03 August 2015

Wiederholungstäter

Wir haben's schon wieder gemacht, um genau zu sein, schon zwei Mal...


Wir haben uns abends vom Camp geschlichen und sind Bluegrass-Hören gegangen. Jedes Jahr (dieses Jahr zum 31. Mal) finden an den langen Wochenenden im Sommer Bluegrass-Festivals statt. Verschiedene bekannte Gruppen aus Canada und den USA, aber auch lokale wechselnde Bands treten während dieser drei oder vier Tage auf. Tagsüber gibt es Workshops und vor allem nachts sogenanntes Jamming, spontanes Spielen mit verschiedenen Leuten, meistens am Campfeuer. 

Die Festivals finden in einem Campingplatz an einem idyllischem Fluss statt. Das Camp wurde genau für diesen Zweck geschaffen. Eine tolles Konzept, eine tolle Atmosphäre und tolle Leute. Da nehmen wir auch die zweistündige Fahrt von 120 km (ein Weg) in Kauf. Auch dass wir dann nachts erst um zwei Uhr wieder zuhause sind, macht uns nichts aus. Natürlich können wir jeweils nur am Mittwoch- oder Donnerstagabend dabei sein, an den Wochenenden müssen wir im Juli und August bei uns im Camp bleiben. Trotzdem gibt es uns eine schöne Abwechslung. Solange wir saisonale Camper haben, die ab und zu das Camp babysitten, ist alles im grünen Bereich. (Die übrigens finden, wir hätten uns das redlich verdient.)


01 August 2015

Fitnessprogramm

Mein aktuelles Fitnessprogramm geht mir langsam auf den Geist. Man kann es auch Zigaretten-Stummel-Auflese-Programm nennen. Warum nur müssen die rauchenden Mitmenschen ihre Ueberreste immer auf den Boden schmeissen? Damit es jemand, resp. ich oder Marcel, wieder auflesen kann? Die meisten unserer langjährigen Gäste haben wir entsprechend "umerzogen". Nun müssen es nur noch die Kurzgäste kapieren. Hier klare Hinweise: 



Eigentlich könnten wir das ganze Camp zur rauchfreien Zone erklären. Oder mindestens die Teile, die von allen Gästen benutzt werden. Alle Gebäude (Sanitäranlage und Restaurant) sind schon von Gesetzes wegen rauchfrei. In Ontario darf man auch nicht mehr in Gartenrestaurants oder Patios rauchen. Innerhalb einer neun Meter-Zone müssen zudem die Eingänge rauchfrei bleiben. Raucher sollten meiner Meinung nach eine gewisse Freiheit haben. Es darf nur nicht auf die Kosten der Nichtraucher gehen.

Ein anderer Aergerpunkt, den noch nicht alle begriffen haben, ist übrigens das Wissen "beer caps don't burn" (Bierflaschendeckel brennen nicht). Warum nur landen die immer wieder in den Feuerstellen und wir müssen sie mühsam aus der (kalten) Asche klauben?


31 Juli 2015

Hochsaison

Bei uns startet heute das wichtigste lange Wochenende des Sommers, die Saisonspitze sozusagen. Nachher wird es langsam wieder ruhiger werden und der Campingalltag plätschert (für uns) wieder gemütlicher vor sich hin. Uebernachtungsgäste sind ja toll, geben aber auch eine Menge Arbeit. Die sanitären Anlagen sehen nie ganz so aus, wie ich mir das wünsche und das mit der Abfalltrennung ist auch so eine Sache. "Aus den Augen - aus dem Sinn" scheint bei Kurzgästen oft die Devise zu sein. Und wir können dann schauen, wohin mit dem Zeugs.

Hauptsache ist jedoch, unsere Kurz- und Langzeitgäste haben Spass, können sich gut erholen und geniessen Sonne, Wind und Wasser...

Das ist Bybe, der Hund einer Freundin, die bei uns zu Besuch waren.

Einen Spezialgruss in die Schweiz. Allen einen schönen und gemütlichen 1. August, alles Gute zum 724. Geburtstag! Ich werde zur Feier des Tages wieder mal das Schweizer T-Shirt anziehen und Ländlermusik laufen lassen :-).


22 Juli 2015

Feuer am Himmel

Gestern hat die Natur wieder mal eine Abendvorstellung gegeben. Um neun Uhr leuchtete der ganze Himmel und die Umgebung in pink-golden. 




Was man auf den Bildern nicht sieht: Zur ganzen Vorstellung fielen dicke Regentropfen vom Himmel. Dadurch konnte ich mir nicht wirklich Zeit nehmen, Bilder zu machen, wie pink alles leuchtete. Unsere neuen Kieselsteine wetteiferten mit dem Himmel um die Wette...


21 Juli 2015

Shad flies oder Fish flies

Es gibt noch ein Fliegengetier, das ich hier vorstellen will. Jedes Jahr anfangs Juli steigt es aus dem Lake Nipissing und überfällt die Stadt zu Tausenden und Abertausenden. Sie leben nur ein paar Stunden (für die Fortpflanzung) und werden vor allem nachts vom Licht angezogen. Am Morgen sehen jeweils viele Hausfassaden etwa so aus:



Zu Tausenden kleben sie an den Gebäuden und werden oft mit Hochdruckreinigern weggewaschen.


Der Geruch, den sie verbreiten - vor allem, wenn sie zerquetscht sind - erinnert an Fisch... viel Fisch...


Meistens ist der ganze Spuk nach einer Woche wieder vorbei...


Natürlich findet man sie auch auf den Strassen und Gehwegen. Beim Drauftreten knackt es und ein leichter Fischgeruch verbreitet sich. Die Stadt und Geschäfte geben Unmengen aus, um die Tiere Tag für Tag zusammenzufegen, von den Fassaden zu waschen, sie einfach irgendwie zu entsorgen. 
So unangenehm die ganze Angelegenheit auch ist, die Tiere beweisen, dass der See und sein Ecosystem noch gesund sind, hier kann man es nachlesen.



20 Juli 2015

Für fünf Minuten...

fühlten wir uns wie in einer Autowaschanlage!




Dann war der Spuk vorbei, die Welt frisch gewaschen, die Regenfässer gefüllt, der Garten getränkt... und die Sonne drückte wieder durch. So liebe ich Regen (solange ich ein Dach über dem Kopf habe).

Wochenend-Ausbeute

Eigentlich finden wir es gut, wenn unser Campingplatz von Wochenend-Gästen besucht wird. Vor allem, wenn es sich dabei um Angehörige und Freunde unserer saisonalen Camper handelt. Was wir allerdings ziemlich doof finden, sind die Gäste, die Schäden verursachen und dann einfach klammheimlich wegfahren. So wissen wir leider nur zum Teil, wer uns da so viel Arbeit und Kosten verursacht...


Eine umgefahrene Tanne...


die total beschädigte Schutzwand unserer Quelle im Campground...



und die umgefahrene Abschrankung des Septicfeldes 
(das Feld dient zur Abwasserreinigung).


Der eigentliche Aerger ist ja nicht, dass so etwas passiert. Wirklich unverständlich ist uns jedoch, dass die Verursacher nicht zu ihren Missgeschicken stehen können...