14 August 2014

Gäste aus Berlin... und Luxemburg

Seit unserem ersten Jahr im Camp finden uns immer wieder Menschen aus BERLIN. Irgendwie ziehen wir sie an... die Berliner.
In den ersten Jahren waren es ein paar "Zimmermannen", die mehrmals mit wechselnden Begleitern bei uns Ferien machten, ein Kanu mieteten und jeweils für zehn Tage im Busch verschwanden, um in der Natur zu leben. Sie kamen sogar einmal im tiefsten Winter.

Dann im letzten Jahr war es Peter, der mit seinem Riesenwohnmobil auf der Durchreise war und fast drei Wochen blieb.

Nun, vor zwei Wochen besuchten uns zwei Luxemburger, Grossvater mit Enkel, und man ahnt es, der Enkel wohnt... in BERLIN. Sie waren auf der Suche nach Fischen, d.h. schon seit Jahren träumten sie von einem gemeinsamen Angelurlaub, irgendwo auf dieser Welt. Dieses Jahr setzten sie ihr Vorhaben in die Tat um. Sie wählten Canada als Ziel und fanden... uns. Sie wollten eigentlich nur zwei Tage bleiben; schlussendlich wurden es zehn. Wir verbrachten oft Zeit zusammen, im Pizzahaus oder in der Lodge, wir räuchten Fisch, wir tranken Schnaps - so richtig feinen alten aus der Schweiz - und jeden Morgen kamen sie zum Kaffee. (Uebrigens haben wir festgestellt, dass die Luxemburger wie die Schweizer Schnaps trinken: nippen nicht kippen!) Es wurde viel diskutiert und erzählt. Jeden Tag fuhren sie mit dem Boot raus, um ihr Glück zu versuchen. Das Wetter war sehr nett, fast kein Regen... Und sie bestanden darauf, uns etwas zu helfen. So haben sie den Strand beim Cedar Cottage in kürzester Zeit von Seegras, Aesten und andern Dingen gesäubert (die Gänse sind wieder mal aktiv).



Und nun? Am nächsten Wochenende erwarten wir neue Gäste aus BERLIN. Wir sind gespannt.


Natürlich haben wir BERLIN schon lange auf unserer Bucket List. Die Zukunft wird zeigen, ob wir es je dahin schaffen. An Stadtführern würde es uns jedenfalls nicht mangeln.




27 Juli 2014

Durchzogener Sommer

Nein, dieses Wetter macht mir gar nichts aus. Es ist nicht heiss, nur zwischen 15 und 25 Grad, und es regnet jeden zweiten oder dritten Tag. Das gefällt meinem Garten und den Pflanzen im ganzen Camp sehr gut. Alles ist grün und die Blumen gedeihen prächtig. Das Unkraut auch... Damit das nicht allzu sehr überhand nimmt, habe ich mir angewöhnt, während längerer Telefongespräche (z.B. mit der Schweiz) Unkraut zu zupfen. Das geht ganz ausgezeichnet. Allerdings ist das Unkraut nur dort weg, wo mein schnurloses Telefon noch hinreicht :-)



Der neue Holzschopf

Der Holzschopf ist beinahe fertig. Und so wurde er gebaut:




Nun bekommt er Richtung Norden noch zwei Fenster (alte, vom Log Cottage), denn durch diese wird im Herbst das Holz mittels Förderband reintransportiert. Nächstes Jahr will Marcel den Holzschopf aussen verkleiden, mit Weiss natürlich. Der Schopf ist so gebaut, dass er später mal zu einer Garage umgebaut werden könnte. Im Moment wird die noch offene Seite verschlossen und mit einem Durchgang oder einer Tür versehen. Schon etwas luxuriös, das Ding, aber dafür müssen wir nun nie mehr einen Holzschopf bauen...

Goldgelbe Nachtstimmung

Vor ein paar Wochen war am Abend um 21.00 Uhr die ganze Landschaft in goldenes Licht getaucht:


Es sah nach einem riesigen Sturm aus, solch ein goldgelber Himmel beim Eindunkeln, das war ungewohnt. Oft haben wir ja Ende Juni, anfangs Juli gewaltige Stürme, jedenfalls die letzten paar Jahre. Aber wie dieses Licht gekommen ist, so verschwand es wieder und alles blieb ruhig. Vielleicht werden wir dieses Jahr vom üblichen Sommersturm verschont?

