25 Februar 2014

Winterschlaf

Dieser Winter hat es in sich. Sehr kalte Temperaturen, eisiger Wind und ab und zu frischer Schnee. Ein Ende ist nicht in Sicht, die Vorhersagen versprechen mehr Schnee und Temperaturen in den minus-Zwanzigern. Es ist eindeutig der kälteste Winter, den wir hier erleben. Unser Holzvorrat schwindet viel zu schnell. 
Marcel hat heute sicherheitshalber mit dem Traktor einen Weg zu unserem Holzlager gebahnt und einen Stamm zersägt. Eigentlich sollte dieses Holz noch eine Saison gelagert werden, um dann im nächsten Winter verbrannt zu werden. Aber dieses Jahr werden wir wohl auf die Vorräte zurückgreifen müssen.


Der Schnee vor der Lodge versperrt zum Teil unsere Aussicht. Die Eichhörnli finden die Schneeberge jedoch toll und spielen tagsüber darauf herum. Sollten wir es wagen in die Nähe zu kommen, schimpfen sie lauthals auf uns herein. Rex hat inzwischen beschlossen, diese lästigen Viecher zu ignorieren. Früher konnte er stundenlang Jagd auf sie machen.


Da es vor einer Woche kurz geregnet hat (wir hatten tatsächlich für einen Tag nur Null Grad), ist der alte Schnee vom Dach gerutscht. Der frische Schnee hat sich durch die Sonneneinstrahlung in schönste Eiszapfen verwandelt. Uebrigens sind sie tatsächlich so krumm, denn durch den Wind haben sie sich schräg vom Dach entwickelt. Ein interessantes Schauspiel.



Und was denken meine Zimmerpflanzen? Die haben genug vom Winter und blühen um die Wette:


Clivia


Weihnachtskaktus (der gar nie mit Blühen aufgehört hat)


Amaryllis - diese  Blume ist inzwischen verblüht, aber zu meiner Verblüffung hat sich die Pflanze entschlossen eine neue Blume wachsen zu lassen. Sowas habe ich noch gar nie gehabt.


Der Chindlibaum - ein Sukkulent (Bryophyllum) hat mich total überrascht mit seinen Blumen, steht die Pflanze doch etwas verdrückt in einer Ecke...

Dann habe ich noch blühende Minirosen, weisse und rosa Geranien - die so den Winter drinnen überstehen - und Hyazinthen, die aber schon beinahe verblüht sind. Da muss ich am Donnerstag bei meinem Besuch in der Stadt dringend Nachschub holen. Die Zwiebeln lasse ich jeweils abtrocknen und pflanze sie im Herbst in den Garten. So habe ich im nachfolgenden Frühling ein immer grösser werdendes Blumenmeer. Gefällt mir ausgezeichnet so.

Die Osterdekorationen haben sich auch schon in den Läden ausgebreitet. Der Frühling wird also schon irgendwann eintreffen... irgendwann...



03 Februar 2014

14 Jahre Canada

Heute vor 14 Jahren sind wir in Canada eingewandert. Dies wollten wir ein wenig feiern. Ein perfekter Wintertag, mit sehr kalten Temperaturen am Morgen und Sonnenschein am Mittag - unser Winter Wonderland. Und da zur Zeit Brigitte und Georg auf Besuch sind, habe ich mir einen langen Wunsch erfüllt und endlich ein Winterpicknick organisiert. 
Den Picknicktisch haben wir bereits gestern ausgegraben und auch die Feuerstelle wurde unter dem Schnee gefunden. So stand unserem Abenteuer nichts mehr im Weg:





Holz, Essen und Trinken, alles mit einem Schlitten in mehreren Tripps von der Lodge zum Cedar Cottage transportiert.



Schweizer Kalbsbratwürste... mmh


auch ein guter Schluck durfte nicht fehlen...


Das Camp vom See aus gesehen. Wie man dahin kommt? 
Mit Schneeschuhen:


Was man sonst noch macht da draussen? 
Eisfischen:


Und hier noch zwei Bilder von unserem uralten Cottage, das wohl bald zusammenfällt, aber momentan noch ein gutes Fotosujet abgibt:




Die Temperaturen sind immer noch zu kalt, um allzu lange draussen sitzen zu bleiben. Wir erleben tatsächlich einen der kältesten Winter in Canada und wie es aussieht, bleibt das noch eine Weile so. Zum Glück wissen wir inzwischen damit umzugehen. Der Holzvorrat ist reichlich und die paar Zwischenfälle mit eingefrorenen Wasserleitungen etc. haben wir auch ganz gut überstanden. 

Zum ersten Mal geniessen wir den Winter auch in der Natur. Bis jetzt haben wir die Wintertage ja immer in Restaurant und Küche verbracht. 13 Winter sind genug, dachten wir, und wechselten unser Konzept. Das Restaurant ist jetzt nur noch auf Voranmeldung geöffnet, was uns viel Zeit für andere Arbeiten ermöglicht. Die Cottages vermieten wir auch immer noch. Diese Woche ist eine Gruppe Snowmobiler im Log Cottage einquartiert. Die Trails sind hervorragend präpariert und die Sonne lässt keine Wünsche mehr offen. Was will man mehr?





