07 Mai 2015

Die Nummer 6 zum Dritten

Im Campingplatz haben wir ungefähr 60 Plätze. Davon sind in den vergangenen Jahren zwischen 30 und 45 von saisonalen Campern besetzt gewesen. Mal waren es weniger und in den letzten Jahren eher mehr. Neun Plätze sind von langjährigen Mietern besetzt, die wir mit dem Campingplatz "übernommen" haben. Ein paar wenige sind schon über dreissig Jahre hier. Jede Saison gibt es natürlich ein paar Wechsel bei den Saisonalen. Das gehört zu einem Campingplatz dazu.

Auf Platz Nummer 6 ziehen dieses Jahr die dritten Mieter ein. Wir haben viele Erinnerungen an die Menschen auf diesem Platz.

Bei unserer Ankunft campierten dort zwei ältere Männer in einem uralten Trailer mit Vorbau. Sie waren verschwägert, denn sie haben hier in Canada Schwestern geheiratet. Beide stammten ursprünglich aus Holland und sind kurz nach dem zweiten Weltkrieg nach Canada gekommen. Beide hatten am gleichen Tag Geburtstag, waren altersmässig jedoch einige Jahre auseinander. Den ganzen Sommer über lebten sie hier im Trailer und fuhren während der fünfmonatigen Campingsaison vielleicht vier Mal die sechs Stunden nach Südontario, um ihre Familien (und Ehefrauen) für ein paar Tage zu besuchen. Der ältere der Beiden starb jedoch in unserem vierten Jahr im April an Krebs. Der jüngere hielt die Tradition hoch und kam dann alleine. Er war gut aufgehoben bei den anderen Campern im Park. Er besuchte uns jeden Tag im Restaurant in der Lodge, trank ein Bier und rauchte dabei wie ein Schlot. Dabei erzählte er viel aus seinem Leben, vom zweiten Weltkrieg, den er hautnah miterlebte. Später, als Canadier, ging er zur Armee und war in Berlin, als die Mauer gebaut wurde. Er sprach über seine Anfangszeiten hier in Canada, über seine Arbeit und über seine fünf Söhne, auf die er so stolz war. Er erzählte nicht nur aus seinem Leben, er berichtete uns auch immer brühwarm, was im Park so passierte. Er gab uns viele gute Ratschläge und brachte uns die canadische Mentalität näher.


Und dann erkrankte auch er an Krebs. Er starb im April 2007, am genau gleichen Datum wie sein Schwager vier Jahre zuvor. In jenem Sommer blieb der Platz Nummer 6 verwaist.

Im Sommer darauf bezogen Brigitte und Georg den Platz Nummer 6. In diesem Blog habe ich schon viel von ihnen berichtet. Es war eine gute Zeit. Im letzten Sommer haben Brigitte und Georg den Park verlassen. Wir beschlossen, den Platz Nummer 6 erstmals nicht zu vermieten. Dort ist nämlich der beste Zugang zum Fluss und zum Flussdelta, falls wir da Arbeiten verrichten müssen. Auch wollten wir den Platz nicht einfach irgend jemandem geben, sondern auf die geeigneten Camper warten. 

Und viel schneller als erwartet haben wir den Platz Nummer 6 doch wieder vergeben. Freunde von uns (die fast einzigen "echten" Canadier in unserem Freundeskreis, leben sie doch seit Generationen hier in der Stadt und haben an jeder Ecke irgendwelche Verwandte) riefen uns an und fragten überraschenderweise nach einem Saisonplatz. Schon länger haben wir sie nicht mehr gesehen und nun erfahren, dass sie es etwas gemütlicher nehmen müssen wollen. Was lag da näher, als ihnen den Platz Nummer 6 anzubieten. Bald werden sie ihren Wohnwagen hierher bringen und bald werden wir abends wieder an einem Campfeuer am Fluss auf dem Platz Nummer 6 sitzen.



06 Mai 2015

Der Oleander

Zu meinem Oleander muss ich gut schauen, denn er ist der letzte von sieben Pflanzen, der mir geblieben ist. Drei Jahre habe ich vor allem im Winter gegen Wollläuse gekämpft und am Schluss entnervt aufgegeben. Bis auf einen landeten alle im Wald, dort wo ich meine Gartenabfälle zu Kompost werden lasse. Gereut hat's mich schon ein wenig, denn alle stammten von der gleichen Mutterpflanze, die ich vor Jahren von meiner Schwester erhielt. Na ja, einmal musste ich diesem Läusepack den Garaus machen. Jetzt sind meine wenig übrig gebliebenen Zimmerpflanzen wieder gesund und es ist ganz gut, dass sich mein "Wald" etwas dezimiert hat.