Erste Bootsfahrt der Saison

Am letzten Montag haben wir es endlich geschafft und zum ersten mal in diesem Sommer eine Bootsfahrt unternommen. Für Max war es die erste Bootsfahrt überhaupt (so nehmen wir jedenfalls an). Er hat zu Beginn furchtbar gezittert, aber bald hat es ihm Spass gemacht. Ganz entspannt sass er auf der vordersten Sitzbank und hat in die Luft geschnuppert. Im Fluss dann musste ich ihn gut festhalten, denn er war etwas gar fasziniert von der Umgebung und wir wollten ja nicht riskieren, einen Hund über Bord gehen zu lassen.







15 Juni 2014

Alle Jahre wieder

Auch dieses Jahr konnte ich es nicht lassen und habe "Tannenschössling-Honig" produziert. Ich mag das Prozedere vom Sammeln der Schösslinge über das stundenlange Einkochen des Sirups, dem Abfüllen in Gläser und zum Schluss dem Aufkleben der Etiketten.




Obwohl der Winter sehr lang war und sich der Frühling erst spät bemerkbar machte, hat die Natur die Verspätung inzwischen aufgeholt. Jedenfalls blühen meine Blumen nicht später als sonst. Im letzten Herbst habe ich einige Sachen umgepflanzt und geschenkte Pflanzen gesetzt (ich finde Ableger aus fremden Gärten besonders spannend). Natürlich erinnere ich mich nicht mehr, was genau ich da gemacht habe. Umsomehr gefällt mir diese Blume, sie blüht nämlich zum ersten Mal in meinem Garten. Ich weiss nicht einmal mehr, woher sie kommt. An diesen "Wundertüten-Blumen" freue ich mich immer am meisten.




Und sonst?

Natürlich vermissen wir Rex enorm. Zum Glück hilft uns Mäxli (der Hund meiner Schwester) ein wenig über den Verlust hinweg. Er ist immer noch bei uns und bleibt es wohl auch. In der ersten Woche hat er immer wieder nach Rex gesucht und hatte auch ein paar kleine "Unfälle". Die ganze Sache hat ihn wohl auch etwas durcheinander gebracht. Wir müssen Max immer noch kennen lernen. Er ist als Spaniel so ganz anders als ein Husky-Schäfer-Mischling wie Rex.




Marcel arbeitet an einem neuen Projekt. Der 10jährige Holzunterstand muss neu gebaut werden, denn er war kurz vor dem Zusammenfallen. 


Dies ist natürlich ein altes Bild, im Schopf war kein Stück Holz mehr diesen Frühling...


Und wie bereits versprochen, gibt es noch ein Projekt. Die Maschine ist von den drei Gutachtern Marcel, Georg und Barry getestet und für gut befunden worden. Dazu fuhren sie 500 km Richtung Suedosten (ich nannte es "the boy's playday"). Kurzerhand wurde das Teil bestellt. Lieferung Ende August. Man darf gespannt sein!



06 Juni 2014

Loslassen

Wir wussten der Tag ist nicht mehr fern - trotzdem kam er überraschend. Am Mittwoch, 4. Juni, mussten wir Rex gehen lassen. Wir waren in der Stadt, haben zum ersten mal als Canadier gewählt, als er unerwartet Probleme bekam. Unsere spontane Reaktion: sofort zum Tierarzt. Zum Glück erreichten wir den Arzt gerade bevor er in seine Mittagspause gehen wollte. Seine Reaktion war toll. Er hat uns sofort geholfen und Rex untersucht. Nun wurde uns vieles klar. Es waren nicht nur seine Arthritis und sein hohes Alter von 14 Jahren und drei Monaten, es war auch ein Lebertumor, der ihm schon länger Beschwerden machte. 

Schweren Herzens machten wir die Entscheidung und liessen Rex gehen. Er war genau 13 Jahre bei uns, begleitete uns durch viele Höhen und Tiefen. Er war ein wunderbarer Hund und wir werden ihn nie vergessen. Danke, Rex.


01 Mai 2014

Der See ist eisfrei!

Ich traute kaum meinen Augen, aber es war Tatsache! Alles Eis war vom See verschwunden, als ich am Dienstag von meiner Einkaufstour aus der Stadt zurückkam. Am Morgen sah man noch grosse Eisflächen herumschwimmen und am Nachmittag war - schwups - alles weg!

Ueberhaupt hat mich die Schnee- und Eisschmelze dieses Jahr total überrascht. Wenn man bedenkt, wieviel von dem Zeugs vor zwei Wochen noch herumlag und jetzt ist alles weg. Auch von Ueberschwemmungen keine Spur mehr. Am Karfreitag sah es noch besonders kritisch aus und ich habe sogar einen Saisonalen Camper angerufen, dass er doch bitte seinen Rasenmäher vor dem Wasser retten soll. Aber dann wurden die Temperaturen tagsüber wieder kühler und das verlangsamte den ganzen Schmelzprozess. Der Wasserspiegel sank und alles verlief perfekt. 

