Zur Zeit wimmelt es im Park nur so von Hasen, Groundhogs, Streifenhörnchen und Eichhörnchen. Leider gibt es auch viel zu viele Mäuse :-( Es wird Zeit, dass die Füchse wieder bei uns einziehen und etwas aufräumen. Max bemüht sich zwar, die Tiere um die Lodge aufzustöbern, aber man merkt, dass er schon ein älterer Hund ist, meistens jedenfalls.
Letzten Samstag hat er uns jedoch gehörig erschreckt. Wir haben wieder einmal eine Gänsefamilie, die ihr Unwesen treibt. Mit Vorliebe fressen sie vom frisch geschnittenen Rasen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn das Zeugs hinten nicht in Form von grünen Würstchen wieder auf der Wiese landet. So haben wir also Max losgeschickt, um die Gänse von der Wiese zwischen dem Log Cottage und dem See zu vertreiben. Das hat er nach einigen Anfangsschwierigkeiten auch toll gemacht und die Gänse flogen unter Riesengeschnatter davon und landeten im See, nah am Ufer. Max legte sich daraufhin unter einen Baum und stand nicht mehr auf. Wir dachten tatsächlich, er hätte sich zu sehr verausgabt, denn er bewegte sich nicht mehr. Wir waren noch am Ueberlegen, ob wir den Hund vielleicht heimtragen sollen, da stand er auf und lief zum Ufer. Um einen Drink zu nehmen, dachten wir. Aber nein, er rannte gleich ins Wasser und schwamm auf die Gänse zu. Da nützte alles Rufen nichts, Max war unterwegs! Die Gänse schwaderten schnell davon, aber eine auf die falsche Seite. Max hinterher. Inzwischen war er schon ziemlich weit draussen und das gefiel uns gar nicht. Man hört ja, dass Enten, Gänse oder auch Biber die Hunde weit hinaus"zeukeln", bis sie nicht mehr können und untergehen. Ob das stimmt oder nicht, wollten wir gar nicht herausfinden. Ich rief also und ein Camper, der gerade am See war, rief auch. Und plötzlich drehte Max ab und schwamm wieder aufs Ufer zu. Allerdings aufs falsche, nicht zu mir auf die Cottageseite, sondern Richtung Campground. Und dann sah ich den Grund dafür: Josh, ein Junge aus dem Campingplatz ist kurzerhand ins Flussdelta gewatet und Max fand das so interessant, dass er zu ihm hinschwamm. Ein paar Minuten später kam Josh mit Max angelaufen. Sie mussten durch den ganzen Campground, über die Brücke und den Berg rauf, um Max wieder heil heimzubringen. Ich bin sehr froh, dass ich meiner Schwester nicht beichten muss, ihr Hund sei ertrunken.

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Hinter der Lodge liegen unter einer Blache die Holzscheite für die Campfeuer. Wir packen diese in Säcke ab und verkaufen sie in unserem Laden.
Nun hat diese Blache über die Jahre etwas gelitten, was kleine Löcher zur Folge hat. Und wozu dienen diese Löcher? Sie sind hervorragend geeignet, um am Morgen ein Sonnenbad zu nehmen - meint die Schlange. Es sind zwei Garder Snakes, völlig ungiftig und überall anzutreffen. Beim Schwanz der einen sieht man den Kopf der zweiten. Es lagen da auch schon drei Schlangen in der Sonne.
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Pech hatte diese Fledermaus. Sie hing an einem Stein, der neben der Stufe ins Pizzahaus liegt. Max hat sie mir gezeigt, indem er ausgiebig daran schnüffelte. Es wunderte mich schon, dass sie mitten am Tag an der Sonne so dahing, bis ich merkte, dass das Tier gar nicht mehr lebte.
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Apropos Pizzahaus. Das ist ja bekanntlich direkt auf Sand gebaut. Eigentlich nicht schlimm, denn es besteht dadurch keine Gefahr, dass sich der Grund im Winter durch den Frost anhebt. Aber nun hat sich eine Groundhogfamilie dort eingenistet, d.h. sie haben von drei Seiten Löcher unter das Pizzahaus gegraben. Herausgefunden habe ich es, als beim Vorbeigehen plötzlich zwei kleine Köpfe herausschauten. Es sah sehr drollig aus. Leider war die Kamera nicht in Reichweite. Handeln mussten wir sofort, denn ein unterirdisches Gangsystem könnte unser Pizzahaus in Schräglage bringen. Mit Ammoniak lassen sich die ungebetenen Gäste vertreiben. Und Marcel hat ein neues Projekt auf seiner Do-do-Liste: Pizzahaus Groundhog-sicher machen.

Uebrigens leben Groundhogs unter dem Log Cottage (nicht gut), im alten weissen Haus, unter dem Gazebo, in der Holzbeige und eine ganze Menge unter Trailern und Gerätehäuschen im Campground. Sie fressen Blumen, Kräuter, meine Zucchetti und graben unzählige Löcher, die wir irgendwann wieder zuschütten müssen.