Dieser Winter hat es in sich. Sehr kalte Temperaturen, eisiger Wind und ab und zu frischer Schnee. Ein Ende ist nicht in Sicht, die Vorhersagen versprechen mehr Schnee und Temperaturen in den minus-Zwanzigern. Es ist eindeutig der kälteste Winter, den wir hier erleben. Unser Holzvorrat schwindet viel zu schnell.
Marcel hat heute sicherheitshalber mit dem Traktor einen Weg zu unserem Holzlager gebahnt und einen Stamm zersägt. Eigentlich sollte dieses Holz noch eine Saison gelagert werden, um dann im nächsten Winter verbrannt zu werden. Aber dieses Jahr werden wir wohl auf die Vorräte zurückgreifen müssen.
Der Schnee vor der Lodge versperrt zum Teil unsere Aussicht. Die Eichhörnli finden die Schneeberge jedoch toll und spielen tagsüber darauf herum. Sollten wir es wagen in die Nähe zu kommen, schimpfen sie lauthals auf uns herein. Rex hat inzwischen beschlossen, diese lästigen Viecher zu ignorieren. Früher konnte er stundenlang Jagd auf sie machen.
Da es vor einer Woche kurz geregnet hat (wir hatten tatsächlich für einen Tag nur Null Grad), ist der alte Schnee vom Dach gerutscht. Der frische Schnee hat sich durch die Sonneneinstrahlung in schönste Eiszapfen verwandelt. Uebrigens sind sie tatsächlich so krumm, denn durch den Wind haben sie sich schräg vom Dach entwickelt. Ein interessantes Schauspiel.
Und was denken meine Zimmerpflanzen? Die haben genug vom Winter und blühen um die Wette:
Clivia
Weihnachtskaktus (der gar nie mit Blühen aufgehört hat)
Amaryllis - diese Blume ist inzwischen verblüht, aber zu meiner Verblüffung hat sich die Pflanze entschlossen eine neue Blume wachsen zu lassen. Sowas habe ich noch gar nie gehabt.
Der Chindlibaum - ein Sukkulent (Bryophyllum) hat mich total überrascht mit seinen Blumen, steht die Pflanze doch etwas verdrückt in einer Ecke...
Dann habe ich noch blühende Minirosen, weisse und rosa Geranien - die so den Winter drinnen überstehen - und Hyazinthen, die aber schon beinahe verblüht sind. Da muss ich am Donnerstag bei meinem Besuch in der Stadt dringend Nachschub holen. Die Zwiebeln lasse ich jeweils abtrocknen und pflanze sie im Herbst in den Garten. So habe ich im nachfolgenden Frühling ein immer grösser werdendes Blumenmeer. Gefällt mir ausgezeichnet so.
Die Osterdekorationen haben sich auch schon in den Läden ausgebreitet. Der Frühling wird also schon irgendwann eintreffen... irgendwann...