28 Juni 2015

Abgeschlichen

Oft haben wir es nicht gemacht bis jetzt, aber gestern Abend musste es sein..., dass wir das volle Camp einfach im Stich gelassen und uns für ein paar Stunden von dannen geschlichen haben. Und das kam so:

Vor ein paar Tagen lernten wir einen Canadier mit deutschen und schweizerischen Wurzeln kennen. Er ist Canadier in der dritten Generation. Das ist ja noch nichts Spezielles, aber wir erfuhren, dass er Bluegrass-Begeisterter ist und selber seit Jahren in verschiedenen Bands Banjo spielt. Der Zufall wollte es, dass in unserem Dorf ein Fundraiser stattfand, um den Veteran's Club zu unterstützen. Dieser Club ist eigentlich mehr oder weniger unsere Dorfbeiz und ursprünglich ein Club für pensionierte Militärs. Solche Clubs gibt es in praktisch jedem Dorf. Der Vorteil, die Preise sind tief, mitmachen kann jeder und oft sind diese Lokale die einzige Vergnügung im Dorf. So auch bei uns und wie oft mit solchen Lokalitäten, schrammen sie immer knapp an der Schliessung vorbei, weil einfach nicht genug Gäste kommen. Das Personal sind meistens Freiwillige und ohne die unentgeltliche Unterstützung dieser Dorfbewohner wäre der Laden schon längst zu. Gestern nun fand also ein Anlass statt, um die Kasse wieder mal etwas zu füllen und unser Bekannter war Gastspieler in einer Countryband, die da auftrat.

So sind wir zum allerersten Mal, seit wir hier wohnen, an eine Veranstaltung in den Vet's Club gegangen und es "hätt gfäged".


Der krönende Abschluss war dann noch, dass ich unter der Verlosung der Eintrittsbillette den einzigen Preis gewann, das hier:


Marcel findet es natürlich umwerfend komisch und ich habe mir vorgenommen, endlich mit (m)einer Bohrmaschine umgehen zu lernen!

PS. Uebrigens ist die Distanz vom Camp zum Vet's Club im Dorf etwa 23 km - ein Weg. Unsere Ausflüge ins "Dorf" haben Seltenheitswert, liegt doch North Bay (wo wir einkaufen) in der entgegengesetzten Richtung.


2 Kommentare:

  1. Der Preis war natürlich Beigabe - das Wichtigste war dass ihr Spass hattet. Auf dem Bild hat es aber nicht viele Leute. Gruss Jürg

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    1. Es waren tatsächlich nicht viele Leute dort, vielleicht 40. Zwei Grundstücke weiter wurde eine Gartenhochzeit abgehalten und da war vermutlich auch ein Teil der Dorfbevölkerung dabei. Das macht es ja so schwierig für's Ueberleben solcher Lokalitäten, die trotzdem das Herz einer Dorfgemeinde sind...
      LG Anita

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