Die Tage sind im Moment schön warm, in der Nacht sinken die Temperaturen jedoch gefährlich nahe an die Nullgradgrenze. Am Montag regnete es ein wenig und brachte damit das Gras zum aus-dem-Boden-schiessen. Wenn man gut hinhört, kann man es wachsen hören. Da der Oleander auch leichten Frost ertragen kann, durfte er als erste meiner überwinterten Pflanzen schon nach draussen.


04 Mai 2015

Liebe Mary

Da liegst du nun in deinem Spitalbett und hast offensichtlich Schmerzen. Das Pflegepersonal kümmert sich sehr lieb um dich, aber niemand kann dir wirklich helfen. Du hast dich sehr über meinen Besuch gefreut, das habe ich gemerkt und ich habe deine Hände gehalten. Plaudern, wie wir das sonst tun, konnten wir heute nicht. Aber ich erzählte dir von den Loons, die vor ein paar Tagen angekommen sind, vom Reh, das vor meinem Fenster an der Zeder geknabbert hat, von den Gänsen, die schon wieder Mist machen und von den Hummingsbirds (Kolibri), die wohl in den nächsten Tagen eintreffen werden. Dein Gesicht hat gestrahlt und ich wusste, in Gedanken bist du gerade an deinem geliebten See...

Mary in ihrer Gartenkluft draussen bei ihren geliebten Blumen

Nie werde ich vergessen, als du ein paar Tage nach unserem Einzug vom Campingplatz herkommend der Lodge zustrebtest mit einer Schachtel in der Hand. Du überreichtest uns deinen Willkommensgruss - frisch gebackene Muffins - verpackt in einer Schachtel aus einem Dessous-Laden aus der Stadt und hast uns als neue Nachbarn willkommen geheissen. Irgendwie machte ich mir bis dahin noch gar keine Gedanken über die Nachbarn und wusste auch gar nicht, dass wir welche haben. Das hat sich aber schnell geändert. Du bist mir ein Anker in meinem Leben hier draussen geworden. Viele Abende, vor allem im Herbst und Frühling, bis tief in die Nacht habe ich bei dir in deinem selbstgebauten Cottage verbracht, um dann mitten in der Nacht durch den pitschdunklen und menschenleeren Campingplatz nach Hause zu radeln. Das Herz rutschte mir manchmal fast in die Hosen, wenn mir auf dem Weg ein Tier begegnet ist oder ich ein ungewohntes Geräusch gehört habe. Oft habe ich auch den Truck genommen, um zu dir zu kommen, obwohl der Weg etwa zehn Mal so weit war...

Vieles aus deinem Leben hast du mir erzählt: Geboren 1919 in Alberta als älteste Tochter einer ukrainischen Farmers-Familie, wie du mit 15 Jahren geheiratet hast (oder wohl eher verheiratet wurdest) und mit 25 bereits Witwe warst. Deine drei Kinder wurden zu deinem Lebensinhalt. Als deine zahlreichen Verwandten in Alberta dir viel zu viele Ratschläge gaben, bist du kurzerhand mit den drei Kindern nach Ontario umgezogen. Deine Cousine, die dich hier eigentlich erwarten sollte, war jedoch schon nicht mehr da, denn ihr Mann, ein Berufssoldat, wurde unerwartet versetzt. Allein mit drei Kindern und ohne Beruf hast du dein Leben in die Hand genommen, eine Ausbildung zur Dentalhygienikerin gemacht (und geholfen, diesen Beruf in Ontario aufzubauen). Du hast bewiesen, dass du dein Leben sehr gut alleine meistern kannst. 1962 hast du zusammen mit deinem Sohn ein Stück Land westlich des Camps gekauft. Ihr habt das Land vom Busch befreit und ein kleines Cottage darauf gebaut, um die Wochenende darin zu verbringen. Immer wieder hast du einen Raum angebaut, ein Schlafzimmerchen, ein Badezimmer, ein Nähzimmer (etwa so gross wie ein Schrank), den Talonroom (eine Art Wintergarten). Du hast mit eigener Hand ein Cheminée eingebaut, mit Steinen aus der Umgebung. 1984, nach deiner Pensionierung, bist du ganz hier raus gezogen. Du hast den See so geliebt, liebst ihn immer noch. Später haben deine Tochter und deine beiden Söhne Cottages hier gebaut. Du warst glücklich am See, inmitten deiner Blumen und Tiere. Du hattest immer den schönsten Garten mit den meisten Blumen und Vögel ohne Ende (denn du hast sie immer gefüttert). Einmal im Jahr im September hattet ihr ein Familientreffen hier am See und oft kamen sogar die Verwandten aus Alberta angereist.