Seit Dienstag regnet es nun auch und das hilft, den Boden aufzutauen. Schon bald kann Marcel beginnen, das Wassersystem im Campground zu prüfen. Erst muss die Pumpe gestartet werden. Das ist immer die grosse Frage: Läuft sie oder lässt sie uns im Stich? - wie vor ein paar Jahren, wo wir das ganze System aus der 150 m tiefen Quelle ziehen und die Pumpe ersetzen mussten. Wenn das mit der Pumpe klappt, muss das ganze Sanitärgebäude angestellt werden. Das bedeutet acht Toiletten, vier Duschen, vier Waschtröge, eine Waschmaschine und ein Aussenhahn. Wenn das ok ist, heisst es, die ganzen Wasserleitungen im Park mit seinen 60 Anschlüssen auf schadhafte Leitungen zu untersuchen. Der ganze Prozess dauert etwa eine Woche.

Dieses Jahr wollen wir zudem im Sanitärgebäude die Räume neu streichen. Hoffentlich steigen die Temperaturen bald, das würde helfen. Wir werden aber nicht darum herumkommen, alles zu beheizen. 

Der Frühling kommt jetzt mit Riesenschritten. Trotz des immer noch kalten Wetters wachsen die Frühlingsblumen unermüdlich. Inzwischen blühen die ersten Mini-Osterglocken:


27 April 2014

Frühling?... Yes!

Mit etwas Glück ist nun auch bei uns der Frühling eingekehrt. Es muss so sein, denn die ersten Krokusse gucken aus der Erde und in drei Wochen ist die Campingsaison bereits eröffnet! Zwar haben wir noch jede Nacht Unter-Null-Temperaturen, aber tagsüber wird es schnell warm - wenigstens, wenn die Sonne scheint. Auf kommende Woche sind jedoch sechs Tage Regen vorausgesagt, grrrr...

Der Schnee schmilzt nun auch unter den Bäumen und im Busch, das Eis auf dem See wird jeden Tag dünner. Heute hat sich endlich beim hinteren Fluss eine grosse Schneise im Eis aufgetan. Wir haben tatsächlich genug Winter gehabt und geniessen jeden warmen Sonnenstrahl (wie zum Beispiel heute Sonntag).



die Docks warten auf die Eisschmelze


Maple Sugar Festival in Powassan

Gestern besuchten wir das Maple Sugar Festival, das immer am letzten Samstag im April stattfindet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es war bedeckt, regnerisch und saukalt. Trotzdem haben sich viele Menschen eingefunden und Pancake Breakfast, Country Music, Lumberjack Wettbewerbe und die verschiedensten Verkaufsstände auf der Main Street genossen:




Es war unterhaltsam und eine schöne Abwechslung für uns. Bestimmt werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und hoffen auf wärmeres (sprich regen- und schneefreies) Wetter.




Marcel hat an einem Stand sogar ein neues Teil entdeckt, das er unbedingt unserem Wagenpark einverleiben will. Ich werde darüber berichten, wenn es soweit ist...

Ostern

Ist auch schon wieder eine Woche her, aber auch darüber gibt es etwas zu erzählen. Am Karfreitag durften wir wieder einmal Stallluft schnuppern. Seit beide "Schwesternfamilien" nicht mehr farmern, und zudem die einen auch gar nicht um die Ecke wohnen, besuchten wir ein Schweizerpaar, das etwa 80 km von uns auf einem wunderschönen Stück Land an einem Fluss eine Milchwirtschaft betreibt. Wir assen gemütlich zusammen Zmittag, machten anschliessend einen Spaziergang zum Fluss und sahen sogar einen Bären, der mitten im Fluss stand und vermutlich Fische fing. 


Der schwarze schräge Strich mitten im Wasser ist der Bär, ehrlich (und ich weiss jetzt auch genau, dass ich dringend eine bessere Camera mit einem guten Zoom brauche...).

Wir sind hoch über dem Fluss spaziert und haben einen wunderschönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank besucht:




Das Farmhaus steht erhöht in der Nähe des Flusses, so richtig idyllisch:



Und nun noch einen Blick in den Stall:



Am Ostersamstag eröffneten wir mit Ursula (Schwester) und Nathalie (Nichte) die Pizzahaus-Saison:


Der Ostertisch:


Der Innenausbau vom Pizzahaus ist bald fertig. Dann braucht nur noch der Ofen ein richtiges Kleid, sprich mehr Isolation und irgend-einen Ueberzug. Erstaunlich ist, dass am Ostersonntag - nach 18 Stunden - der Ofen immer noch 200 Grad heiss war. Marcel und ich starteten gleich nochmals eine Runde Pizza.

