25 November 2014

Stromlos

Gestern Abend um 20.30 Uhr ist wieder mal der Strom ausgefallen und heute nach mehr als 14 Stunden warten wir immer noch auf die Aufschaltung. Wie immer kommen wir am Schluss der Warteschlange dran, weil hier draussen im Busch so wenig Kunden betroffen sind.

Es war ein heftiger Sturm, der Tausende von Haushalten vom Netz schmiss. Vor allem hat er auch im Süden gewütet und da dort viel mehr Leute wohnen, konzentrieren sich die Reparaturen erstmals auf die Ballungszentren. Wir sind uns das schon fast gewohnt - obwohl, man kann (oder will) sich an die relativ häufigen Stromausfälle eigentlich nie gewöhnen. 

Während eines Stromausfalls schnurrt unser Generator meistens problemlos vor sich hin und wir können wenigstens die Heizungs- und Wasserpumpen betreiben. Abwechslungsweise laufen auch Kühlschrank und Tiefkühler. Natürlich heisst das für Marcel, Nachtschicht zu schieben. Trotzdem versuchen wir zu schlafen, was uns inzwischen meistens gut gelingt. Letzte Nachte bemerkte ich jedoch plötzlich, dass die Heizungsrohre kalt wurden. Eine Sicherung beim Generator hat sich ausgeklinkt. So durfte Marcel mitten in der Nacht mit Stirnlampe und Regenschutz den Schaden beheben. Es ist unbedingt nötig, dass die Heizungspumpen immer laufen, weil sich sonst unser Aussenofen überhitzt und dadurch Schaden nehmen könnte.

Besonders ärgerlich ist der Stromausfall heute, weil wir am Mittwoch eigentlich einen kleinen Ausflug geplant haben. Mal sehen, ob sich bis dahin alles wieder normalisiert hat. Wir sind noch guter Hoffnung!

Uebrigens hat es in den letzten Tagen tatsächlich stark geregnet und der Schnee ist fast aller weggeschmolzen. Gestern hatten wir plus 9 Grad. Inzwischen schneit es jedoch wieder und wir sollten nach Wettervorhersage bis zu 10 cm erhalten. Mist!


Soeben hören wir ein riesiges Dröhnen über der Lodge. Der Hydro One Helikopter fliegt den Stromleitungen entlang auf der Suche nach dem Schaden. Nun dauert es hoffentlich nicht mehr lange...



4 Kommentare:

  1. Also ich drück euch die Daumen... Geprostet wird jedoch erst morgen und dann werde ich aber mein Glas auch kurz zu dir in den verschneiten wilden Westen heben.
    Heb's guät
    Herzlich Brigitte

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    1. Das Daumendrücken hat geklappt. Nach 23 Stunden hat der Strom wieder eingekickt... und darum fahren wir in 50 Minuten ab.
      Nimms gmüetli i de Schwiiz (s'isch grad es Johr sit üsem Brunch...)
      Herzlichst
      Anita

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  2. Hoi Anita unglaublich wie flexibel ihr sein müsst. In unserer Wohlstandgesellschaft in der Schweiz wäre dies undenkbar - da motzen die Leute wenn der Zug 10 Min. Verspätung hat! Liebe Grüsse Jürg

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    1. Bei euch in der Schweiz lebt ihr so nah aufeinander, da muss einfach alles wie am Schnürli laufen. Wir motzen hier ja auch, nur hört uns niemand...
      Anita

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Ich freue mich sehr über Kommentare, brauche aber manchmal etwas Zeit, bis sie freigeschaltet werden.

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