Vor drei Jahren jedoch musstest du dein so heiss geliebtes Cottage verlassen. Deine Gesundheit machte einfach nicht mehr mit. Du warst 92 1/2, als du ins Pflegeheim in die Stadt umgezogen bist. Deine Kinder bestanden darauf. Ich war erschrocken, als ich dich zum ersten Mal dort besuchte. Das lieblos eingerichtete Zimmer, nüchtern und kalt. Aber das blieb nicht lange so. Nach und nach fanden sich Gegenstände und Fotos aus deinem Zuhause bei dir ein und bald sah es gemütlich aus und ein wenig wie am See. Als im August 2013 dein Sohn A. tödlich verunglückte (er starb am gleichen Wochende wie mein Vater) brach es dir beinahe das Herz. Ich besuchte dich so oft wie möglich und wir machten sogar ein paar kleine Ausflüge zusammen. Die Nachmittage bei dir endeten oft in Geschichten-von-früher-erzählen, genau so, wie wir es immer in deinem Cottage gemacht haben. 

Und nun bist du im Pflegeheim gefallen und hast dir die Hüfte gebrochen. Du hast die Operation unerwartet gut überstanden. Aber nun lässt die Kraft nach. Es wird wohl nicht mehr lange dauern und du bist mit deinem geliebten Sohn A. wieder vereint. Als ich dich heute verlassen habe, hast du mich mit den Worten verabschiedet, die du mir immer sagtest: "Love you, come when you can!" Ich werde wieder kommen und dich hoffentlich antreffen. Und sonst, lass es dir gut gehen, liebe Mary, und danke für alles...


03 Mai 2015

Bsoffes Huen

Drunken Chicken gibts bei uns, wenn es schnell gehen soll. 
Und das geht so: Man nehme eine spezielle Vorrichtung (kann man im Laden kaufen),


eine Dose Bier und ein ganzes Huhn, öffnet die Dose Bier und trinkt sie halb leer (das mach ich nicht selber, ich mag Bier überhaupt nicht). Dann klemmt man die halbe Dose Bier auf die Schale unter das Gestell und stülpt das gewaschene, getrocknete und gut gewürzte Poulet kopfüber auf die Vorrichtung, so:


Dann stellt man alles auf einem Blech (zusammen mit einer Schale mit Beilagen) bei ca. 190 Grad für anderthalb Stunden in den Backofen - et voilà:


unser Nachtessen ist fertig. War gut und einfach nach unserem Tag Laubrechen im Camp...


02 Mai 2015

15 Jahre Camp



Heute vor 15 Jahren haben wir das Camp übernommen. Es war ein aufregender Tag und es dauerte unendlich lange, bis wir am Abend endlich die Schlüssel in den Händen hielten und zum ersten Mal die Tür zu UNSERER Lodge öffneten. Zum ersten Mal in unserem Leben besassen wir ein eigenes Grundstück. Dass es gerade 17 ha werden sollten, hätten wir nie zu träumen gewagt.


Leider haben wir aus diesen ersten Wochen keine Fotos. Damals gab es ja noch die Kameras mit den heute so altmodischen Filmen. Und eigentlich hatten wir auch absolut keine Gedanken für solch banale Dinge... (schade).

Es war eine intensive Zeit. Der Container musste von der damaligen Farm meiner Schwesterfamilie zu uns verschoben werden, was eine grössere Sache wurde. Der Lastwagen versank nämlich beim Abladen des Containers im weichen Sand. Nach zwei Stunden Schaufeln und mit Brettern unterlegen beschloss der Fahrer, dass er nun kein Risiko für sein Fahrzeug mehr eingehen will und gab GAS. Da der Container mit der hinteren Seite schon auf dem Boden stand, rutschte schlussendlich die andere Seite mit einem lauten Knall vom Lastwagen. 

