Obwohl die Ueberraschungsparty eine Woche vorgezogen wurde, hatten wir genügend Zeit, um alles vorzubereiten. Zuerst machten wir am Freitag eine Fahrt ins 150 km entfernte Sudbury, wo man alle Zutaten in guter Qualität erhalten konnte. In unserer Stadt ist das etwas schwierig und so nutzen wir natürlich diese Ausrede, um wieder mal einen Ausflug zu machen. Wir verbanden diesen Tag mit einem Besuch in einem kleinen Restaurant, das Freunde von uns betreiben. Es sind Südamerikaner mit spanischen Wurzeln, die italienisch kochen. Eine gelungene Verbindung und die hausgemachte Lasagne dort "is to die for" (oder schlichtweg eine Wucht!).
Zurück daheim und nach stundenlangem Suchen in unseren Umzugskisten hatten wir alles Material beisammen und der Kochmarathon konnte beginnen.
Zuerst kam der Geburtstagskuchen an die Reihe. Nicht unbedingt spanisch, dafür höchst erwünscht. Es ist ein Schokoladekuchen nach einem Rezept von meiner Cousine zweiten Grades. Man nehme: (für meinen Kuchen nahm ich die dreifache Menge)
Zuerst kam der Geburtstagskuchen an die Reihe. Nicht unbedingt spanisch, dafür höchst erwünscht. Es ist ein Schokoladekuchen nach einem Rezept von meiner Cousine zweiten Grades. Man nehme: (für meinen Kuchen nahm ich die dreifache Menge)
140 g geschälte, gemahlene Mandeln
120 g Zucker
100 g Butter
3 Eier (geteilt)
Paniermehl
Puderzucker
Schoggi schmelzen und
Butter, Zucker, Mandeln dazugeben. Abkühlen lassen und
anschliessend Eigelb unterrühren.
Eiweiss zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen.
Eine Springform leicht ausbuttern, mit Paniermehl bestreuen und den Teig einfüllen.
Bei 180 Grad 35 Minuten backen. Der Kuchen schmeckt zwei Tage später am Besten. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Geröstete Haselnüsse für die Haselnusscreme (Natillas de Avellana) - mehr Bilder gibt es nicht davon :-)
Die Vorbereitung der Vorspeise:
Pflaumen im Baconmantel auf Gemüse
Die gebratenen Pflaumen werden anschliessend im Gemüse mitgegart und nehmen ein umwerfendes Aroma an.
Von der zweiten Vorspeise (Crostadas mit Ziegenkäse überbacken) gibt es leider keine Bilder. Dazu gab es Sangria, von der auch die Fotos fehlen. Süffig war sie jedenfalls.
Die Dekoration wird zum Transport vorbereitet. Dazu der Bunsenbrenner für die Crema Catalana.
Der gedeckte Tisch, in den spanischen Flaggenfarben.
Wie immer in dieser Runde wird bei jeder Gelegenheit (d.h. vor, während und nach dem Essen musiziert).
Die fertigen Pflaumen auf dem Gemüsebett.
Und hier kommt die Hauptspeise: Paella
Das Geburtstagskind beim Schöpfen...
Zum Abschluss: Crema Catalana, hier noch ohne Zuckerkruste
Der Geburtstagskuchen mit dem einen Kerzli, das sich einfach nicht ausblasen liess. Warum? Weil der eigentliche Geburtstag erst am Mittwoch danach ist...
Und dann wurde wieder bis weit in die Nacht musiziert.
Am Tag danach, Restenverwertung: Leckere Muschelsuppe mit dem Restgemüse der Pflaumenvorspeise. Mmmmmh!
Und heute? Da sind wir zum Bauern nur ein paar Kilometer von unserem neuen Zuhause und haben uns grüne Spargeln geholt, frisch vom Feld.
Leider kennt man die weissen Spargeln hier in Nordontario praktisch nicht. Aber die Grünen sind auch supergut!
Nein, wir vermissen das Camp-Leben überhaupt nicht!
Uff, so eine Fülle an Informationen und Kalorien. Ich bin grad etwas platt!
AntwortenLöschenGrüessli
Bea
PS: Bei uns gibt's heute auch Spargeln zum Znacht. Der Bequemlichkeit halber im Supermarkt gekauft.
Ist's wirklich so schlimm? Wenigstens der Schluss hat (fast) keine Kalorien.
LöschenLG Anita
Mensch, ihr blüht ja richtig auf in eurem "Ruhestand"
AntwortenLöschenMein Garten gibt mindestens jeden zweiten Tag eine Portion grüne Spargeln her. Mir verleiden sie nie.
Viele Grüsse Trudy
Ja, ein Garten wie deiner, hier bei mir, das ist das Ziel. Mit oder ohne Spargeln. Gut Ding will Weile haben.
LöschenLG Anita
uih da lacht das Herz des Hobbychoch ! alles ganz leckere Sachen, und du hast sie ganz schön in Szene gesetzt. Gebratene Pflaumen mit speck ummantelt sind wirklich eine Wucht - Auch mit Datteln zu empfehlen. Wir essen während der Spargelzeit auch viele davon, essen aber praktisch nur grüne - wir finden diese haben eindeutig mehr Aroma. Liebe Grüsse Jürg
AntwortenLöschenWill man nicht immer das, wo man nicht haben kann? Die weissen Spargeln erinnern uns halt an unsere Frankreich-Touren. Am besten wäre, man hat von den weissen und den grünen Spargeln genug...
LöschenLG Anita
Das sieht ja köstlich aus. Ihr seid ja richtige Genießer! Euch sei es nach all der harten Camp-Arbeit gegönnt.
AntwortenLöschenWir machen eigentlich nur dort weiter, wo wir vor 16 Jahren aufgehört haben. Schon in der Schweiz waren wir oft Stör-kochen. Man will uns nun schon buchen. Es soll eigentlich ein Hobby bleiben, aber wenn man damit Geld verdienen kann? Ich müsste ja noch ein paar Jährchen arbeiten. We'll see...
LöschenLG Anita