06 Januar 2014

Richtig viel Schnee

Letzte Nacht ist endlich der angekündigte Schnee gekommen, und das nicht zu knapp. Es sind sicher 30 cm, die sich vor allem aus Schneeverwehungen ergeben haben. Auf den Dächern sieht es gar nicht nach so viel aus. Somit war klar, was unsere Morgenbeschäftigung (und -ertüchtigung...) war.
 

 
erste Spuren im Schnee
 
 
Hilfe naht...


 
...und so sah es nach der ersten Traktorrunde vom Pizzahaus Richtung Lodge aus. Die Eingänge habe ich bereits von Hand geschaufelt. Bis aller Schnee auch hinter dem Haus und bei den Cottages geräumt ist, dauert es noch ein wenig. Und nach Wettervorhersage werden wir gleich noch einmal eine Ladung erhalten. Mir gefällts jedoch, denn allzu kalt ist es auch nicht mehr.
 
Zwischendurch bin ich auch drinnen immer am Werkeln, im Moment z.B. an einem neuen Blog, der auch über die Webseite erreicht werden kann. Meine "upgedateten" Programme fordern mich allerdings noch etwas heraus. Es wird aber schon noch werden, ich kann mir ja Zeit dafür nehmen.
 
 


05 Januar 2014

Rex und seine Schuhe


ohne Worte...


03 Januar 2014

Bitter kalt

Das Jahr hat bei uns mit bitterkalten Temperaturen begonnen. Zum ersten Mal seit wir hier wohnen, ist uns das Wasser in der Lodge eingefroren. Es brauchte nur eine kleine Ecke, die besonders kalt wurde, und nichts ging mehr. Mit einem Loch in der Wand und einem Föhn konnten wir zum Glück das Problem schnell beheben. Und nun hat Marcel ein neues Projekt... Wie kalt es denn ist? Das seht ihr hier:

 
Das ist wirklich sehr, sehr kalt, auch wenn die Luft trocken ist. Wir haben noch das Glück, dass kein Wind weht, sonst wäre es draussen nicht mehr auszuhalten. Für Rex sind diese Temperaturen auch viel zu kalt und wir haben ihm deshalb "Schuhe" besorgt. Er hat sich erstaunlich schnell daran gewöhnt und hält schön still, bis wir sie ihm angezogen haben. Allerdings bleibt er jeweils nicht lange draussen, sondern verrichtet sein Geschäft und kommt ganz schnell wieder an die Wärme ins Haus. Immerhin bringen wir es dank der Renovation der Aussenfassade und den neuen Fenstern ohne unseren Schwedenofen in der Wohnung auf 18 Grad und im Restaurant auf 16.3 Grad. Sobald wir jedoch zusätzlich den Schwedenofen in Betrieb nehmen, wird es sofort "toasty warm". In der Küche, die sich teilweise in einem Anbau befindet, ist und bleibt es kalt, so ca. 15 Grad. Sobald man jedoch kocht, lässt es sich auch da wieder besser aushalten.
 
Für die beiden Cottages ist diese Kälte auch eine Herausforderung. Im Moment laufen beide auf Sparflamme, d.h. es werden nur die Badezimmer beheizt. Trotzdem ist uns im Log Cottage das WC eingefroren. Mit zusätzlichem Heizbebläse müssen wir das nun vorsichtig auftauen. Drückt uns die Daumen, dass die WC-Schüssel keinen Schaden nimmt.
 
Ansonsten geht es uns gut. Unsere Autos sind notfalls an der Steckdose, um mittels Blockheizung den Motor vorzuwärmen. So starten die Trucks ohne Probleme. Aber wir müssen heute nirgendswo hin und auf heute Abend sind Schnee und Temperaturen um -18 Grad vorausgesagt. Das wäre ja schon gut. Well - we'll see...
 
Uebrigens sind wir um Weihnachten von diesem schlimmen Eisregen im Süden Ontarios verschont geblieben. Für einmal hatten wir auch KEINEN Stromausfall. Wenigstens diesmal hatten wir Glück. In Toronto sieht es allerdings schrecklich aus und das Schlimme ist, dass in einer so grossen Stadt nur wenige die Möglichkeit für ein Feuer oder eine Alternative wie z.B. einen Generator haben. Es war schrecklich zu sehen, wie lange die Leute auf die Reparatur des Stromanschlusses gewartet haben. In der Zwischenzeit dürfte aber auch da alles wieder in Ordnung sein.
 
 


31 Dezember 2013

Happy and healthy 2014

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Lasst es Euch gut gehen und denkt daran:
Auch Pausen gehören zum Rhythmus!
 
 

24 November 2013

Mach mal Pause

Eigentlich wollte ich vor meinen Ferien in der alten Heimat noch einen weiteren Herbst-Eintrag machen, aber die Zeit hat nicht mehr dazu gereicht. Das werde ich nach der Rueckkehr nachholen. Dafuer habe ich mit den Vorbereitungen fuer den Winter noch begonnen: Hier entsteht der Windschutz beim Eingang:


Dann kam ein Sturm (mit 30stuendigem Stromausfall) und hat meine Baumwand ueber den Haufen geworfen. Inzwischen ist alles wieder aufgestellt und wartet auf genug Schnee, der die Toepfe fest auf dem Boden festfriert.


Das Wetter macht Kapriolen, es schneit, schmilzt, stuermt, friert, schneit wieder - Novemberwetter halt... Uebrigens habe ich inzwischen festgestellt: In der Schweiz ist es nicht besser!