Welch ein Schreck! Ich sah schon all unser Geschirr in den Schachteln zu Scherben verbrösmelen. Tatsächlich blieb alles heil. Wenn ich mich recht erinnere, war von allen Dingen im Container nur ein Glaskrug zerbrochen. Da hatte sich das monatelange sorgfältige Packen in der Schweiz doch gelohnt.

(neben und unter dem Container lebt heute bekanntlich der Groundhog)

Der Container steht immer noch neben der Lodge und beherbergt die von Marcel restaurierten Stühle, Tische und Betten sowie einiges an Geschirr, wofür wir hier (noch) keinen Platz fanden. Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Sachen (zum Teil Antiquitäten) nicht besonders camptauglich sind. Vor allem sind sie nicht geeignet für die Cottages. 

Einiges ist inzwischen bei Nichten und Neffen angekommen. Ein wunderschönes zwölfteiliges Langenthal Service einer meiner Tanten befindet sich momentan in Khartoum...


Ein anderes von einer anderen Tante in Nordwestontario...


Aber ich schweife ab. Jedenfalls haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder mal Dinge aus dem Container geholt und andere dort untergestellt. Er ist so quasi meine Wundertüte. Wenn ich in einem ruhigen Moment wieder mal auf Entdeckungsreise gehe, ist es oft wie Weihnachten. In diesem Sommer wollen wir die Tische aus ihrem dunklen Verlies erlösen und das Pizzahaus damit einrichten. Einige der Stühle haben es ja bereits dahin geschafft.

Meine LeserInnen werden sich fragen, weshalb nur um Himmels Willen haben die all die Sachen mitgeschleickt? Das fragen wir uns manchmal auch, aber wir haben damals beschlossen, dass wir die alten (viele von Marcel restaurierten) Sachen nicht einfach verscherbeln wollten. Sie warten nur darauf, um zu neuem Leben erweckt zu werden - wie z.B. hier, der Tisch und die Stühle bei meiner Schwester stammen vermutlich von unserem Grossvater: 


(leider nagt der Zahn der Zeit an den Erinnerungen. Manchmal wissen wir einfach nicht mehr, von wem wir die Sachen haben. Wir haben vor unserer Auswanderung bei vielen Haushaltauflösungen in der Familie und bei Bekannten Dinge vor dem Wegschmeissen oder Verscherbeln gerettet.)

Wir haben uns nun vorgenommen, endlich mit alten und verbrauchten Gegenständen hier im Camp abzufahren; z.B. die Stühle, die sich beim Kauf im Restaurant befanden, müssen endlich aussortiert und entsorgt werden. Sie sind bestimmt schon 40 oder mehr Jahre alt und wir haben uns sagen lassen, dass sie aus einer alten Offiziersmesse hier in der Stadt stammen. 20 Jahre hier im Camp sind genug! Sie lassen sich nicht mehr richtig reinigen. Es wird Zeit für die vom Entsorgen "geretteten" Dietiker Stühle aus Schaffhausen!


01 Mai 2015

Und er kommt doch!

In Riesenschritten kommt der Frühling bei uns an. Temperaturen bis 20 Grad und (noch) keine Blackflies. Daran kann man sich gut gewöhnen. 


Die Frühlingsblumen springen förmlich aus dem Boden.





Endlich habe ich es geschafft eine neue Kamera zu kaufen. Das Beste war, es gab 25% Rabatt, weil die Schachtel schon geöffnet war:-). Es fehlten dann auch zwei der vier mitgelieferten Batterien und die Tragschlaufe. Aber hey, der Rabatt macht das längstens wieder wett.

Nun muss ich mich an die neue Gute gewöhnen. Es ist eine sogenannte Bridge-Kamera mit viel Automatik, einem recht guten Zoom und für meinen Anspruch viel zu viel Möglichkeiten. Hier ein paar Bildversuche:


Das Komposthaufen-Gitter haben wir umfunktioniert zum Tannzapfenhalter. Die Tannzapfen sind gute Feuerstarter, die vor allem im Winter hochwillkommen sind. Die neue "Ernte" fällt momentan grad von den Bäumen.



Diese Holzbeigen müssen wir dieses Jahr unbedingt im Pizzaofen versenken. Sie sind inzwischen nämlich ausgezeichnet gelagert.


