Die Arbeit geht uns wahrlich nicht aus. Aber bei diesem schönen Wetter kommen wir gut voran. Seit dem 1. Mai haben wir tatsächlich jeden Tag zwischen 25 und 30 Grad. Das Gras ist schon grün, die Frühlingsblumen blühen (und verblühen ebenso rasch) und die Blätter an den Bäumen sind auch schon fast alle draussen. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter.
Im Park sind einige Plätze von Baumstümpfen befreit worden. Bäume fällen und zerkleinern geht einigermassen schnell. Aber die Wurzeln entfernen ist ein ganz anderes Thema. Also haben wir kurzerhand eine Maschine gemietet für drei Tage und die Männer machten sich an die Arbeit. Georg und Barry waren mit von der Partie, zum Glück, denn zuerst mussten sie die Baumstümpfe mit der Motorsäge möglichst tief am Boden abschneiden und dann mit der Maschine den Rest wegfräsen. Eine Knochenarbeit, die man nur schafft, wenn man immer wieder mal eine Pause machen und viel Wasser trinken kann. Zu Dritt ging das natürlich etwas leichter. Am Abend waren aber alle froh über eine erfrischende Dusche und ein kühles Bier.
Anschliessen ging es an die Dockinstallation. Auch diese Arbeit ist zu zweit oder dritt einfacher zu bewältigen. Inzwischen ist das ganze Dock im Wasser und die neuen Dockteile bewähren sich. Sie sind etwas stabiler als die älteren, die etwas kürzer gebaut sind. Man lernt nie aus!
Am Dienstag hat Marcel auch bereits das Wasser im Park angestellt. Die Pumpe ist zum Glück sofort angelaufen. Sie ist 450 m tief im Boden in der gebohrten Quelle installiert und wird über den Winter abgestellt. So ist es jedes Jahr die grosse Frage, ob sie auch sofort startet. Bisher hatten wir erst einmal Pech und mussten die Pumpe im Frühling ersetzen, was eine ziemlich komplizierte Angelegenheit ist. Mit dem Traktor wird die Pumpe und die angeschlossene Wasser- und Elektroleitung aus dem Bohrloch gezogen, 450 m, das ist ziemlich viel Material. Dann muss die Pumpe ausgewechselt werden und die ganze Angelegenheit wird wieder im Loch versenkt. Aber wie gesagt, dieses Jahr hat alles wieder reibungslos geklappt. (Uebrigens haben wir bei der Lodge nochmals eine gebohrte Quelle mit einer solchen Pumpe. Auch dort ist das Bohrloch 450 m tief und auch diese Pumpe mussten wir einmal ersetzen, damals mitten in der Sommersaison, im August...)
Am Mittwoch habe ich dann im Showerhouse alle Duschen neu gestrichen. Das machen wir jedes Jahr. Da das Sanitärgebäude mit den Duschen und Toiletten im Winter abgestellt wird, muss Marcel immer alles Wasser ablaufen lassen und die Wasserleitungen mit Hochdruck ausblasen. Der Frost und die Feuchtigkeit im Winter tun dem Gebäude und den Installationen nicht besonders gut und es erfordert im Frühling immer etwas TLC (tender loving care), wie etwa einen neuen Anstrich in den Duschen, neue Fugen bei den Lavabos oder Ersatz von losen Bodenplatten. Aber dieses Jahr geht das dank der warmen Temperatur viel leichter.
Am Montagabend machten wir auf dem Platz von Brigitte und Georg unser erstes Campfeuer und somit ist die Campingsaison inoffiziell bereits eröffnet.




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