankstelle vor der Haustür zu haben.


Turtle will Nachwuchs

Diesmal war es eine riesige "Snapping Turtle", die ihre Eier in der Wiese zwischen dem Log Cottage und dem See abgelegt hat.


Es war kein besonders schönes Tier, eher grimmig und sicher schon ziemlich alt, dem lädierten Panzer nach.


Leider wird diesmal nichts mit dem Nachwuchs.


Ein Nesträuber (vermutlich der Fuchs) hatte Lust auf frische Schildkröteneier. Erstaunt waren wir über die Grösse der Eier, ca. Golfballgrösse. Und heute habe ich erfahren, dass etwa 20 solcher Eier gelegt werden. Nun kann man sich mal vorstellen, wie gross die Schildkröte war. Sie hatte ca. 45 cm Durchmesser.


Bilder von unserem Grundstück

In den letzten Tagen hatte ich immer den Fotoapparat bei mir. Es gibt so viel zu sehen, die Natur ist immer für eine Ueberraschung bereit. Hier ein paar Impressionen:


Beim Morgenspaziergang habe ich diese Orchidee entdeckt. Sie heisst Moccasin Flower und kommt recht selten vor, da sie sich nur schwer vermehrt. Trotzdem gibt es in unserem Wald einige Exemplare.


Der Mohn ist eine erstaunliche Blume. Sie blueht nur ein paar Tage und wird dann meistens vom Winde verweht...


violette Tannenzäpfli, so richtig dekorativ


Ableger aus dem ehemaligen Garten meiner Schwester
(Zum Glück werden wenigstens diese Blumen nicht von den Chipmunks gefressen.)


Der Bach, der mitten durch unser Grundstück fliesst.


Einer der Hintereingänge. Wir müssen absperren, sonst fahren immer wieder Neugierige auf diesem Weg ins Camp. Es ist der Weg, der über den Bach direkt zum Workshop und den Garagen mit all unseren Gerätschaften führt. Leider gibt es auch mitten im Busch immer wieder Diebe, wie unsere Nachbarn bereits feststellen konnten. Wir haben früh alles abgesperrt und inzwischen gibt es nur noch wenige Grundstücke ohne Tore oder Abschrankungen. Wie man sieht, habe ich diesmal das Fahrrad genommen. Meistens gehe ich ja zu Fuss, denn auf der anderen Seite der Schranke liegt mein bevorzugter Spazierweg.


06 Juni 2013

Was ist das?



Mitten vor der Lodge auf dem Platz...



Es ist die Kinderstube einer Schildkröte



Und tschüss! Die Arbeit ist vollbracht.



Halt! Ich will mich noch verabschieden, von Angesicht zu Angesicht. Auf Wiedersehen, im nächsten Jahr.


26 Mai 2013

Saisonstart geglückt

Die Zeit vergeht wie im Fluge, aber irgendwie wird mein Pendenzenberg einfach nicht kleiner... Trotzdem will ich mich kurz melden.

Die Saison ist gut gestartet mit vollem Park am Victoria Weekend. Es ist das erste lange Wochenende im Sommer, d.h. der Montag war frei. Eigentlich feiern wir ja den Geburtstag von Queen Victoria, der am 24. Mai ist. Praktischerweise wird das immer am Montag vor dem 25. Mai gemacht. Dieses Jahr war es etwas früh (am 20. Mai), denn der 24. Mai war erst am Freitag. In Ontario nennt man dieses Wochenende auch May-2-4 weekend. Es ist ein Partywochenende, an dem der inoffizielle Start in den Sommer gefeiert wird. Oft gehen die Leute zum ersten Mal im Jahr campieren.

Ein "two-four" ist auch ein Karton Beer, der hat nämlich 24 Flaschen. Der Name hat somit eine doppelte Bedeutung, und gefeiert wird hier gross. Es war demzufolge auch ziemlich lustig im Park. Alle freuten sich, einander nach dem langen Winter wieder zu treffen. Eine Gruppe spielte Gitarre und sang dazu. Dadurch "mussten" die Teenager ein paar Plätze weiter ihre Musik ziemlich laut stellen...., erklärten sie mir. Um 22.00 Uhr überzeugte ich sie, dass sie ihr Auto (das sie als Musikanlage benutzten) etwas anders parkieren und die Musik aus dem anderen offenen Fenster abspielen sollten. So wurde es wenigstens etwas leiser, denn es gibt immer auch Camper, die ruhig um ein Campingfeuer sitzen und der Natur lauschen wollen. Aber am May-2-4 weekend drücken wir schon mal eine Auge, resp. ein Ohr zu.