Max der Spaniel Jäger mischt im Moment den ganzen Park auf. Die Hasen rennen kreuz und quer durchs Gelände und Max keuchend hinterher. Unglaublich, was der vierzehnjährige Senior für Energien entwickelt. Mit seiner Hörbehinderung und dem verminderten Sehvermögen wird er nie eine Beute erwischen. Dafür macht es ihm Spass und er ist glücklich wie Anton. Er erschreckt uns zwischendurch, weil er sich vermutlich zu sehr verausgabt. Dann liegt er ganz ruhig flach auf der Erde und wartet, bis der Schwächeanfall vorbei ist. Soll er es geniessen, denn in zwei Wochen gilt wieder Leinenzwang bei uns.


Ein mögliches Opfer, der Groundhog, 
der neben und unter unserem Container lebt.


Max hat ja viel Geduld -
(und ich muss meine Kamera schnellstens in den Griff bekommen, damit ich einen Schnappschuss mit Hund UND potentieller Beute machen kann.)


Der Blick von der Werkstatt zum Holzschopf. Links das umgebaute Bootshaus. Auch mit altem Lodgedachblech verkleidet. Davor steht Marcels altes Minivelo von 1970 und je ein Herren- und Damenvelo, Baujahr ca. 1948. Sie gehörten meinen Eltern und sind alte englische Tourenfahrräder. Irgendwann wird sie jemand entdecken und zu neuem Leben (als Antiquität) erwecken. 


Marcel musste sie aus dem Schopf nehmen, um den Bagger am Traktor befestigen zu können:


Der Aussenofen mit Holzschopf:


Ein wenig Holz ist nach dem Winter doch übrig geblieben (denn wir verbrennen momentan Holz von frisch gefällten Bäumen oder anderes minderwertiges Holz. Das gibt in der Uebergangszeit genügend Wärme ab).


Das Holz für den nächsten Winter. Unsere Wunder-Holzbearbeitungsmaschine befindet sich im Unterstand hinter dem roten Holzschnitzler. Marcel wurde im letzten Herbst nicht ganz fertig mit seinem Projekt. Am Schluss wird daraus eine "Garage" wie für die Kanus. Alles Material ist wiederverwertet. Der Rahmen stammt von einem dieser günstigen Plastik-Autounterstände, die im Winter meistens durch die Schneelast in sich zusammenfallen. Das Gestell (hat uns ein Camper gebracht) lässt sich prima als Basis gebrauchen. Das Dach (und später auch die Wände) sind noch von unserem alten Lodge-Dach. Für die Türen liegen bestimmt noch irgendwo alte Holzplatten herum. Da wir in einer nicht-organisierten Gemeinde leben, brauchen wir keine Baubewilligungen und dürfen bauen, was uns gerade in den Sinn kommt. Einzig die Provinz-Vorschriften müssen wir einhalten. Da geht es aber vor allem um Strom, Gas, Wasser und Statik. Damit will man ja auch keine Bastelei anstellen.


Der letzte Schneehaufen hinter der Lodge. Unter der schwarzen Blache befindet sich das Feuerholz für den Campingplatz (muss noch in Säcke abgefüllt werden). Links die Rückwand vom Gästehaus, in der Mitte das Gartenhaus (ein altes Cottage) und rechts ist die Kanu-Garage, wo den Winter über alle Kanus und Kajaks sowie die Rasenmäher versorgt sind.


Und nun noch ein weiterer Lieblingsbaum:


Er beschützt den Aussensitzplatz und steht tatsächlich so schräg. Wahrscheinlich ist er als junger Baum von den Nachbarn zu sehr bedrängt worden. Inzwischen hat er sich jedoch durchgesetzt und ist der grösste Baum auf der West-Seite der Lodge. Er dürfte schon einige Jahrzehnte alt sein.


Soviel für heute. Ich muss noch viel üben mit der neuen Kamera. Geduld in dieser Hinsicht ist absolut nicht meine Stärke...



30 April 2015

Verbiss

Die blöden Hirsche? Fressen doch einfach meine Linde an. Allen Aesten im unteren Bereich haben sie die Spitzen abgefressen. Zum Glück ist der Baum schon über zwei Meter hoch und so konnten sie die oberen Aeste und die Baumspitze nicht erreichen. Nun bin ich gespannt, wie sich der Baum entwickelt. Meine arme Linde, zuerst wird sie fast ersäuft ertränkt und nachher gefressen angeknabbert... Dabei warte ich doch sehnsüchtig auf die Lindenblüten, damit ich endlich Lindenblütentee aus eigenem Anbau habe.