Max - oder "Maxwell der Spaniel"

Seit ein paar Wochen ist Mäxli immer wieder bei uns in den Ferien. Er ist ein lustiger, sehr aktiver und immer hungriger 13jähriger Spaniel - der Hund meiner Schwester. Er hat schon an vielen Orten gewohnt in seinem Leben. Zuerst viele Jahre in Chisholm, dann in Ottawa, Sault Saint Marie, Thunder Bay und jetzt in Powassan, immer bei jemandem aus der Familie. Da er nicht besonders gut auf Rufe hört, ist es schwierig, ihn (in einem Dorf) einfach laufen zu lassen. Bei seiner Energie braucht er jedoch genügend Freilauf. So bietet sich das noch geschlossene Camp richtig an. Und hier darf er jetzt (innerhalb der Campgrenzen) rennen und schwimmen, soviel und soweit er will.
Als Jagdhund hilft er uns momentan, die Gänse aus dem Camp zu vertreiben und auch die Eich- und Streifenhörnli ums Haus hat er gut in Kontrolle.
Wir werden sehen, wie das in drei Wochen geht, wenn bei uns wieder Leinenzwang im Campingplatz gilt. Ob er merkt, dass er dann nicht mehr einfach überall hinrennen kann? Wir lassen uns überraschen.


Rex und Max sind beste Kumpels, beide halt schon älter und deshalb abgeklärt. Sie teilen den Wasser-, aber nicht den Futternapf (sonst würde Rex verhungern, weil er nie schnell genug ist). Am Morgen begutachten sie jeweils zusammen die Umgebung. Ob vielleicht doch noch ein interessantes Tier daher kommt? 



Zum Schluss


Ein Bild vom Log Cottage, vor einer Woche:



11 April 2014

Die ersten Gänse sind da

Das bedeutet auch für uns, dass der Frühling vor der Tür steht. Und tatsächlich haben wir tagsüber seit einigen Tagen Temperaturen über Null Grad und der Schnee schmilzt nur so vor sich hin. Zwar ist das Eis auf dem See immer noch sehr dick - heute haben wir sogar noch ATVs darauf gesehen - und es wird bestimmt Mai werden, bis alles geschmolzen ist. 

Heute morgen habe ich versucht die Gänse zu fotografieren. Sie sind extrem scheu und nur auf der Durchreise weiter nach Norden. (Unsere Plaggeister vom See kommen erst später.)

Mit dem Zoom konnte ich ein paar einfangen:



Es war früh am Morgen und das offene Wasser war über Nacht wieder gefroren bis auf die Stellen, wo die Gänse rumschwammen. Später am Tag konnten wir uns über unglaubliche 10 Grad PLUS erfreuen und beschlossen sofort, unser zweites Picknick in diesem Jahr zu veranstalten:



Marcel arbeitet zur Zeit am Innenausbau vom Pizzahaus und ich habe Föhrennadeln zusammengerecht. Ich war ziemlich schnell fertig, denn es ist erst ein kleiner Teil unseres Gartens schneefrei. Dafür sah es nachher so aus (ich wusste gar nicht, dass man sich über ein Stück braunen Rasen so freuen kann, aber wir haben nun wirklich genug Schnee gesehen...):




Die Strasse vom Camp zum Highway ist momentan schwierig zu befahren. Eis, Fahrrinnen, Schlaglöcher, Schoggipudding - auch Schlamm genannt - wechseln sich ab und wir können höchstens 30 km/h fahren. So verlängert sich eine Fahrt in die Stadt dementsprechend. Auch sind wir nie sicher, ob wir nicht in einem dieser Schlaglöcher stecken bleiben oder irgend etwas am Auto kaputt geht, z.B. ein Achsbruch oder so? Würde mich gar nicht wundern, so wie das schüttelt und rattert... Wir wollen jetzt mal optimistisch bleiben und hoffen, dass sich die lausigen Strassenverhältnisse bald bessern.

Es ist sehr schön, wieder draussen herumgehen zu können, ohne gleich halb zu erfrieren und wir geniessen es ausgiebig. Heute morgen habe ich dabei unser fotogenes Alt-Cottage wieder mal abgelichtet:


Und Rex? Nimmt es sehr, sehr gemütlich und schläft meistens. Mit seinen 14 Jahren sind wir jeden Tag dankbar, wenn es ihm gut geht und er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, dem Schneeschlecken:


Wir haben diesen Sonnentag heute wirklich genossen, denn auf's Wochenende sind... 30 cm Schnee angesagt...yack