Hier warten die Docks auf die Boote:



Nach dem langen Wochenende blieben nur noch wenige Camper zurück und wir genossen einen schönen Abend unter Freunden mit Brigitte & Georg, sowie Pat & Barry:


Es gab Löwenzahnsalat mit garantiert biologischem Löwenzahn, frisch gepflückt im Park:


Zusammen mit dem Gegrillten sah das dann so aus:



Das Wetter weiss nicht so richtig, was es will. Zwar war es relativ warm am langen Wochenende, aber am Sonntag und Montag hat es geregnet. Wir hatten Glück mit unserem Grillabend am Dienstag, denn seither ist es nur kalt, sehr nass und die letzten drei Nächte hatten wir sogar wieder Frost. Jeden Abend musste ich meine Blumen draussen abdecken:


Ganz besonders habe ich mich über diese Blume gefreut, die ich auf unserem Grundstück gefunden habe. Es ist die Provinzblume von Ontario, eine rote Trillium (Waldlilie):



Ich hoffe, dass das Wetter endlich etwas besser wird, damit ich die Tomaten nach draussen planzen kann. Das Restaurant sollte nicht mehr als Gewächshaus dienen müssen:



Leider sind die Voraussichten nicht besonders gut und wir haben deshalb beschlossen, am Dienstag für einen Grosseinkauf nach Sudbury zu fahren. Sind "nur" 180 km - ein Weg.


12 Mai 2013

12. Mai und... SCHNEE

Heute hat es doch tatsächlich wieder geschneit! Das ist doch zuviel des Guten. Wir sind zwar mit den Arbeiten bisher gut voran gekommen und darum ist es nicht ganz so schlimm. Nur ist es einfach angenehmer, bei etwas wärmeren Temperaturen draussen zu arbeiten. Auch im Sanitärgebäude war es so einfach zu kalt zum Putzen. Deshalb haben wir eine kleine Elektroheizung zu Hilfe genommen.

Zum Glück habe ich im letzten Herbst gut vorputzen können und wir waren bald fertig. Dummerweise ist der Heisswassertank nicht angelaufen. Der Thermostat hat irgendwie den Winter nicht überlebt. Am Montag kommt jedoch bereits ein Monteur. Es dauerte am Samstag ziemlich lange, bis ich jemanden gefunden habe. Es ist jedes Jahr die Frage, ob alle Pumpen, Leitungen und sonstigen Geräte den Winter schadlos überstanden haben. Wenn es irgendwie geht, planen wir etwas Zeit für allfällige Reparaturen ein. Na ja, sonst müssen die Camper halt nehmen, was vorhanden ist. Die sind ja meistens in den Wohnwagen gut ausgerüstet und können notfalls auch ohne uns ein paar Tage kutschieren. Aber bisher ist alles noch im grünen Bereich und wir werden am Mittwoch bestimmt pünktlich alles bereit haben.




Mit dem Huddelwetter heute musste ich alle meine (Tomaten-) Planzen wieder ins Haus holen und ein paar frisch gepflanzte Blumen abdecken. Wir sollen noch zwei Nächte Frost kriegen und nachher wird die Temperatur angeblich wieder steigen. Die beiden roten Spender auf dem Foto sind für die Hummingbirds (Kolibris), die seit zwei Tagen auch wieder hier sind. Die haben jetzt etwas Mühe, genug Futter zu finden. Da wollen wir gerne nachhelfen. Denn es wäre doch schade, wenn die kleinen Vögel ihre 4000 km lange Reise aus dem Süden zwar überstehen, aber hier oben dann verhungern oder erfrieren. Ich freue mich schon, diese blitzschnellen Vögel wieder beobachten zu können.


Dieses Bild habe ich vor ein paar Jahren aufgenommen. Dieser Hummingbird (ein Männchen) war so auf seine Futterstelle fixiert, dass ich ihn problemlos fotografieren konnte. Ihm war damals viel wichtiger, dass die anderen Kolibris nicht in die Nähe von "seinem" Futter kamen. Die Kolibris können richtig gut streiten, wenn es ums Futter geht. Dabei hätte es genug für alle...