26 Juni 2016

Kinderstuben

In den letzten Tagen und Wochen werden wir rund ums Haus aufs Beste unterhalten. Da fliegt und piept es ununterbrochen. Bisher waren die Aktivitäten vor allem auf die Nester beschränkt, aber seit die Spechtfamilie ausgeflogen ist, werden vor unserem Esszimmerfenster die tollsten Unterhaltungen geboten:
der kleine Jüngling


Mama Specht klammert sich am Vogelfütterer fest und hämmert insbrünstig darauflos, um an die leckeren Kerne zu kommen. Klein-Specht inzwischen übt sich im Holzpfosten traktieren und am sich Festhalten.


Immer wieder hat Mama Specht Erbarmen und bringt dem Kleinen schnell einen Bissen zu fressen:


Der aber ist unschlüssig, wie er es anstellen soll, den Kern zu fressen und gleichzeitig am Pfosten hängen zu bleiben. So drollig, ihm zuzuschauen:




Inzwischen am anderen Ende des Hauses

Die Amselfamilie hat sich in den letzten drei Wochen auch recht gemacht. Frau Amsel musste erst mal ausgiebig auf dem Nest sitzen:


Dabei hat sie uns immer aufmerksam beobachtet:



Hier scheint sich endlich was zu tun:


Tatsächlich zeigen sich drei kleine Schnabelspitzli:


Mama Amsel beobachtet uns immer noch sehr genau, scheint jedoch etwas mehr Vertrauen zu haben:


Die Geduld hat sich gelohnt. Frau Amsel hat mich zwar gesehen und zögerte ganz kurz, 


aber dann drehte sie sich kurzerhand um und fütterte ihre Jungmannschaft:


Ein paar Tage später sieht man die Kleinen nun schon über den Nestrand gucken:



Zwei Tage später sind sie schon wieder ein Stück gewachsen. Lange werden sie nicht mehr in diesen engen Verhältnissen bleiben wollen. Vorhin schaute ich nach und tatsächlich hüpfte einer der Jungvögel auf dem Nestrand herum.


Da bin ich aber gespannt, wie diese Familiengeschichte weitergeht...

Nachtrag:

Tatsächlich müssen sie heute Morgen ausgeflogen sein. Jedenfalls sitzen keine Vögeli mehr im Nest. Ich habe eigentlich erwartet, dass sie sich weiterhin in der Nähe aufhalten, aber bisher habe ich keine Feder von ihnen gesehen...



8 Kommentare:

  1. echt schön. Amseln haben wir hier genug aber nur schon ein Specht so nah, wow. Bei uns siehst du wenn du ganz viel Glück hast einen solchen Vogel mit dem Fernglas - hören tust du sie ab und zu im Wald aber sehen nein.
    PS: Im Südtirol hörten wir wieder jeden Tag den Kuckuck hier hörst du diesen Vogel nicht mehr. Gruss Jürg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir sind glaub ich schon ganz schön verwöhnt bezüglich Vögeln. Heute morgen auf dem See sahen wir zwei Loon und einen seltenen Fischreiher, nebst den üblichen Enten. Aber jetzt, wo du es schreibst, den Kuckuck gibt's hier tatsächlich nicht. Den würde ich auch gerne mal wieder hören.
      LG Anita

      Löschen
    2. Ein Loon! Für mich der kanadischste aller kanadischen Vögel. Ich hör ihn gleich wieder rufen...
      Grüessli
      Bea
      PS: Herrlich, der Jungspecht!

      Löschen
    3. Hören tun wir sie allerdings hier nicht so oft wie im Camp. Vielleicht kommt das noch.
      LG Anita

      Löschen
  2. Schön, wie du das aktiv mitverfolgst mit den Vögeln in deiner Nähe!
    Bei mir am Haus fliegen auch viele Vögel rum (es hat auch viele Bäume in der Nähe). Aber ich habe keine Ahnung, was das für Piepmatzen sind :-)
    Gruss vom Werner

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hauptsache ist ja, dass die Vögel einen schönen Platz haben, auch wenn du sie nicht kennst. Man kann ja nicht alles wissen, gell?
      LG Anita

      Löschen
  3. Antworten
    1. Denk mal, die Amsel nestet inzwischen wieder. Ob sie nochmals eine Kinderschar grossziehen kann?
      LG Anita

      Löschen

Ich freue mich sehr über Kommentare, brauche aber manchmal etwas Zeit, bis sie freigeschaltet werden.

Wegen der doofen Spam Mails wurde die Sicherheitsabfrage wieder aktiviert...